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Ulrich Urbahn (Berenberg): Themen der Zeit: Nahost-Eskalation

02.03.2026 -

Die geopolitische Lage im Nahen Osten hat sich dramatisch zugespitzt: Nach Wochen intensiver Verhandlungen, Drohungen und Truppenverschiebungen haben Israel und die USA den Iran präventiv angegriffen. Erste Berichte deuteten auf "chirurgische" Schläge hin, doch Präsident Trumps achtminütiges Video spricht von einer "anhaltenden" Militäroperation mit potenziellen US-Verlusten - "Boots on the Ground", also die tatsächliche Präsenz von Truppen in dem Kriegsgebiet, sind somit nicht vollständig ausgeschlossen, trotz Trumps Wahlkampfrhetorik gegen langwierige Interventionen vor den Zwischenwahlen. Auf Basis der aktuellen Entwicklungen teilen wir hier eine strukturierte Analyse der potenziellen Auswirkungen auf Energiepreise, Aktien und Anleihen.Ölpreise: Vorlaufender Anstieg und Hormus als Gamechanger Die Märkte haben den Konflikt zumindest teilweise vorweggenommen: Der Rohölpreis (Brent) ist bereits spürbar gestiegen und notierte bereits im Vorfeld der Eskalation bei 70-80 USD pro Barrel - ein Plus von über 20 % seit Jahresbeginn. Historisch folgten geopolitischen Schocks im Nahen Osten oft initiale Anstiege um bis zu 10 %, gefolgt von Gewinnmitnahmen und mittelfristig niedrigeren Preisen ("Sell-the-News"-Effekt). Das entscheidende Risiko ist jedoch die Straße von Hormus: Durch diese Engstelle zwischen dem Oman und dem Iran fließen rund 20 % des globalen Öls - eine Schließung (wie nun vom Iran angedroht) könnte den Brent-Ölpreis schnell auf 100 USD oder mehr treiben.

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© 2026 Asset Standard
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

Im aktuellen Spezialreport stellen wir drei Versorger vor, die defensive Stärke mit attraktivem Potenzial kombinieren.

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