DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BOEHRINGER - Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim warnt vor einem Rückzug der forschenden Pharmaindustrie aus Deutschland und Europa, sollten die Bedingungen für Forschung nicht verbessert und die "wahnsinnige Bürokratie" nicht abgebaut werden. Shashank Desphande, seit Juli 2025 an der Spitze des rheinhessischen Konzerns, sagte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), dass sich Unternehmen zunehmend fragen müssten, ob sie ihre Produkte noch in Europa ausbieten können. "Boehringer ist vielleicht das Pharma-Unternehmen, das am engsten mit Deutschland verbunden ist", sagte Deshpande. Von 25 Milliarden Euro insgesamt habe das Unternehmen über die vergangenen fünf Jahre mehr als 11 Milliarden in Deutschland investiert. "Weil wir hier Talente finden. Weil wir hier bis jetzt einen guten Absatzmarkt hatten. Weil wir gut vernetzt sind in Europa", sagte er. "Es gibt viele Voraussetzungen, die stimmen." Mit der hohen Konkurrenz durch chinesische Hersteller, die längst nicht mehr nur Generika produzierten, sondern inzwischen auch bei der Entwicklung neuer Arzneimittel den USA und Europa den Rang abliefen, hätte sich die Situation verändert. (FAZ)
CACEIS - Die Münchener Depotbank Caceis hat in ihrem Streit mit dem Finanzamt einen wichtigen Etappensieg erzielt. Wie das Handelsblatt erfuhr, hat das Finanzgericht München am 18. November 2025 einen Gerichtsbescheid erlassen, der zugunsten der Bank ausfiel. Darin erklärten die Richter die Nachforderungsbescheide des Finanzamts über 423 Millionen Euro für rechtswidrig. In dem Verfahren geht es um Cum-Ex-Geschäfte mit Aktien, bei denen die Beteiligten sich nicht bezahlte Kapitalertragsteuern erstatten ließen. Die Caceis beantragte für verschiedene Fonds die Erstattung der Steuern. Die Fondsgesellschaften verteilten das Geld unmittelbar weiter, so dass für das Finanzamt dort nichts mehr zu holen war. Stattdessen nahm das Finanzamt die Caceis in Anspruch - aus Sicht des Finanzgerichts zu Unrecht. (Handelsblatt)
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March 13, 2026 01:29 ET (05:29 GMT)
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