Augsburg - Der Augsburger Rüstungskonzern Renk will seine Präsenz in Osteuropa verstärken. Das Unternehmen plane "einen Aufbau von Service- und Montagekapazitäten in Polen", sagte Vorstandschef Alexander Sagel dem "Spiegel".
Zunächst will Renk dort Getriebe, Motoren und Fahrwerke warten, später auch Produkte herstellen. Damit ermögliche der Konzern "Kunden in Polen, der Ukraine oder dem Baltikum schnellere Reaktionszeiten", so Sagel. Insgesamt wolle Renk in den nächsten vier bis fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau von Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung investieren.
Der Getriebehersteller beliefert die Marine und nahezu alle westlichen Panzerhersteller. Er gilt als Barometer dafür, wie Europa bei der Aufrüstung mit Landstreitkräften vorankommt. Zu den Kunden zählen die Konzerne KNDS, Rheinmetall und Leonardo. Mit ihrer Investitionsoffensive reagiert die Rüstungsbranche auch auf Kritik. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte wiederholt mehr Tempo angemahnt. In den europäischen Nato-Staaten stagniert der Bestand schwerer Rüstungsgüter wie Kampfpanzer und Kampfjets, ergab eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey.
Polen sei der ideale Standort, um näher an Abnehmer in der Region heranzurücken, sagte Sagel. "Wenn in Polen bei einer Übung im Grenzbereich oder in der Ukraine im Krieg ein Panzer ausfällt, dann kann man ihn für die Wartung nicht 2.000 Kilometer durch die Gegend fahren und ein halbes Jahr später zurückbringen." Kein anderes europäisches Nato-Land steckte, gemessen an der Wirtschaftsleistung, zuletzt so viel Geld in die Aufrüstung. Hinzu kommt, dass die Nato ihre Präsenz an der Ostflanke verstärkt.
Große Pläne hat Renk auch für Italien. Die dortige Armee will mehr als 1.000 Kampf- und Schützenpanzer von Leonardo und Rheinmetall bauen lassen, Renk liefert Komponenten. Vor dem Ukraine-Krieg produzierte Renk 200 bis 300 Getriebe pro Jahr, bis Ende 2026 sollen es in Augsburg rund 800 sein. Bis Ende des Jahrzehnts plant Sagel, den Umsatz gegenüber 2024 auf rund drei Milliarden Euro zu verdreifachen.
Renk will auch von der wachsenden Nachfrage nach autonomen Kampfsystemen profitieren. "Da entsteht ein Massenmarkt", sagte Sagel. Die Augsburger kooperieren mit dem Start-up Arx Robotics, das kleine KI-gesteuerte Kettenfahrzeuge baut. "Wir können uns aber auch vorstellen, gemeinsam mit Kunden selbst unbemannte Fahrzeuge zu bauen."
Zunächst will Renk dort Getriebe, Motoren und Fahrwerke warten, später auch Produkte herstellen. Damit ermögliche der Konzern "Kunden in Polen, der Ukraine oder dem Baltikum schnellere Reaktionszeiten", so Sagel. Insgesamt wolle Renk in den nächsten vier bis fünf Jahren bis zu 500 Millionen Euro in den Ausbau von Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung investieren.
Der Getriebehersteller beliefert die Marine und nahezu alle westlichen Panzerhersteller. Er gilt als Barometer dafür, wie Europa bei der Aufrüstung mit Landstreitkräften vorankommt. Zu den Kunden zählen die Konzerne KNDS, Rheinmetall und Leonardo. Mit ihrer Investitionsoffensive reagiert die Rüstungsbranche auch auf Kritik. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte wiederholt mehr Tempo angemahnt. In den europäischen Nato-Staaten stagniert der Bestand schwerer Rüstungsgüter wie Kampfpanzer und Kampfjets, ergab eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey.
Polen sei der ideale Standort, um näher an Abnehmer in der Region heranzurücken, sagte Sagel. "Wenn in Polen bei einer Übung im Grenzbereich oder in der Ukraine im Krieg ein Panzer ausfällt, dann kann man ihn für die Wartung nicht 2.000 Kilometer durch die Gegend fahren und ein halbes Jahr später zurückbringen." Kein anderes europäisches Nato-Land steckte, gemessen an der Wirtschaftsleistung, zuletzt so viel Geld in die Aufrüstung. Hinzu kommt, dass die Nato ihre Präsenz an der Ostflanke verstärkt.
Große Pläne hat Renk auch für Italien. Die dortige Armee will mehr als 1.000 Kampf- und Schützenpanzer von Leonardo und Rheinmetall bauen lassen, Renk liefert Komponenten. Vor dem Ukraine-Krieg produzierte Renk 200 bis 300 Getriebe pro Jahr, bis Ende 2026 sollen es in Augsburg rund 800 sein. Bis Ende des Jahrzehnts plant Sagel, den Umsatz gegenüber 2024 auf rund drei Milliarden Euro zu verdreifachen.
Renk will auch von der wachsenden Nachfrage nach autonomen Kampfsystemen profitieren. "Da entsteht ein Massenmarkt", sagte Sagel. Die Augsburger kooperieren mit dem Start-up Arx Robotics, das kleine KI-gesteuerte Kettenfahrzeuge baut. "Wir können uns aber auch vorstellen, gemeinsam mit Kunden selbst unbemannte Fahrzeuge zu bauen."
© 2026 dts Nachrichtenagentur



