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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf Talfahrt - Beiersdorf brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf Talfahrt - Beiersdorf brechen ein

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten hält der Ausverkauf am Dienstag an. Unverändert belastet der Iran-Krieg die Börsen - zumal kein schnelles Ende in Sicht ist. Die US-Angriffe auf den Iran würden voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern, könnten sich aber auch länger hinziehen, sagte US-Präsident Donald Trump. Neben dem Krieg leiden die Börsen an unmittelbaren Kriegsfolgen - steigenden Energiepreisen. Angesichts des Nahost-Krieges sowie der unsicheren Energieversorgungslage bei steigenden Notierungen für Öl und Gas forderten Anleger eine höhere Prämie bei risikoreichen Vermögenswerten wie Aktien, heißt es im Handel. Dies könnte auch die kommenden Tage so weitergehen, wenn sich die Nachrichtenlage rund um den Iran nicht ändert. Der DAX büßt 2,3 Prozent auf 24.067 Punkte ein - der Euro-Stoxx-50 sinkt um 2,3 Prozent auf 5.853 Zähler.

"Die Märkte gehen von einer traditionellen Risk-Off-Reaktion auf den Nahostkonflikt zu einem stagflationären Szenario über", urteilt die Commerzbank. Wegen der deutlich gestiegenen Energiepreise steigen die Renditen an den Anleihemärkten, denn die höheren Preise dürften die Inflation befeuern und im Gefolge die Zinserwartungen nach oben hieven. Insofern könnten die am Vormittag anstehende Vorabschätzung zu den Verbraucherpreisen aus der Eurozone im Februar zu einem Muster ohne Wert ausfallen.

US-Dollar und Gold heißen die Profiteure der steigenden Risikoaversion, Anleihen zählen wegen der Inflationssorgen aktuell nicht dazu. Bei Gold drückt der feste Greenback aktuell leicht auf den Preis. Dennoch könnte das Edelmetall in dieser Woche ein Rekordhoch von über 5.600 US-Dollar je Unze erreichen, falls es keine Anzeichen für eine Deeskalation im Nahen Osten gebe, mutmaßt BMI. Falls der Konflikt zwei oder drei Wochen andauere, könnte der Goldpreis in Richtung 5.850 US-Dollar und potenziell sogar auf bis zu 6.500 US-Dollar steigen, heißt es weiter.

Meldungen über ein Schließen der wichtigen Seestraße von Hormus geistern durch den Markt und halten die Ölpreise auf hohem Niveau. Doch verzichten derzeit wegen des hohen Risikos ohnehin viele Reedereien auf eine Passage durch das Nadelöhr. Laut Fullerton Fund Management gibt es kurzfristig eine höhere Risikoaversion, doch dürften die Schocks durch die höheren Ölpreise wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein. Zudem hätten sich Anleger bereits seit geraumer Zeit daran gewöhnt, mit erhöhten Bedrohungsstufen umzugehen.

Mit Blick auf die Einzelwerte stürzen Beiersdorf um 13,3 Prozent ab. Als "enttäuschend" stufen die Analysten von Jefferies den Ausblick ein. Der DAX-Konzern rechnet für das laufende Jahr im besten Fall mit einem leichten Umsatzwachstum. Für die Analysten bedeutet dies, dass der Konsens für den Gewinn je Aktie um 5 Prozent gesenkt werden muss.

Der Kurs des Auto- und Industriezulieferer Schaeffler bricht nach Zahlenausweis um 18,3 Prozent ein. Ähnlich wie bei Beiersdorf verschreckt auch hier der Ausblick. Während der Umsatz 2025 laut Jefferies im Rahmen der Erwartungen liegt, bewegt sich das EBIT 5 Prozent darunter - der freie Cashflow falle jedoch deutlich besser als gedacht aus. Die Prognose für 2026 falle aber schwach aus und verfehle die Schätzungen.

Ein schwächerer Absatz, Wertminderungen und Restrukturierungskosten haben SMA Solar im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der im Hersteller von Wechselrichtern strebt für kommendes Jahr aber wieder einen operativen Gewinn an. Jefferies erhöht die Aktie auf "Kaufen" - der Kurs zieht um 8,9 Prozent an. Kühne + Nagel steigen nach Geschäftsausweis um 2,1 Prozent.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.852,52  -2,3  -134,41    5.986,93      16,8 
Stoxx-50    5.096,68  -2,0  -105,26    5.201,94      11,9 
DAX      24.066,53  -2,3  -571,47    24.638,00      19,9 
MDAX      30.143,89  -2,3  -719,23    27.039,42      15,3 
TecDAX     3.668,65  -1,4   -53,21    3.091,28      4,8 
SDAX      17.361,31  -2,8  -504,21    13.062,07      22,4 
CAC       8.245,09  -1,8  -149,23    8.394,32      10,0 
SMI      13.563,17  -2,0  -270,93    13.834,10      11,4 
ATX       5.486,44  -2,6  -147,63    5.634,07      38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr 
EUR/USD      1,1631  -0,5  -0,0056     1,1687     1,1674 
EUR/JPY      183,14  -0,4  -0,7800     183,92    184,1100 
EUR/CHF      0,9112  +0,0   0,0004     0,9108     0,9114 
EUR/GBP      0,8734  +0,2   0,0017     0,8717     0,8737 
USD/JPY      157,45  +0,1   0,1100     157,34    157,7000 
GBP/USD      1,3312  -0,7  -0,0093     1,3405     1,3361 
USD/CNY      6,8974  +0,2   0,0153     6,8821     6,8821 
USD/CNH      6,8996  -0,0  -0,0006     6,9002     6,9117 
AUS/USD      0,7066  -0,4  -0,0025     0,7091     0,7059 
Bitcoin/USD  67.640,11  -2,6 -1.790,82    69.430,93   69.554,83 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     73,67  +3,4    2,44      71,23 
Brent/ICE     80,41  +3,4    2,67      77,74 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.305,58  -0,4   -21,24    5.326,82 
Silber       85,98  -3,9   -3,46      89,44 
Platin     2.159,82  -6,2  -143,08    2.302,90 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/hab

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March 03, 2026 03:46 ET (08:46 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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