Die geplante Abwicklung des Envalior-Joint Ventures durch LANXESS hat sich verzögert, nachdem Advent den Erwerb der 40,9%igen Beteiligung des Unternehmens im Jahr 2026 abgelehnt hat, was den Deleveraging-Katalysator weiter hinauszögert. Der vertragliche Rahmen bleibt jedoch intakt, mit zusätzlichen Angebotsfenstern im Jahr 2027 und einer strukturellen Rückendeckung ab 2028, die eine letztendliche Monetarisierung sicherstellt. Während die operativen Bedingungen kurzfristig angesichts der chinesischen Überkapazitäten, der schwachen Nachfrage im Bau- und Automobilsektor sowie der hohen Energiekosten in Europa herausfordernd bleiben, bleibt die Bilanz gesichert mit ausreichender Liquidität und ohne Covenants-Druck. Blickt man in die Zukunft, sehen wir Potenzial für eine schrittweise Verbesserung der Stimmung und der Erträge ab Mitte 2026, da Infrastrukturstimuli und Antidumpingmaßnahmen beginnen, die Preise zu stabilisieren. Nach der jüngsten scharfen Korrektur des Aktienkurses glauben wir, dass ein Großteil der Unsicherheit bereits in der Bewertung reflektiert ist, was LANXESS zu einem attraktiven zyklischen Erholungswert mit bedeutendem Deleveraging-Potenzial macht. Daher bestätigen wir unser BUY-Rating mit einem revidierten Kursziel von 23,00 EUR (alt: 27,00 EUR). Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/lanxess-ag
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