MAINZ (dpa-AFX) - Angesichts weiter hoher Entwicklungskosten hat Biontech im Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Er belief sich auf netto 1,12 Milliarden Euro, wie das Biotechnologie-Unternehmen aus Mainz am Dienstag mitteilte. Das war deutlich mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr mit 665,3 Millionen Euro.
Der Umsatz der Mainzer kletterte 2025 demnach auf 2,87 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,76 Mrd.). Als Grund hierfür nannte Biontech Erlöse aus der Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb.
Für das laufende Jahr 2026 erwartet das Unternehmen, dessen Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci spätestens Ende dieses Jahres ausscheiden werden, Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Diese sollten die geplanten Forschungs- und Entwicklungskosten von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro ausgleichen, hieß es.
Große Pläne bis zum Jahr 2030
"Unsere solide finanzielle Position treibt unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten voran und reduziert gleichzeitig deren Risiken, während wir uns auf mehrere Produkteinführungen in den kommenden Jahren vorbereiten", sagte Finanzvorstand Ramon Zapata.
Das Unternehmen, das in der Corona-Pandemie Milliarden mit seinem Corona-Impfstoff verdient hatte, entwickelt Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben./chs/DP/stw



