
© Foto: Sander Weeteling auf Unsplash
Der Hersteller von Windkraftanlagen Nordex hat am Dienstag den Erhalt eines weiteren Großauftrags bekannt gegeben. Die Rallye der Aktie hält unverändert an.
Neuer Großauftrag sorgt für Rückenwind
Für den Windkraftanlagenhersteller Nordex und seine Aktie ist das Börsenjahr bislang hervorragend verlaufen. Angetrieben von einer anhaltend guten Auftragslage, einer Margenexpansion und einem zuversichtlichen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 konnten die Anteile seit dem Jahreswechsel fast 50 Prozent an Wert gewinnen.
Am Dienstagmorgen hat das Unternehmen den Erhalt eines weiteren Großauftrages bekannt gegeben. Auf der Ostseeinsel Fehmarn sollen zwei bereits bestehende On-Shore-Windparks Repowering-Maßnahmen unterzogen werden. Vertragspartner ist die Fehmarn-Mitte GmbH, ein lokaler Betreiber und Vermarkter von Windenergie.

137 Megawatt und exklusiver Wartungsvertrag
In deren Rahmen wird Nordex insgesamt 24 Windkraftanlagen (Typ N163/5.X) errichten mit einer Gesamtleistung von knapp 137 Megawatt. Neben der Errichtung der Anlagen soll Nordex auch die Wartung und Instandhaltung übernehmen. Hierfür wurde ein Vertrag über "einen Premium Service über 20 Jahre" unterzeichnet.
Wartungsverträge sind für Nordex und seine Anlegerinnen und Anleger besonders attraktiv, weil sie margenstark sind und gleichzeitig für eine hohe finanzielle Visibilität sorgen.

Höhenflug der Aktie hält an
Am Markt wissen Investoren die operative Exzellenz des Unternehmens zu schätzen. In einem weiterhin von hohen Ölpreisen getrübten Gesamtmarktumfeld legt Nordex am Dienstagmorgen um rund 1,5 Prozent zu und setzt seine Rallye der vergangenen Wochen und Monate damit fort.
Aus charttechnischer Perspektive stehen die Zeichen nach den jüngsten Mehrjahreshochs und dem Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal einerseits auf Kaufen, andererseits sind erste bearishe Divergenzen im RSI sowie ein potenzielles Crossing im Trendstärkeindikator MACD zu verzeichnen, was Vorboten baldiger Schwäche sind. Ein Kauf der Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau also nicht mehr uneingeschränkt empfehlenswert.
Fazit: Investiert bleiben, aber vorerst nicht mehr kaufen
Auch mit Blick auf die Bewertung ist wachsende Vorsicht angesagt. Für 2026 steht laut der Daten von MarketScreener bereits ein KGVe von 23,6 zu Buche. Das liegt über den Vielfachen von Mitbewerbern wie Orsted oder Vestas. Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,4 signalisiert allerdings ein noch immer günstiges Niveau der Aktie.
Wer bereits investiert ist, kann seine Gewinne daher weiter laufen lassen, während an einem Einstieg interessierte Anlegerinnen und Anleger eine Korrektur und zugunsten einer höheren Sicherheitsmarge niedrigere Einstiegskurse abwarten sollten.
Gastautor: Max Gross
Haftungsausschluss/Disclaimer
Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und - je nach Art des Investments - sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen.
Finanznachrichten.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Finanznachrichten.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Finanznachrichten.de und/oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.




