FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien aus der Reisebranche zeigen sich am Montag im vorbörslichen Handel stark betroffen von der militärischen Eskalation im Nahen Osten. Der Tui-Kurs brach auf der Handelsplattform Tradegate um mehr als zehn Prozent ein und jener der Lufthansa um fast zehn Prozent. Für die Titel der Fluggesellschaft droht damit ein weiterer Rückschlag im Rennen um eine mögliche Rückkehr in den Dax .
Ein Sprecher der Lufthansa hatte am Samstag erklärt, dass mehrere Flüge mit Ziel Naher Osten ausgesetzt werden nach dem Angriff auf den Iran durch Israel und die USA. Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten erwartungsgemäß kräftig zugelegt. Auf der Urlaubsinsel Zypern ist der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne angegriffen worden.
Der Iran-Konflikt sei negativ für die Profitabilität von Fluggesellschaften und dürfte sich zumindest kurzfristig auf die Stimmung von Anlegern auswirken, schrieb der JPMorgan-Analyst Harry Gowers am Montag. Er verweist auf Flugstreichungen, operative Behinderungen, steigende Ölpreise und eine möglicherweise geringere Nachfrage. Ryanair hält er in diesem Umfeld für ein vergleichsweise defensives Investment./tih/stk
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