Die heimische Wirtschaft stagniert und die erratische US-Politik befeuert die Volatilität. Wie können sich deutsche Unternehmen vor diesem Hintergrund über die Börse finanzieren? Was hemmt den deutschen Kapitalmarkt und wie könnte man ihn wieder fit machen?
Schwacher IPO-Markt trotz starker Marktentwicklung
Fremdkapital prägt die Unternehmensfinanzierung in Deutschland seit jeher. Die dreistelligen IPO-Zahlen der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahren sind längst Geschichte.
So gingen 2025 weltweit 1.259 Unternehmen an die Börse, 100 davon in Europa und in Deutschland lediglich drei. Damit rangiert die größte Volkswirtschaft der EU am unteren Ende der europäischen Emissionsstatistik - und das in einem Börsenumfeld, in dem der DAX wiederholt neue Rekordmarken erreichte.
Kapitalerhöhungen - bitte mit Netz und doppeltem Boden
Parallel dazu ist auch die Anzahl der (Bar-) Kapitalerhöhungen rückläufig. Während sich 2023 noch 60 Emittenten für diese Finanzierungsform entschieden, setzten 2025 nur noch 43 Unternehmen auf Kapitalerhöhungen.
Zugleich wird die Absicherung durch Backstop-Investoren wichtiger. Denn die Marktteilnehmer werden vorsichtiger. Der Anteil der durch Backstops abgesicherten Transaktionen stieg von 35 Prozent in 2023 auf 72 Prozent in 2025. Bemerkenswert ist, dass Backstops inzwischen selbst bei IPOs bemüht werden: So wurde auch das IPO der ASTA Energy Solutions AG im Januar 2026 von Ankerinvestoren über Backstops unterstützt.
Anleiheemissionen vor ...Den vollständigen Artikel lesen ...
Schwacher IPO-Markt trotz starker Marktentwicklung
Fremdkapital prägt die Unternehmensfinanzierung in Deutschland seit jeher. Die dreistelligen IPO-Zahlen der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahren sind längst Geschichte.
So gingen 2025 weltweit 1.259 Unternehmen an die Börse, 100 davon in Europa und in Deutschland lediglich drei. Damit rangiert die größte Volkswirtschaft der EU am unteren Ende der europäischen Emissionsstatistik - und das in einem Börsenumfeld, in dem der DAX wiederholt neue Rekordmarken erreichte.
Kapitalerhöhungen - bitte mit Netz und doppeltem Boden
Parallel dazu ist auch die Anzahl der (Bar-) Kapitalerhöhungen rückläufig. Während sich 2023 noch 60 Emittenten für diese Finanzierungsform entschieden, setzten 2025 nur noch 43 Unternehmen auf Kapitalerhöhungen.
Zugleich wird die Absicherung durch Backstop-Investoren wichtiger. Denn die Marktteilnehmer werden vorsichtiger. Der Anteil der durch Backstops abgesicherten Transaktionen stieg von 35 Prozent in 2023 auf 72 Prozent in 2025. Bemerkenswert ist, dass Backstops inzwischen selbst bei IPOs bemüht werden: So wurde auch das IPO der ASTA Energy Solutions AG im Januar 2026 von Ankerinvestoren über Backstops unterstützt.
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