März 2026
Die Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen von KI hat zu Veränderungen der Renditemuster an den weltweiten Aktienmärkten geführt. Wir sehen jedoch keinen Grund, warum die Aktienrally in nächster Zeit ins Stocken geraten sollte.
Asset-Allocation: Die grosse Umschichtung
Von den USA und Europa über Japan bis hin zu den Schwellenländern steht die Wirtschaft weiterhin auf einem soliden Fundament, gestützt durch sinkende Zinssätze und grosszügige öffentliche Ausgaben.
Gleichzeitig gibt es keine Hinweise auf rückläufige KI-bezogene Investitionen. Grosse Technologieunternehmen haben angekündigt, allein in diesem Jahr mehr als 600 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von Rechenzentren und digitaler Infrastruktur ausgeben zu wollen.
Das Zusammenspiel von lockerer Geldpolitik, fiskalischen Anreizen und boomenden KI-Investitionen ist positiv für die Aktienmärkte. Hinzu kommen die soliden Unternehmensgewinne, sodass es genügend Argumente gibt, um die Übergewichtung in Aktien und die entsprechende Untergewichtung in Anleihen beizubehalten.
Das soll aber nicht heissen, dass wir die Entwicklungen im Nahen Osten nicht aufmerksam verfolgen.. Der am 28. Februar gestartete Militärangriff der USA und Israels auf den Iran könnte langfristig weitreichende Folgen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben. Kurzfristig wird sich jeder Konflikt in einem Land, das grossen Einfluss auf die Lieferung von Erdöl hat, zwangsläufig auf den Rohölpreis auswirken. Doch selbst wenn wir einige Turbulenzen an den Rohölmärkten erwarten, rechnen wir nicht mit einem massiven Anstieg, der sich auf breiter Basis auf die Finanzmärkte auswirkt. Der Militärschlag der USA ist jedoch ein weiterer Grund, warum wir Gold und Fluchtwährungen wie den Schweizer Franken weiterhin übergewichten.
