EQS-News: Österreichische Post AG
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ÖSTERREICHISCHE POST 2025:
Umsatz
Ergebnis
Cashflow, Bilanz und Dividende
Ausblick 2026
Die strukturellen Trends im internationalen Brief- und Paketmarkt setzten sich auch 2025 weiter fort. Digitalisierung und Kostendruck bei privaten wie öffentlichen Kund*innengruppen führten zu rückläufigen Brief- und Werbemengen, während die wachsenden Paketmärkte weiterhin von intensivem Wettbewerb geprägt waren. Vor diesem Hintergrund wurde das Dienstleistungsangebot der Österreichischen Post konsequent erweitert und weiterentwickelt. In Österreich sind die Services der Post inzwischen an nahezu 3.000 Poststellen verfügbar, international kommen rund 14.400 weitere Out-of-Home Standorte hinzu. Zudem laufen die finalen Vorbereitungen, um im April 2026 mit der eigenen Mobilfunkmarke YELLLOW an den Start zu gehen. Auch im internationalen Paketgeschäft wurden mit zwei Akquisitionen - einem Paketdienstleister in Ungarn sowie einem E-Commerce-Dienstleister in CEE/SEE - weitere wichtige Schritte gesetzt. "Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung", sagt Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post. "In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten. Mit einem Anteil von 63% am Privatkund*innen-Paketmarkt bleibt die Post klare Marktführerin und zentrale Partnerin im heimischen E-Commerce."
2025 war ein weiteres Jahr in dem sich die Österreichische Post in einem herausfordernden Umfeld stabil entwickelt hat. Die Österreichische Post treibt die Transformation des Unternehmens auf Basis der Strategie LEAD 2030 mit hoher Geschwindigkeit voran. Nach dem kräftigen Umsatzanstieg im Jahr 2024, der unter anderem durch positive Einmaleffekte unterstützt war, entwickelte sich das Geschäftsjahr 2025 vor dem Hintergrund anspruchsvoller makroökonomischer Rahmenbedingungen gut. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis lagen unter dem Vorjahresniveau, jedoch über den Werten des Jahres 2023. Insbesondere 2024 hatten sich die großen Wahlen in Österreich sowie der positive Währungsverlauf der türkischen Lira positiv ausgewirkt.
Die Umsatzerlöse 2025 lagen mit 3.043,3 Mio EUR um 2,6 % unter dem Niveau von 2024 und 11,0 % über 2023. In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 6,8 % bzw. im Vergleich zu 2023 um 3,0 % zurück und war geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution aber auch vom Entfall der positiven Sondereffekte des Vorjahres. Darüber hinaus sind ein zurückhaltendes Investitionsklima, Effizienzmaßnahmen und auch geringere Werbeausgaben von Unternehmen feststellbar. In der Division Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich mit dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis - also vor einer Ausweisänderung von Umsatzerlösen durch Umgliederung im Bereich Logistics Solutions - um 1,2 % bzw. um 21,4 % zu 2023. Die Umsatzerlöse haben sich in der aktuellen Berichtsperiode in Österreich positiv (+5,8 %) entwickelt. Im Raum Südost- und Osteuropa gab es einen Rückgang der Umsatzerlöse nach dem starken Anstieg durch asiatische Mengen insbesondere im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira stark geprägt. Im Jahr 2025 verzeichnete diese Region einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, verstärkt durch temporäre Kapazitätseinschränkungen im vierten Quartal. Die Division Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von 8,8 % (+9,0 % zu 2023). Die Filialdienstleistungen waren durch die Beendigung der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst. Auch das Finanzdienstleistungsgeschäft zeigte einen Rückgang durch das gesunkene EZB-Leitzinsniveau.
In der Ergebnisentwicklung spiegelt sich der Trend der ersten neun Monate 2025 wider. Das EBITDA reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % auf 413,3 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 5,0 % auf 196,9 Mio EUR zurück. Beide Kennzahlen liegen mit 5,6 % bzw. 3,5 % über dem Vergleichswert von 2023. Ein Ergebnisrückgang im Briefgeschäft und eine geringere Profitabilität in Südost- und Osteuropa sowie der Türkei stehen einer Ergebnisverbesserung in der Division Filiale & Bank gegenüber. Die 2020 gegründete bank99 hat mit ihren rund 300.000 Kund*innen in Österreich positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. So ergab sich ein Periodenergebnis für das Jahr 2025 von 134,0 Mio EUR (-8,1 %) und ein Ergebnis je Aktie von 1,96 EUR nach 2,04 EUR in der Vorjahresperiode (-4,1 %). Auf Basis der soliden Performance und Bilanzlage wird der Hauptversammlung am 15. April 2026 eine Dividende auf Niveau des Vorjahres von 1,83 EUR je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 5,9 % zum Schlusskurs am 31. Dezember 2025.
Die herausfordernden Basistrends der internationalen Brief- und Paketmärkte werden auch 2026 weiter anhalten. Für das laufende Jahr wird wieder ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Gleichzeitig ist weiterhin mit inflationsbedingten Kostensteigerungen zu rechnen. Daher werden umfassende Initiativen ergriffen, um das Ergebnisniveau des Konzerns abzusichern. Für 2026 peilt die Österreichische Post bei schwierigem makroökonomischem Umfeld und leicht verbesserten Konjunkturprognosen eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der letzten Jahre an. Weiter positiv zum Ergebnis wird die bank99 beitragen, auch durch den Wegfall der erfolgten Kernbankenmigration. Es wird umsatz- und ergebnisseitig mit einem zum Vorjahr schwächeren ersten und stärkeren zweiten Halbjahr gerechnet. Insbesondere im ersten Quartal 2026 ist das Geschäft der Österreichischen Post belastet durch die Umstellung der bisherigen Telekom-Vertriebskooperation auf die eigene Mobilfunk-Marke YELLLOW, ein herausforderndes Marktumfeld in Südost- und Osteuropa und in der Türkei durch regulatorisch bedingt reduzierte Paketmengen aus Asien.
"Dass wir Top-Qualität bieten, verdanken wir vor allem unseren Mitarbeiter*innen, die Tag für Tag mit großer Leistungsbereitschaft und Professionalität arbeiten. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Gemeinsam werden wir unsere Position als bevorzugte Partnerin unserer Kund*innen weiter stärken", so Walter Oblin.
KENNZAHLEN
1 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
UMSATZENTWICKLUNG IM DETAIL Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns 2025 lagen mit 3.043,3 Mio EUR um 2,6 % unter dem Niveau von 2024, jedoch 11,0 % über 2023. Der Umsatzvergleich mit dem Vorjahr war geprägt von positiven Sondereffekten in 2024, wie zahlreiche Wahlen in Österreich, aber auch Währungseffekten der türkischen Lira. Darüber hinaus zählt das Jahr 2025 zwei Werktage weniger als das Vorjahr. In der Division Brief & Werbepost reduzierten sich die Umsatzerlöse um 6,8 % (-3,0 % zu 2023), die Division Paket & Logistik verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,4 % (+21,4 % zu 2023) und in der Division Filiale & Bank ging der Umsatz um 8,8 % zurück (+9,0 % zu 2023). Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen Post im Jahr 2025 37,8 %. Der Divisionsumsatz in der Höhe von 1.155,2 Mio EUR ist geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, aber auch vom Entfall der positiven Sondereffekte des Vorjahres, vor allem aus Wahlen in Höhe von rund 40 Mio EUR. Darüber hinaus ist, bedingt durch die schwächere Entwicklung in einzelnen Handelssegmenten, ein zurückhaltendes Investitionsklima und damit einhergehend geringere Werbeausgaben der Unternehmen feststellbar. Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 56,2 % am Konzernumsatz bzw. 1.719,9 Mio EUR. Die Umsatzerlöse haben sich in Österreich positiv entwickelt. In der Türkei wurde ein Rückgang verzeichnet, bedingt durch schwierige Marktbedingungen, einem starken Wettbewerb und Kapazitätseinschränkungen aufgrund eines Störfalls in der IT-Infrastruktur im vierten Quartal 2025. Im Raum Südost- und Osteuropa gab es einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse, zurückzuführen auf geringere Paketmengen im ersten Halbjahr 2025 aus dem asiatischen Raum, die im Vergleichszeitraum stark angestiegen waren. Die Division Filiale & Bank erreichte im Jahr 2025 einen Anteil am Konzernumsatz von 6,0 % bzw. 183,8 Mio EUR, was einen Rückgang von 8,8 % bedeutet. Die Beendigung der bisherigen Telekom-Vertriebskooperation sowie ein Rückgang des EZB-Zinsniveaus trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 1.155,2 Mio EUR stammte im Jahr 2025 zu 62,0 % aus dem Bereich Briefpost & Business Solutions, zu 26,4 % aus Werbepost und zu 11,6 % aus Medienpost. Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 716,6 Mio EUR im Geschäftsjahr 2025 um 7,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen zeigte sich weiterhin eine rückläufige Mengenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die adressierten Briefvolumen in Österreich haben sich 2025 um 8 % (bereinigt um Wahlen) reduziert. Das Jahr davor war besonders geprägt von zahlreichen Wahlen in Österreich (Arbeiterkammer-, Europa-, Nationalratswahl). Die internationale Briefpost sowie auch der Bereich Business Solutions zeigten einen Die Umsatzerlöse der Werbepost verringerten sich im Jahr 2025 um 6,6 % auf 305,0 Mio EUR. Es bestehen weiterhin ein konjunkturbedingt verhaltenes Werbegeschäft sowie strukturelle Rückgänge in bestimmten Kund*innensegmenten (z. B. Möbel- und Versandhandel). Die Anpassungen in der Preisstruktur konnten den Volumenrückgang im Umsatz nicht vollständig kompensieren. Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, sank im Periodenvergleich um 5,2 % auf 133,6 Mio EUR. Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 leicht um 0,4 % auf 1.719,9 Mio EUR. Auf vergleichbarer Basis - also vor einer Ausweisänderung von Umsatzerlösen durch Umgliederung im Bereich Logistics Solutions - betrug der Anstieg 1,2 % gegenüber dem Vorjahr. Es zeigte sich ein Umsatzplus in Österreich, während der Umsatz in der Türkei nach dem starken Anstieg im Vorjahr (2024: +45,5 %) nun rückläufig war sowie auch ein Umsatzrückgang in der Region Südost- und Osteuropa, beeinflusst durch außerordentlich hohe Mengen aus dem asiatischen Raum in der Vorjahresperiode (Asien-Mengenanstieg 2024: +37 %). Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 5,8 % auf 982,6 Mio EUR mit einem Paketmengenwachstum von 3 %. Die Umsatzerlöse in der Region Paket Türkei+ (Türkei, Aserbaidschan, Georgien, Usbekistan) reduzierten sich um 6,0 % auf 485,9 Mio EUR im Vergleich zum Jahr 2024, lagen aber um 36,8 % über dem Niveau von 2023. Ein starker Wettbewerb sowie die Eigenzustellung von großen E-Commerce Playern dominieren den türkischen Markt. Der Geschäftsverlauf ist auch weiterhin stark von der Entwicklung der Inflation und dem Wechselkurs der türkischen Lira beeinflusst. Darüber hinaus gab es bei der türkischen Tochtergesellschaft Kapazitätseinschränkungen aufgrund eines Störfalls in der IT-Infrastruktur im vierten Quartal 2025. Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) ist geprägt von einem starken Wettbewerb und volatilen Volumenentwicklungen asiatischer Versender*innen. Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Geschäftsjahr 2025 um 0,9 % auf 211,6 Mio EUR. Die Paketvolumen sind in diesen Ländern gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Die Umsatzerlöse im Bereich Logistics Solutions reduzierten sich in der aktuellen Berichtsperiode von 67,6 Mio EUR auf 54,7 Mio EUR aufgrund einer Ausweisänderung: Rund 14 Mio EUR an Umsatzerlösen wurden aufgrund der Integration von Gesellschaften in die Interne Leistungsverrechnung umgegliedert. Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank reduzierten sich im Geschäftsjahr 2025 um 8,8 % auf 183,8 Mio EUR und bestanden zu 77,9 % aus Erträgen aus Finanzdienstleistungen und zu 22,1 % aus Filialdienstleistungen. Die Erträge aus Finanzdienstleistungen gingen in der aktuellen Berichtsperiode um 9,8 % auf 143,3 Mio EUR zurück, im Wesentlichen bedingt durch den verringerten Leitzinssatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Filialdienstleistungen verringerten sich im Jahr 2025 um 5,0 % auf 40,5 Mio EUR, bedingt durch die Beendigung der bisherigen Telekom-Vertriebskooperation.
ERGEBNISENTWICKLUNG Die Aufwandsstruktur der Österreichischen Post ist von einem hohen Anteil an Personalaufwendungen geprägt. So entfielen im Jahr 2025 46,8 % der gesamten betrieblichen Aufwendungen auf den Personalbereich. Die zweitgrößte Aufwandsposition betraf mit 30,5 % den Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen, der zum Großteil extern vergebene Transportaufwendungen beinhaltet. Weiters entfielen 14,2 % auf sonstige betriebliche Aufwendungen und 7,3 % auf Abschreibungen. Der Aufwand für Finanzdienstleistungen macht 1,3 % der gesamten betrieblichen Aufwendungen aus. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 1.391,1 Mio EUR, dies entspricht einem Rückgang von 1,0 % bzw. 14,4 Mio EUR. Veränderungen ergeben sich aus umgesetzten Effizienz- und Kostenmaßnahmen, die den Kostenauftrieb aus kollektivvertraglichen Gehaltsanpassungen im operativen Personalaufwand in Österreich und international kompensieren. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte im Jahr 2025 durch verstärkte Insourcing-Aktivitäten, wie Frachtdienstleistungen, sowie mehr Mitarbeiter*innen in den internationalen Tochtergesellschaften durchschnittlich 28.081 Mitarbeiter*innen (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 27.802 Mitarbeiter*innen tätig waren (+1,0 %). Die nicht-operativen Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im Geschäftsjahr 2025 waren im Gegensatz zum Vorjahr keine zusätzlichen Vorsorgen zu treffen. Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich 2025 um 1,4 % auf 907,5 Mio EUR. Einem Anstieg im Bereich Transporte steht ein Rückgang bei Treib- und Brennstoffen sowie bei Leasingkräften aufgrund der verstärkten Insourcing-Aktivitäten gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2025 um 15,0 % auf 119,7 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 3,6 % auf 421,4 Mio EUR. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist nur eingeschränkt aussagekräftig, da das Ergebnis 2024 wesentlich von positiven Sondereffekten, wie den drei großen Wahlen in Österreich oder dem Währungseffekt der türkischen Lira, geprägt war: Das EBITDA lag im Jahr 2025 mit 413,3 Mio EUR um 2,2 % unter dem Niveau des Vorjahres von 422,7 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von 13,6 %. Die planmäßigen Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2025 mit 216,2 Mio EUR um 3,1 % bzw. 6,4 Mio EUR über dem Vorjahresniveau. Das EBIT erreichte 196,9 Mio EUR im aktuellen Geschäftsjahr nach 207,3 Mio EUR im Vorjahr (-5,0 %). Die EBIT-Marge betrug 6,5 %. Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich 2025 von minus 10,5 Mio EUR auf minus 15,9 Mio EUR verändert aufgrund geringerer Zinserträge im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Ertragssteuern verringerten sich von 50,8 Mio EUR auf 47,0 Mio EUR. Für das Geschäftsjahr 2025 ergibt sich somit eine Steuerquote von 26,0 %. Das Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2025 betrug 134,0 Mio EUR nach 145,9 Mio EUR im Vorjahr (-8,1 %). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,96 EUR nach 2,04 EUR in der Vorjahresperiode (-4,1 %).
ERGEBNIS NACH DIVISIONEN Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost im Geschäftsjahr 2025 ein EBIT von 129,7 Mio EUR nach 159,1 Mio EUR im Vorjahr (-18,5 %). Das geringere Ergebnis ist auf den Mengenrückgang an Sendungen und auf die positiven Sondereffekte des Vorjahres durch Wahlen zurückzuführen. Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 81,5 Mio EUR im Geschäftsjahr 2025 nach 103,3 Mio EUR in der Vorjahresperiode (-21,1 %). Während in Österreich eine positive Entwicklung im Paketgeschäft zu vermerken war, mussten in den internationalen Märkten der Österreichischen Post Rückgänge verzeichnet werden. Darüber hinaus wirkten sich im Vorjahr Währungseffekte im Ergebnis positiv aus. Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von 6,9 Mio EUR im Jahr 2025 nach minus 11,8 Mio EUR im Jahr zuvor. Die Ergebnisverbesserung ist einerseits auf die positive Entwicklung der bank99 zurückzuführen und andererseits auf ein gutes Ergebnis im Filialgeschäft. Das EBIT der Division Corporate (inklusive Konsolidierung und konzerninternes Umlageverfahren) veränderte sich von minus 43,4 Mio EUR auf minus 21,2 Mio EUR (+51,1 %). Die Ergebnisverbesserung ist einerseits auf Belastungen im Vorjahr zurückzuführen, wie Rückstellungsbildungen und außerordentliche Abschreibungen und andererseits auf Kosteneinsparungen und gegenüber dem Vorjahr höheren Erträgen aus der Verwertung nicht betriebsnotweniger Immobilien im aktuellen Berichtszeitraum. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post-Arbeitsmarkts.
CASHFLOW UND BILANZ Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im Geschäftsjahr 2025 349,3 Mio EUR nach 395,5 Mio EUR im Jahr 2024 (-11,7 %). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode 362,4 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 121,7 Mio EUR. Diese Position inkludiert die Veränderungen der Core Banking Assets der bank99 in Höhe von minus 14,3 Mio EUR, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres minus 237,6 Mio EUR betrugen. Die Core Banking Assets beinhalten die Veränderung der Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen und Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen exklusive der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken und fassen somit das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 zusammen. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 376,7 Mio EUR nach 359,3 Mio EUR im Vorjahr (+4,8 %). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich 2025 auf minus 127,1 Mio EUR nach minus 150,5 Mio EUR im Vorjahr. Die Ausgaben für den Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (CAPEX für Sachanlagen) betrug in der aktuellen Berichtsperiode 126,0 Mio EUR im Vergleich zu 143,1 Mio EUR in 2024 (-12,0 %). Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core Banking Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 280,1 Mio EUR im Vergleich zu 253,9 Mio EUR im Jahr zuvor (+10,3 %). Der Anstieg inkludiert auch einen positiven Steuereffekt aus einer Vorperiode. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte im Jahr 2025 minus 212,4 Mio EUR nach minus 152,7 Mio EUR im Vorjahr und enthielt im aktuellen Geschäftsjahr Ausschüttungen in Höhe von 127,0 Mio EUR, wovon 123,6 Mio EUR die Dividendenausschüttung an die Aktionär*innen der Österreichischen Post betreffen. Die Bilanzsumme der Österreichischen Post zum 31. Dezember 2025 von 6,6 Mrd EUR hat sich seit dem Einbezug der bank99 in 2020 deutlich ausgeweitet. Aktivseitig zeigten sich in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025 Zahlungsmittel der bank99 in Höhe von 0,6 Mrd EUR sowie Kredite (Hypothekarkredite, Konsumkredite) der bank99 von 2,0 Mrd EUR und passivseitig sind in der Konzernbilanz 3,8 Mrd EUR Kund*inneneinlagen der bank99 enthalten. Inklusive der bank99 ergibt sich folgendes Bilanzbild: Sachanlagen in der Höhe von 1.368,1 Mio EUR bildeten eine der größten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 365,3 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte, die per 31. Dezember 2025 mit 156,9 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 489,7 Mio EUR ausgewiesen sowie andere finanzielle Vermögenswerte mit 57,5 Mio EUR. Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des Jahres 2025 4.134,7 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit der bank99. Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post-Konzerns zum 31. Dezember 2025 bei 767,6 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 11,7 %). Betrachtet man den Post-Konzern ohne das Finanzdienstleistungsgeschäft, so betrug die Logistik-Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Gesamtkapital ohne finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen) per Ende Dezember 2025 30 %. Die Rückstellungen lagen Ende 2025 bei 512,9 Mio EUR, die anderen finanziellen Verbindlichkeiten beliefen sich auf 666,0 Mio EUR und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Verbindlichkeiten betrugen 652,9 Mio EUR. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 3.959,9 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99 (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).
AUSBLICK 2026 Die Basistrends der internationalen Brief- und Paketmärkte zeigen sich unverändert. Das Briefgeschäft verzeichnet Volumenrückgänge, die im schwachen konjunkturellen Umfeld durch Digitalisierungsbemühungen privater und öffentlicher Kund*innen vorangetrieben werden. E-Commerce ist andererseits die Triebfeder für steigende Paketvolumen. In vielen Märkten ist gleichzeitig mit intensivem Wettbewerb zu rechnen und mit Unsicherheiten durch regulatorische Einschränkungen internationaler Handelsströme.
Umsatzerlöse 2026 Umsatzerlöse aus Filialdienstleistungen werden nicht mehr mit Finanzdienstleistungen kombiniert dargestellt, sondern in der neuen Division Brief, Filiale & Services (vormals Brief & Werbepost). In dieser Division dominieren weiterhin die rückläufigen Brief- und Werbevolumen die Geschäftsentwicklung. Produkt- und Preisanpassungen werden positiv zum Umsatz beitragen, ebenso wie etwa 35 Mio EUR an Filialleistungen (vormals in Filiale & Bank). Dies inkludiert den Aufbau der neuen Mobilfunk-Eigenmarke YELLLOW in Österreich sowie ein Entfall von ca. 20 Mio EUR an Umsatzbeiträgen aus der beendeten Telekom-Vertriebskooperation. In Summe wird für 2026 mit einem Umsatzrückgang im unteren einstelligen Bereich gerechnet. In der Division E-Commerce & Logistics (vormals Paket & Logistik) wird hingegen mit einem Wachstum im oberen einstelligen Bereich gerechnet. Bei konstanten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist weiterhin mit Impulsen aus dem E-Commerce zu rechnen, insbesondere mit Zuwächsen bei internationalen Versender*innen. Unsicherheiten zur Prognose zukünftiger Handelsströme ergeben sich aus europäischen und nationalen Überlegungen durch regulatorische Maßnahmen internationale Wertschöpfung zu verlagern. Wachstum wird sowohl für den Markt in Österreich, Südost- und Osteuropa und auch der Türkei erwartet, je Markt aber von Impulsen im Online-Handel, aber auch von der Wettbewerbssituation abhängig. Während in Österreich mit einer stetigen positiven Entwicklung gerechnet wird, ist in Südost- und Osteuropa mit zusätzlichen Umsatzbeiträgen aus dem Erwerb eines ungarischen Paketdienstleisters zu erwarten. Darüber hinaus sollte der Erwerb des führenden E-Commerce-Dienstleisters in Südost- und Osteuropa, euShipments.com, abgeschlossen werden. Das Closing für beide Gesellschaften wird Ende des ersten Quartals 2026 erwartet. Am türkischen Markt werden auch weiterhin Inflation und Währungsentwicklung zusätzliche Umsatzparameter bleiben. In der neuen Division Bank (vormals Filiale & Bank) werden im Geschäftsjahr 2026 ausschließlich Erträge aus Finanzdienstleistungen der bank99 berichtet. Auf Basis der im Vergleich zum Vorjahr niedrigen Leitzinsen gehen wir von Umsatzerlösen etwa am Niveau des Vorjahres aus.
Ergebnis 2026 Es wird umsatz- und ergebnisseitig mit einem zum Vorjahr schwächeren ersten und stärkeren zweiten Halbjahr gerechnet. Dies in Abhängigkeit des Closings der bereits kommunizierten Unternehmenstransaktionen und vor dem Hintergrund der beendeten Telekom-Vertriebskooperation und dem Aufbau der eigenen Mobilfunk-Marke.
Investitionen 2026 Die Österreichische Post strebt weiterhin an, Wachstum mit einer attraktiven Dividendenpolitik zu verbinden. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 15. April 2026 eine stabile Dividende in Höhe von 1,83EUR je Aktie vorschlagen. Damit führt das Unternehmen seine Ausschüttungspolitik fort und hält an dem Ziel fest, mindestens 75% des Nettoergebnisses an die Aktionär*innen auszuschütten.
12.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sprache: | Deutsch |
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