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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Erster Erholungsansatz nach Kriegsausbruch in Nahost - Adidas schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Erster Erholungsansatz nach Kriegsausbruch in Nahost - Adidas schwach

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten kommt es am Mittwoch zu einem ersten Erholungsansatz, nachdem die Kurse an den Vortagen sehr stark Druck geraten waren nach dem Kriegsausbruch in Nahost. Marktteilnehmer sprechen zunächst aber nur von einer technisch bedingten Erholung. Der Nahostkonflikt ist weiterhin das alles bestimmende Thema, er sorgt für Inflationsbefürchtungen als Folge höherer Energiepreise.

Der DAX legt um 1,2 Prozent auf 24.0740 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent nach oben. Mit Blick auf die Branchen legen Technologiewerte deutlich zu, auch unterstützt von einem gut ankommenden Ausblick von ASM International. Aber auch Finanzwerte zeigen eine starke Erholung während Aktien aus dem Energiesektor nachgeben, weil der Anstieg der Energiepreise zunächst ausgelaufen ist. Der europäische Gaspreis kommt um fast 9 Prozent zurück.

Beim Öl tut sich aktuell wenig, die Sorte Brent geht kaum verändert mit rund 82,50 Dollar um, nachdem sie am Vortag im Hoch fast 85 Dollar kostete, verglichen mit Ständen knapp über 70 Dollar vor dem Kriegsausbruch. Etwas Entspannung macht sich auch am Devisenmarkt bemerkbar. Der Dollar kommt nach seinem kräftigen Anstieg aufgrund seines Rufs als sicherer Hafen etwas zurück, der Euro kostet 1,1650 Dollar.

Adidas enttäuscht mit Ausblick

Die Adidas-Aktie verliert gegen den festen Markt rund 7 Prozent. Der Ausblick auf 2026 enttäusche, heißt es in einer Analyse von RBC. Die Prognose für das operative Ergebnis dürfte eine Senkung der Konsensschätzung um 15 Prozent zur Folge haben. Die Analysten stellen sogar in den Raum, dass das Unternehmen das ausgegebene Margenziel für das laufende Jahr verfehlen könnte. Gut kommt bei Analysten dagegen an, dass der Vertrag mit CEO Björn Gulden bis zum 31. Dezember 2030 verlängert wird.

Bayer habe im vierten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, doch der Ausblick für 2026 deute wegen der Wechselkurse auf eine Senkung der Konsensschätzungen hin, so die Analysten von JP Morgan. Der Quartalsumsatz des Agrar- und Pharmakonzerns habe die Konsensschätzungen um 1 Prozent übertroffen. Die Aktie verliert 2,8 Prozent.

Wenig tut sich bei der Continental-Aktie, die um 0,8 Prozent zulegt. Der Reifenhersteller hatte die wichtigsten Finanzkennziffern für das vierte Quartal 2025 bereits veröffentlicht. Der nun im Fokus stehende Ausblick enttäuscht laut den Analysten von Bernstein bei Umsatz und Gewinnmarge.

Symrise ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf bereinigter Basis profitabel gewachsen. Mit einem organischen Umsatzplus von 2,8 Prozent blieb der Duftstoff- und Aromenhersteller zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von 8,7 Prozent, übertraf aber die Markterwartungen. Laut der Citigroup rechnet das Management mit einem niedrigen einstelligen Rückgang des organischen Wachstums, während der Markt mit einem Anstieg um zwei Prozent kalkulierte. Symrise geben um 3,2 Prozent nach. In Zürich gibt er Kurs des Wettbewerbers Givaudan um 0,8 Prozent nach.

Traton hat eine eher vorsichtige Prognose abgegeben und rechnet nach der schlechteren Entwicklung im vergangenen Jahr auch angesichts des unsicheren Umfelds 2026 mit keiner Trendwende. Der Kurs des Nutzfahrzeugherstellers verliert 0,7 Prozent.

Redcare Pharmacy brechen nach einem enttäuschenden Ausblick um 18 Prozent ein. Die Analysten von Metzler glauben nicht, dass das schwächere Ergebnis bei nicht-verschreibungspflichtigen Präparaten durch Marktanteilsverluste erklärt werden könne. Vielmehr habe das Wachstum des gesamten Online-Marktes nachgelassen

Während die 2025er-Geschäftszahlen von Sixt mehr oder weniger in Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind, hebt ein Marktteilnehmer den Ausblick auf 2026 positiv hervor. Die Aktie des Autovermieters legt um über 6 Prozent zu.

ASM International hat im Schlussquartal 2025 einen über den Erwartungen liegenden Nettogewinn erzielt. Gestützt wurde das Ergebnis durch eine stärkere Nachfrage und eine Erholung der Aufträge von chinesischen Kunden. Der niederländische Anbieter von Halbleiterwerkzeugen übertraf mit einem Nettogewinn von 226 Millionen die Analystenprognose von 141 Millionen deutlich. Die Aktie zieht um 6,5 Prozent an. Im Sog gewinnen ASML 3,5, STMicro 2,0 und Infineon 4,1 Prozent.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.845,98  +1,3   74,25    5.771,73      16,8 
Stoxx-50    5.094,77  +1,2   58,18    5.036,59      11,9 
DAX      24.074,38  +1,2   283,73    23.790,65      19,9 
MDAX      30.252,86  +1,5   451,84    27.039,42      15,3 
TecDAX     3.692,29  +2,1   74,98    3.091,28      4,8 
SDAX      17.400,70  +1,8   306,61    13.062,07      22,4 
CAC       8.160,73  +0,7   56,89    8.103,84      10,0 
SMI      13.564,93  +1,2   160,00    13.404,93      11,4 
ATX       5.481,71  +0,9   47,90    5.433,81      38,3 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD      1,1633  +0,2   0,0020     1,1613     1,1593 
EUR/JPY      182,87  -0,1  -0,2400     183,11    182,9200 
EUR/CHF      0,9077  NULL   0,0000     0,9077     0,9072 
EUR/GBP      0,8702  +0,1   0,0011     0,8691     0,8704 
USD/JPY      157,19  -0,3  -0,5200     157,71    157,7700 
GBP/USD      1,3366  +0,1   0,0012     1,3354     1,3315 
USD/CNY      6,8969  -0,0  -0,0027     6,8996     6,8996 
USD/CNH      6,8996  -0,2  -0,0167     6,9163     6,9232 
AUS/USD      0,7044  +0,2   0,0011     0,7033     0,7018 
Bitcoin/USD  70.654,08  +3,8  2.604,72    68.049,36   68.941,37 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     74,53  -0,0   -0,03      74,56 
Brent/ICE       82  +0,7    0,60      81,40 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.181,05  +1,9   94,58    5.086,47 
Silber       86,02  +4,9    3,98      82,04 
Platin     2.158,70  +3,7   76,10    2.082,60 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

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March 04, 2026 07:53 ET (12:53 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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