06.03.2026 -
Mit der militärischen Offensive Israels und der Vereinigten Staaten in Iran wurde das Skript für die Finanzmärkte über Nacht umgeschrieben. Themen wie "konjunktureller Aufschwung" oder "KI-Investitionen" geraten in den Hintergrund. Stattdessen rücken Fragen zur Versorgungssicherheit und zur Preisentwicklung von fossilen Energieträgern in den Vordergrund. In diesen Fragen ähneln die Entwicklungen der vergangenen Tage jenen von vor vier Jahren, nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte. Ein Vergleich der Preis- und Kursentwicklungen in den ersten Tagen nach den jeweiligen Angriffen führt frappierende Parallelitäten ebenso wie krasse Gegensätze zutage.
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags erreichten uns die ersten Meldungen über militärische "Präventivschläge" Israels und der USA gegen Iran. Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber anderen Währungen auf, der EUR-USD-Wechselkurs verlor seither zwei Prozent. In Richtung und Ausmaß entspricht dies ziemlich genau den Entwicklungen von vor vier Jahren.
