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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Fester - Getränkeaktien knicken nach Diageo-Enttäuschung ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Fester - Getränkeaktien knicken nach Diageo-Enttäuschung ein

DOW JONES--Mit Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte den Handel beendet. Keine Akzente und damit auch kein Störfeuer gingen von der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation aus. In dieser verteidigte er erwartungsgemäß seine harte Linie bei Zöllen und zeichnete ein rosiges Bild der US-Wirtschaft. Schwache deutsche GfK-Konsumklimadaten bewegten ebenso wenig wie die wie erwartet ausgefallene Revision des deutschen BIP im vierten Quartal 2025. Wie in der ersten Lesung betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,3 Prozent.

Der DAX schloss 0,8 Prozent höher bei 25.176 Punkten und sprang damit wieder über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,9 Prozent auf 6.173 Punkte. Hier stützten vor allem Gewinne bei den Rohstoff-Aktien. Deren Subindex erhöhte sich um 2,9 Prozent. Am Ende des Tableaus rangierten die Aktien der Lebensmittel- und Getränkehersteller mit einem Minus von 2,0 Prozent nach enttäuschenden Zahlen von Diageo.

Im Blick hatten die Anleger bereits die mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia nach Börsenschluss in den USA. Als das Symbol des KI-Hypes schlechthin, haben die Nvidia-Zahlen oft Signalwirkung über das Unternehmen hinaus - nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern für den gesamten Markt. ".... Der Nvidia-Bericht hat das Potenzial, die aktuellen KI-Sorgen zu lindern. Er hat aber auch das Potenzial, sie deutlich zu verstärken", hieß es bei QC Partners. Neben Nvidia wird nachbörslich auch der SAP-Wettbewerber Salesforce seine Bücher öffnen.

Diageo mit Prognosesenkung

Bei den Einzelwerten ging es für Diageo um 12,7 Prozent abwärts. Der Getränke-Konzern hat seine Jahresprognose aufgrund der Schwäche in den USA gesenkt und seine Dividende gekürzt, um einen Sanierungsplan zu finanzieren. Im Fahrwasser fielen Pernod Ricard und Remy Cointreau um bis zu 7,9 Prozent, in Mailand verloren Campari 5,0 Prozent.

Leonardo reduzierten sich um 3,8 Prozent. Die Ergebnisse des Rüstungskonzerns haben nach Einschätzung der Analysten von Bernstein trotz einer Verlangsamung in den wichtigen Geschäftsbereichen Hubschrauber und Elektronik im vierten Quartal die hohen Erwartungen erfüllt. Rheinmetall kamen um 2,5 Prozent zurück und profitierten damit nicht von einem Bericht der Financial Times, wonach das Unternehmen nun doch einen Drohnen-Auftrag der Bundeswehr erhalten soll.

Fresenius gewannen nach Zahlen 1,5 Prozent und erholten sich damit von zwischenzeitlichen Verlusten. Die Analysten von Morgan Stanley sprachen von durchwachsenen Geschäftszahlen mit positiven Aspekten. Die Analysten stellten ein starkes organisches Wachstums positiv heraus. Zudem verweisen sie auf ein stärkeres Wachstum der Patientenzulassungen bei Helios Spanien. Dagegen habe das Ergebnis je Aktie im vierten Quartal den Konsens um 3 Prozent verfehlt. Bemängelt wurde auch die Wachstumsprognose für das Ergebnis je Aktie bei konstanten Wechselkursen von 5 bis 10 Prozent für 2026 - der Konsens habe hier 11 Prozent veranschlagt.

Für Heidelberg Materials ging es nach Zahlen um 0,4 Prozent nach unten. Laut den Analysten von Raiffeisen kam das Rekordergebnis nicht gut an, weil das Baustoffunternehmen beim Umsatz erneut nicht auf ganzer Linie überzeugt habe.

Eon hat unspektakuläre Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt. Sie lagen laut den RBC-Analysten bereinigt im Rahmen der Erwartungen. Das Gleiche galt für den Ausblick. Eon zogen um 3,5 Prozent an. Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschrieb JP Morgan die Geschäftszahlen von Iberdrola genauso wie den Ausblick. Die Aktie des spanischen Versorgers stieg um 1,5 Prozent.

Ebenfalls nach Zahlen ging es für HSBC um 7,9 Prozent nach oben. Der Jahresgewinn der auch stark in Asien engagierten Bank ist zwar gesunken, hat aber die Markterwartungen übertroffen. Die Bank hob zudem ihr Ziel für die Rendite auf das materielle Eigenkapital - eine wichtige Rentabilitätskennzahl für Banken - für die nächsten drei Jahre an.

Im MDAX brachen Auto1 um 18,2 Prozent ein. Die Analysten von JP Morgan sahen das vierte Quartal zwar als besser als erwartet an, wiesen aber auf eine etwas schwächere Prognose für das operative Ergebnis und höhere Investitionen hin. Im SDAX ging es für Nagarro ohne neue Nachrichten um 9,6 Prozent abwärts.

Nordex hat starke Viertquartalszahlen vorgelegt, die vor allem auf der Ergebnisseite die Erwartungen geschlagen haben. Erfreuen dürfte die Anleger der Ausblick des Windenergieexperten. Dieser dürfte laut RBC Aufwärtsrevisionen bei den Schätzungen für das operative Ergebnis von rund 16 Prozent zur Folge haben. Nordex haussierten um 17,4 Prozent.

Nach einer Kapitalerhöhung im Schnellverfahren verbilligten sich Jost Werke um 1,2 Prozent.

=== 
Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50      6.173,32       +0,9%        +5,6% 
Stoxx-50        5.295,94       +0,8%        +6,9% 
Stoxx-600         633,47       +0,7%        +6,2% 
XETRA-DAX       25.175,94       +0,8%        +2,0% 
FTSE-100 London    10.680,59       k.A.        +7,6% 
CAC-40 Paris      8.559,07       +0,5%        +4,5% 
AEX Amsterdam      1.030,06       +1,0%        +7,2% 
ATHEX-20 Athen     5.814,81       +1,2%        +7,4% 
BEL-20 Bruessel     5.616,48       -0,2%       +10,8% 
BUX Budapest     127.083,87       +1,9%       +12,3% 
OMXH-25 Helsinki    6.137,21       +0,2%        +7,1% 
ISE NAT. 30 Istanbul  13.809,88       k.A.       +24,8% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.422,29       -1,0%       -10,7% 
PSI 20 Lissabon     9.295,90       +0,3%       +12,2% 
IBEX-35 Madrid     18.461,00       +1,5%        +5,7% 
FTSE-MIB Mailand    47.170,44       +1,1%        +3,5% 
OBX Oslo        1.808,94       +0,2%       +13,0% 
PX Prag        2.681,51       +0,3%        -0,4% 
OMXS-30 Stockholm    3.195,57       +0,1%       +10,7% 
WIG-20 Warschau     3.480,47       +1,7%        +7,4% 
ATX Wien        5.766,12       +1,0%        +7,2% 
SMI Zuerich      13.977,10       -0,1%        +5,5% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:01  % YTD 
EUR/USD          1,1805    +0,3%   1,1775   1,1795  +0,2% 
EUR/JPY          184,52    +0,6%   183,49   182,14  -0,4% 
EUR/CHF          0,9122    +0,1%   0,9112   0,9130  -2,1% 
EUR/GBP          0,8711    -0,2%   0,8726   0,8740  +0,0% 
USD/JPY          156,31    +0,3%   155,83   154,42  -0,6% 
GBP/USD          1,3551    +0,4%   1,3496   1,3495  +0,2% 
USD/CNY          6,9081    -0,2%   6,9222   6,9212  -1,5% 
USD/CNH          6,8543    -0,4%   6,8798   6,8868  -1,4% 
AUS/USD          0,7116    +0,8%   0,7061   0,7060  +5,8% 
Bitcoin/USD       68.323,50    +6,6% 64.109,30 65.625,05 -27,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          65,34    65,63   -0,4%   -0,29 +14,6% 
Brent/ICE          70,65    70,77   -0,2%   -0,12 +16,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.211,33   5.142,76   +1,3%   68,57 +19,0% 
Silber           90,76    87,52   +3,7%    3,24 +22,2% 
Platin          1.969,02   1.847,70   +6,6%   121,32  +5,4% 
Kupfer            5,98     5,93   +0,9%    0,05  +4,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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February 25, 2026 12:09 ET (17:09 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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