AMBERG (dpa-AFX) - Für rund 200 Millionen Euro will die Firma Siemens an ihrem Standort in Amberg eine Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure errichten. Damit solle unter anderem der steigende Bedarf an elektronischen High-Tech-Produkten gedeckt und der digitale Wandel vorangetrieben werden, teilte der Konzern mit. Der Neubau soll 2030 fertiggestellt sein. Weitere Investitionen seien in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes geplant, also die Umstellung auf eine weniger klimaschädliche Energieversorgung.
"Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Und ein zusätzlicher Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland, der noch über die im Rahmen der 'Made for Germany'-Initiative gemachten Investitionszusagen hinausgeht", sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Das Unternehmen wolle damit seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.
KI in der Produktion
Siemens will in der neuen Fabrik den Angaben nach eine selbstlernende, autonome und flexible Produktion aufbauen, die von Künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird. Die KI werde mit Echtzeitdaten gespeist, um Auftragsplanung und -realisierung sowie Materialtransport und Anlagensteuerung aufeinander abzustimmen und laufend zu optimieren. So werde der Betrieb nicht nur effizienter und nachhaltiger gestaltet, sondern auch flexibler gemacht - etwa, um auf neue Entwicklungen im Markt schneller reagieren zu können./fuw/DP/stw




