Im deutschen und auch internationalen Private Equity-Markt zeigt sich ein ausgeprägter Exit-Stau, der Ergebnis einer "perfekten Sturmlage" ist, die zwischen 2022 und 2024 den natürlichen Verkaufszyklus unterbrochen hat. Da mit einer schnellen Änderung der Rahmenbedingungen nicht zu rechnen ist, wird es unkonventionelle Wege aus dem Exit-Stau geben müssen. Dies kann die Anlage- und Kapitalmarktkultur nachhaltig verändern.
Ein Gastbeitrag von Dr. Stephane Müller und Thomas Nacken
Die aktuelle Marktsituation: weniger Hektik, mehr Differenzierung
In den vergangenen drei Jahren wurde häufig von einer "Deal-Flaute" gesprochen. Dieser Eindruck greift jedoch zu kurz. Die Jahre 2021 und 2022 erreichten historische Höchststände der M&A-Aktivität in der DACH-Region. Die Anzahl der Transaktionen stieg von 2020 auf 2021 um über 30?Prozent, das Transaktionsvolumen legte von 2020 auf 2022 um mehr als 50?Prozent zu. Ein derart hohes Niveau konnte naturgemäß nicht dauerhaft gehalten werden, sodass der anschließende Rückgang eher als Stabilisierung nach außergewöhnlichem Wachstum zu verstehen ist.
Zwischen 2024 und 2025 sank die Zahl der Private Equity-Transaktionen nur leicht um 2,5?Prozent von 1.126 auf 1.097 Deals. Plattforminvestments bleiben mit knapp 30?Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Historisch wurde das Wachstum vor allem durch Add-On-Transaktionen getragen, die inzwischen knapp 60% aller Deals ausmachen. Im Jahr 2025 ist das Segment Add-Ons jedoch um 5 Prozent gesunken. Buy-and-Build bleibt dennoch für Finanzinvestoren weiterhin fest im deutschen Small- und Mid-Market verankert.
Die Kapitalbasis der Private Equity-Fonds ist solide. Mit rund 108?Mrd.?Euro Assets under Management und über 33?Mrd.?Euro Dry Powder in der DACH-Region steht ausreichend Kapital für neue Investments zur Verfügung. Damit bleibt die Grundlage für zukünftige M&A-Aktivität stark.
Gleichzeitig zeigt sich ein Engpass im Exit-Markt. Nach einem Rückgang der Exits um 19?Prozent im Jahr 2024 sank die Anzahl der Exits im vergangenen Jahr nochmals um knapp 6?Prozent. Weniger Exits bei gleichzeitig hoher Akquisitionstätigkeit führen zu einem Rückstau im Portfolio und verlängern die Haltedauern. Die durchschnittliche Haltedauer vom Kauf bis zum ...Den vollständigen Artikel lesen ...
Ein Gastbeitrag von Dr. Stephane Müller und Thomas Nacken
Die aktuelle Marktsituation: weniger Hektik, mehr Differenzierung
In den vergangenen drei Jahren wurde häufig von einer "Deal-Flaute" gesprochen. Dieser Eindruck greift jedoch zu kurz. Die Jahre 2021 und 2022 erreichten historische Höchststände der M&A-Aktivität in der DACH-Region. Die Anzahl der Transaktionen stieg von 2020 auf 2021 um über 30?Prozent, das Transaktionsvolumen legte von 2020 auf 2022 um mehr als 50?Prozent zu. Ein derart hohes Niveau konnte naturgemäß nicht dauerhaft gehalten werden, sodass der anschließende Rückgang eher als Stabilisierung nach außergewöhnlichem Wachstum zu verstehen ist.
Zwischen 2024 und 2025 sank die Zahl der Private Equity-Transaktionen nur leicht um 2,5?Prozent von 1.126 auf 1.097 Deals. Plattforminvestments bleiben mit knapp 30?Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Historisch wurde das Wachstum vor allem durch Add-On-Transaktionen getragen, die inzwischen knapp 60% aller Deals ausmachen. Im Jahr 2025 ist das Segment Add-Ons jedoch um 5 Prozent gesunken. Buy-and-Build bleibt dennoch für Finanzinvestoren weiterhin fest im deutschen Small- und Mid-Market verankert.
Die Kapitalbasis der Private Equity-Fonds ist solide. Mit rund 108?Mrd.?Euro Assets under Management und über 33?Mrd.?Euro Dry Powder in der DACH-Region steht ausreichend Kapital für neue Investments zur Verfügung. Damit bleibt die Grundlage für zukünftige M&A-Aktivität stark.
Gleichzeitig zeigt sich ein Engpass im Exit-Markt. Nach einem Rückgang der Exits um 19?Prozent im Jahr 2024 sank die Anzahl der Exits im vergangenen Jahr nochmals um knapp 6?Prozent. Weniger Exits bei gleichzeitig hoher Akquisitionstätigkeit führen zu einem Rückstau im Portfolio und verlängern die Haltedauern. Die durchschnittliche Haltedauer vom Kauf bis zum ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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