Für viele FinTech-Unternehmen waren die vergangenen Jahre von Zurückhaltung am Kapitalmarkt geprägt. Die Zahl der Finanzierungsrunden ging spürbar zurück, zugleich sanken die investierten Volumina. In diesem Umfeld hatte auch die Beteiligungsgesellschaft DEWB einen schweren Stand. Lukrative Exits ließen sich kaum realisieren, stattdessen mussten einzelne Portfoliowerte nach unten angepasst werden. Auch das Jahresergebnis 2025 wird daher durch eine Wertberichtigung von 3,5 Mio. Euro auf die Beteiligung an aifinyo deutlich belastet.
Trotz dieser Korrektur beläuft sich das Eigenkapital je Aktie nach Unternehmensangaben weiterhin auf 4,75 Euro. Dem steht ein Börsenkurs von rund 2,70 Euro gegenüber - ein Abschlag von über vierzig Prozent auf den Buchwert.
Dabei ist die Substanz keineswegs schwach. Die beiden wichtigsten Beteiligungen, LAIQON und Stableton, berichten über operative Fortschritte und ambitionierte Ziele. So stellt der wachtumsstarke Asset-Manager LAIQON für die laufende Periode Erlöse von 53 bis 58 Mio. Euro sowie ein EBITDA zwischen 4,5 und 7,5 Mio. Euro in Aussicht und will damit den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Damit könnte auch an der Börse eine Neubewertung der LAIQON-Aktie, die in der Vergangenheit durch die anfängliche Verlustphase stark belastet worden war, eingeleitet werden.
Da DEWB knapp 14,8 Prozent an LAIQON hält, könnte eine mögliche Neubewertung der Beteiligung auch die Holding-Aktie mitziehen. Vor diesem Hintergrund erscheint der aktuelle Abschlag als spekulativ interessante Ausgangslage.
(aktien-globlal.de, erstellt 20.02.26, 10:54 Uhr, veröffentlicht 20.02.26, 12:45 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_dewb/dewb_ueber_40_prozent_abschlag_zum_buchwert-23144/


