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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Wall Street uneinheitlich - Nvidia fallen trotz starker Zahlen

DJ MÄRKTE USA/Wall Street uneinheitlich - Nvidia fallen trotz starker Zahlen

DOW JONES--Keine klare Richtung gibt es an der Wall Street am Donnerstag. Der Dow-Jones-Index legt kurz nach der Startglocke um 0,4 Prozent auf 49.691 Punkte zu. Dagegen reduziert sich der S&P-500 um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite fällt um 0,5 Prozent. Im Fokus stehen die am Vorabend nach der Schlussglocke veröffentlichten Geschäftszahlen von Nvidia und deren Einordnung. Der Chip-Hersteller hat im vierten Quartal einen Gewinnsprung und einen Rekordumsatz erzielt und damit die Sorgen wegen einer möglichen Blase bei Künstlicher Intelligenz (KI) zerstreut. Nettogewinn und Umsatz übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Schätzungen des Marktes.

Gleichwohl geht es mit der Nvidia-Aktie um 2,9 Prozent nach unten. Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Ergebnisse von Nvidia andauern, erläutert Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen, so die Strategin. Es könnten sich die KI-Wegbereiter entlang der Lieferkette, von der Stromversorgung über die Kühlung bis hin zur Vernetzung, als widerstandsfähiger erweisen. Ein Marktteilnehmer verweist zudem auf vage Aussagen zum China-Absatz bei Nvidia.

Der Abschlag der Nvidia-Aktie sage wahrscheinlich mehr über den breiteren Markt aus als über die Ergebnisse des Unternehmens, heißt es. Investoren hätten die ersten Monate des Jahres 2026 damit verbracht, sich darüber Sorgen zu machen, wie KI Branchen wie den Software-Sektor sowie die aggressiven Kapitalausgabepläne der großen Technologiekonzerne umkrempeln könnte.

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 21. Februar zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 4.000 auf 212.000. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 215.000 vorhergesagt.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktien von Salesforce um 1,5 Prozent nach oben. Die Quartalszahlen des SAP-Konkurrenten fielen zwar besser als erwartet aus, der Ausblick blieb auf der Umsatzseite aber unter der Markterwartung. CEO Marc Benioff betonte in einer Telefonkonferenz, er lasse sich von dem Ausverkauf bei Softwareunternehmen in den vergangenen Wochen nicht beirren.

Die Papiere von Nutanix steigen um 1,0 Prozent. Das Cloud-Computing-Unternehmen hat sich mit AMD (-2,2%) für ein 250-Millionen-Dollar-Projekt zusammengetan, um eine Infrastrukturplattform zur Unterstützung von KI-Anwendungen zu entwickeln.

Die Aktien von Paramount steigen um 5,5 Prozent, nachdem das Unternehmen inmitten seiner Bemühungen um die Übernahme des Rivalen Warner Bros. Discovery durchwachsene Ergebnisse vorgelegt hat. Für die Aktien von Warner Bros. Discovery geht es nach Zahlen um 0,3 Prozent nach unten. Die Zahlen spielen derzeit aber nur eine untergeordenete Rolle, heißt es.

Der Goldpreis gibt leicht nach. Die Feinunze verliert 0,2 Prozent auf 5.152 Dollar. Das Edelmetall profitiert übergeordnet weiter von seinem Status als "sicherer Hafen" mit Blick auf den Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die Gewinne werden jedoch durch die Sorge gebremst, dass die US-Zinsen noch einige Zeit unverändert bleiben könnten, heißt es.

Die Ölpreise zeigen sich weiterhin recht volatil und hängen an den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es um bis zu 1,7 Prozent nach unten. Eine Lösung des Konflikts würde den Markt dazu veranlassen, schrittweise einen Risikoaufschlag von bis zu 10 Dollar pro Barrel abzubauen, der nach Meinung der ING derzeit eingepreist ist. "Sollten die Gespräche scheitern, bleibt das Aufwärtsrisiko bestehen, aber der Markt könnte mit einer vollständigen Reaktion warten, bis das Ausmaß möglicher US-Maßnahmen gegen den Iran deutlicher wird", so die Analysten.

Der Dollar notiert wenig verändert. Übergeordnet belastet die Unsicherheit über Zölle und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank, heißt es. Ein neuer, vorübergehender globaler Zoll war am Dienstag in Kraft getreten, nachdem der Oberste Gerichtshof die meisten Zölle von US-Präsident Trump aufgehoben hatte. Unterdessen sagte der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, der Riss zwischen der Fed und Trump habe begonnen, das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben.

Am US-Anleihemarkt gibt es nur wenig Bewegung. Die Rendite zehnjähriger Papiere verliert 1 Basispunkt auf 4,03 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          49.690,79    +0,4%   208,64   +3,0% 
S&P-500         6.937,81    -0,1%   -8,32   +1,5% 
NASDAQ Comp       23.047,80    -0,5%  -104,28   -0,4% 
NASDAQ 100       25.231,96    -0,4%   -97,08   +0,3% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:01  % YTD 
EUR/USD          1,1811    -0,0%   1,1812   1,1795  +0,5% 
EUR/JPY          184,35    -0,1%   184,62   182,14  +0,2% 
EUR/CHF          0,9138    +0,1%   0,9125   0,9130  -1,9% 
EUR/GBP          0,8719    +0,1%   0,8714   0,8740  -0,1% 
USD/JPY          156,09    -0,2%   156,32   154,42  -0,3% 
GBP/USD          1,3546    -0,1%   1,3557   1,3495  +0,6% 
USD/CNY          6,8903    -0,3%   6,9076   6,9212  -1,7% 
USD/CNH          6,8366    -0,2%   6,8537   6,8868  -1,8% 
AUS/USD          0,7106    -0,2%   0,7120   0,7060  +6,7% 
Bitcoin/USD       67.930,80    -0,8% 68.462,25 65.625,05 -22,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,28    65,42   -1,7%   -1,14 +14,3% 
Brent/ICE          69,93    70,85   -1,3%   -0,92 +16,8% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.152,11   5.165,01   -0,2%   -12,90 +19,5% 
Silber           86,01    89,16   -3,5%   -3,15 +25,0% 
Platin          1.900,25   1.939,90   -2,0%   -39,65 +10,7% 
Kupfer            5,96     5,99   -0,4%   -0,02  +5,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2026 09:47 ET (14:47 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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