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Jamie Coleman (MFS): Nahostkonflikt hat die Märkte fest im Griff

28. Februar bis 6. März 2026

Internationale Aktien gaben diese Woche nach. Die US-Zehnjahresrendite stieg von 3,94% auf 4,18%. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um etwa 21 US-Dollar auf 88,03 US-Dollar. Gemessen an Terminkontrakten auf den CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität diese Woche von 19,86 auf 27,69.

Konjunktur

Schon sieben Tage Krieg

Nach dem Scheitern der Verhandlungen über das iranische Nuklear- und Raketenprogramm begannen die USA und Israel am Wochenende mit Luftschlägen gegen den Iran. Man wolle die iranische Führung schwächen, wenn nicht gar einen Regimewechsel herbeiführen, sowie Irans Einfluss in der Region und seine Nuklearambitionen eindämmen. Die Angriffe töteten den obersten Führer, Ayatollah Ali Chamenei, und andere Mitglieder der Staatsspitze. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte im Nahen Osten. Außerdem blockierte er die Straße von Hormus, eine wichtige Schiffsroute für Ölexporte. Die Ölpreise stiegen daraufhin kräftig, und Aktien gaben weltweit nach.

Neue Erwartungen zur EZB-Geldpolitik

Der Nahostkonflikt hat auch Auswirkungen auf die Zinserwartungen in Europa. Europa importiert viel Energie, unter anderem aus dem Nahen Osten, und ist damit anfälliger für Energiepreisschocks. Rechnete man zuvor damit, dass die EZB die Zinsen dieses Jahr senkt, geht man jetzt von einer Erhöhung aus - eine drastische Änderung gegenüber der Vorwoche. Ähnlich ist es in Großbritannien, wo man vor Kriegsbeginn mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr rechnete und jetzt nur noch maximal eine erwartet.

Überraschender Beschäftigungsrückgang in den USA im Februar

Nach dem neuen US-Arbeitsmarktbericht gingen im Februar überraschend 92.000 Stellen verloren. Volkswirte hatten mit einem Beschäftigungsanstieg um 55.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote legte daher auf 4,4% zu. Die Beschäftigtenzahl im Gesundheitswesen fiel vor allem aufgrund eines Streiks bei Kaiser Permanente sowie des harten Winters, was wesentlichen Anteil an den schwachen Februarzahlen hatte. Im Januar war die Beschäftigung noch kräftig gestiegen. Nach den neuen Zahlen fürchtet man jetzt wieder, dass sich der Arbeitsmarkt nach dem schwachen Jahr 2025 doch nicht stabilisiert. Letztes Jahr waren so wenige neue Stellen geschaffen worden wie nie zuvor außerhalb von Rezessionen. Staatsanleihen legten kräftig zu, und Zinssenkungen gelten jetzt wieder als wahrscheinlicher.

Kurz gefasst

Im Februar haben sich die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) meist verbessert. Vor allem der japanische Index für das Verarbeitende Gewerbe und der US-Index für den Dienstleistungssektor legten kräftig zu.

Am Freitagmorgen sagte Fed-Vorstand Christopher Waller, dass der jüngste Ölpreisanstieg kaum eine dauerhaft höhere Inflation zur Folge habe. Die Fed müsse daher nicht reagieren.

Die Trump-Administration erwägt nach eigenen Angaben, den Export von KI-Chips unter Genehmigungsvorbehalt zu stellen. Mitarbeiter des Handelsministeriums hätten hierzu einen Entwurf vorbereitet. Die USA könnten dann leichter verhindern, dass andere Länder eigene KI-Infrastruktur entwickeln.

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum im 4. Quartal 2025 wurde von 0,3% auf 0,2% nach unten korrigiert, vor allem wegen überraschend schwacher Zahlen aus Irland. Für 2026 werden nach wie vor 1% Wachstum erwartet. Daran ändert auch der Nahostkrieg nichts.

Im Februar betrug die Inflation im Euroraum 1,9% z.Vj. und lag damit über den erwarteten 1,7%. Der Kernindex legte um 2,4% statt der erwarteten 2,2% zu. Wesentlichen Anteil daran hatten höhere Dienstleistungs- und Energiepreise. Das weckt Zweifel an dem von der EZB erwarteten Inflationsrückgang.

Im Januar gingen die amerikanischen Einzelhandelsumsätze nur um 0,2% z.Vm. statt der erwarteten 3% zurück. Wegen des Wintersturms Fern und schwächerer Automobilverkäufe hatte man mit einem größeren Minus gerechnet.

In Großbritannien ist der durchschnittliche Hauspreis im Februar um 0,3% z.Vm. bzw. 1,3% z.Vj. auf ein neues Hoch von 301.151 Pfund gestiegen.

Das australische BIP stieg um nur 0,8% z.Vq. Erwartet worden waren 1%. Der Anstieg zum Vorjahr war mit 2,6% aber so hoch wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

China erwartet für 2026 ein um mehr als 870 Milliarden US-Dollar höheres BIP. Regierungsvertreter sprachen erneut von Zinssenkungen und niedrigeren Mindestreserveanforderungen.

Nächste Woche

Sonntag: chinesische Verbraucher- und Produzentenpreise

Montag: japanisches BIP (endgültig)

Dienstag: Verkäufe von Bestandsimmobilien in den USA

Mittwoch: US-Verbraucherpreise

Donnerstag: Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA

Freitag: britisches BIP, US-BIP (zweite Schätzung), PCE-Index in den USA, kanadischer Beschäftigungsbericht

Fokussiert und diversifiziert bleiben

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufsabsichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt "Produkte" auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

Die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research.

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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