25 Schiffe deutscher Reedereien vom Iran-Krieg betroffen
HAMBURG - Vom Krieg gegen Iran sind nach Einschätzung des Verbands deutscher Reeder (VDR) in den Gewässern des Golfs mindestens 25 Schiffe von sieben deutschen Reedereien betroffen. Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7.000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können, wie der Verband in Hamburg mitteilte. Darüber hinaus seien in der Großregion, etwa im Arabischen und im Roten Meer, noch weitaus mehr Schiffe deutscher Reedereien tangiert.
ROUNDUP/Regierung: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl
BERLIN - Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. "Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz in Berlin.
Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend
FRANKFURT - Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Auch Qatar, Kuweit, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt.
Verband: Folgen des Iran-Kriegs für Tourismus noch unklar
BERLIN - Der Krieg im Iran wird aller Voraussicht nach aus Auswirkungen auf den Tourismus haben - nach Ansicht des Deutschen Reiseverbands sind sie im Detail aber noch nicht absehbar. "Heute ist es noch zu früh für eine Vorhersage, welchen Einfluss die Lage in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten auf die Tourismusindustrie der Region haben wird", sagte Verbandspräsident Albin Loidl bei einer Veranstaltung zur Tourismus-Messe ITB in Berlin.
ROUNDUP: Sprit so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr
MÜNCHEN - Der Iran-Krieg macht Sprit und Heizöl teurer. Am Montag stiegen die Preise kräftig, nachdem sie bereits übers Wochenende leicht zugelegt hatten, wie der ADAC mitteilt. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags hatte ein Liter Super E10 bereits 1,6 Cent mehr gekostet als am Freitag, dem letzten Tag vor den Angriffen. Diesel verteuerte sich alleine von Freitag bis Sonntag um 1,3 Cent.
ROUNDUP/Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen
RIAD - In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
Mini-Atomkraftwerke? RWE-Chef Krebber ist skeptisch
ESSEN/BERLIN - Der Chef von Deutschlands größtem Stromerzeuger RWE, Markus Krebber, hält Investitionen in kleine Atomreaktoren (SMR) derzeit für wirtschaftlich nicht vertretbar. "Wir sind ein technologieoffenes Unternehmen und beobachten alle Technologien, auch SMRs. Ob und wann diese Technologie kommerziell ausgereift sein wird, kann heute noch niemand sagen", sagte er dem Newsletter Energie & Klima des Nachrichtenportals Politico. "Stand jetzt ist eine Investition für ein privatwirtschaftliches Unternehmen in SMRs nicht darstellbar."
US-Zölle: RWE sieht Risiken beim Projektaufbau
BERLIN/ESSEN - Der Chef des Energiekonzerns RWE erwartet indirekte Auswirkungen der US-Zölle auf die hauseigenen Investitionsvorhaben. "Zölle in den USA betreffen uns während der Investitionsphase von neuen Projekten", sagte Markus Krebber dem Newsletter Energie & Klima des Nachrichtenportals "Politico". "Wenn die Anlagen errichtet sind, spielen Zölle für uns keine Rolle mehr, denn Strom ist ein Produkt, das vor Ort entsteht und genutzt wird."
ROUNDUP: Miele wächst dank starker Nachfrage bei Gewerbekunden
GÜTERSLOH - Konsumzurückhaltung, schwaches Wachstum, viele Unklarheiten beim Thema Zoll und weiterhin Rückgang beim Bauen haben beim Haushaltsgerätehersteller Miele das Geschäft im Jahr 2025 erschwert. Laut Geschäftsführer Reinhard Zinkann sorgte besonders die derzeitige Neigung zum Sparen bei den Kunden für besonderen Kostendruck im Unternehmen. Umsatztreiber war laut den in Gütersloh vorgestellten Jahreszahlen deshalb nicht der private Bereich, sondern das Geschäft mit Reinigungs- und Waschgeräten in der Gastronomie, bei Feuerwehren oder Laboren in der Medizin. Der Gesamtumsatz stieg laut Zinkann im Jahr 2025 um 2,3 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro.
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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /stk
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