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DJE: Marktausblick März 2026

16.03.2026

Die Unsicherheit kehrt an die Märkte zurück

Die Autoren: Das Strategie-Team von DJE beobachtet und bewertet die Märkte laufend anhand der hauseigenen FMM-Methode nach fundamentalen, monetären und markttechnischen Kriterien.

Nach dem positiven Jahresstart setzte sich die Aufwärtsbewegung auch im Februar fort. Während der weltweite Aktienmarkt eine leichte Aufwärtsbewegung zeigte, entwickelten sich der deutsche und der europäische Markt dynamischer, wobei Japan die stärkste Monatsentwicklung verzeichnete. Der breite US-amerikanische Aktienmarkt blieb dagegen zurück, gebremst von der schwächeren Entwicklung vieler US-Technologiewerte.

Auf Sektorenebene waren im Februar weltweit vor allem Titel aus den Bereichen Energie, Rohstoffe und Versorger gefragt, während Technologie, zyklischer Konsum und Finanzen enttäuschten. In Europa waren im letzten Monat besonders Telekommunikationsaktien, defensive Konsumtitel sowie Öl- und Gasaktien gefragt, während Medien-, Finanz- und Technologiewerte zurückblieben.

Mit Blick auf den April hat sich das Chance-Risiko-Profil am Markt eingetrübt. Vor diesem Hintergrund erscheint eine defensivere Ausrichtung derzeit angebracht. Die Gemengelage aus Irankrieg, Ölkrise, Zinssorgen und KI-Halbleiter-Investitionen bestimmt das Marktgeschehen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht absehbar, wie lange die Blockade der Straße von Hormus und das Kriegsgeschehen anhalten werden. Ein länger andauernder Konflikt ist an den Märkten nicht eingepreist. Unabhängig vom Nahost-Konflikt bleiben Investitionen in KI- und Rechenzentrums-infrastruktur ein wichtiger Treiber für die weitere Marktentwicklung.

Ausgewählte Tech- und KI-Werte erscheinen damit weiterhin aussichtsreich. Ebenfalls profitieren dürften Energieunternehmen, die wegen gestiegener Preise positive Gewinnrevisionen erwarten können. Regional dürften nähergelegene Märkte stärker vom Irankrieg betroffen sein als die USA. Im Anleihebereich bleibt der Schwerpunkt auf mittleren Laufzeiten.

Chancen, die wir sehen:

  • KI-, Halbleiter- und Rechenzentrumsinvestitionen: Relativ unabhängig von der Situation im Nahen Osten dürften die Investitionen der großen Technologiewerte weitgehend intakt bleiben. Alle Hyperscaler streben nach größeren Kapazitäten und bauen diese entsprechend weiter aus. KI- und Technologieaktien, die von diesen Investitionen profitieren, betrachten wir aktuell als chancenreich.
  • Region USA: Die USA genießen eine höhere Unabhängigkeit in puncto Energie als Europa oder Asien. So produzieren sie den Großteil des benötigten Öls und Gases selbst und verfügen zudem über eines der modernsten Raffinerienetzwerke. Der Anstieg der Öl- und Gaspreise durch die Mangellage trifft die USA damit weniger stark als Europa und Asien sowie Japan im Besonderen. Zudem entwickeln sich die US-Einkaufsmanagerindizes sehr robust.
  • Energie- und Agraraktien: Die Preise für Öl und Gas haben sich seit Jahresbeginn verbessert. Oft folgen auf eine solche Entwicklung die Agrarpreise. Insbesondere Ölaktien dürften in den nächsten Wochen positive Gewinn-revisionen erfahren, da der aktuelle Ölpreis noch nicht vollumfänglich eingepreist wird.

Risiken, die wir beobachten:

  • Verschärfung der geopolitischen Lage: Ein besonderes Risiko stellt ein andauernder Konflikt im Iran dar. Je länger der Irankrieg dauert, desto wahrscheinlicher bleiben die Energiepreise hoch, was Europa und Asien wirtschaftlich treffen würde. Ebenso drohen in einem solchen Fall zunehmende Spannungen zwischen den USA und China, da China ebenfalls stark von Energielieferungen aus dem Nahen Osten abhängt. Sollte es so weit kommen, können selbst Produktionsunterbrechungen in Asien wegen Gasmangels nicht vollständig ausgeschlossen werden.
  • Erneut zunehmender Inflationsdruck: Ölpreisanstiege waren in der Vergangenheit häufig ein Hinweis auf den Beginn einer Phase höherer Inflation. Da es sich um einen exogenen Faktor handelt, werden die Notenbanken vermutlich keinen Ausgleich über das Zinsniveau anstreben.
  • Bewertungen ausgewählter Märkte und Sektoren: Bestimmte Märkte notieren am oberen Ende ihrer historischen Bewertungsspannen und bilden die Risiken eines länger andauernden Nahost-Konfliktes mit daraus resultierenden höheren Inflationsraten und geringeren Wachstumsaussichten nicht vollumfänglich ab.
  • Private Equity: Private Equity bleibt im aktuellen Umfeld sehr risikoreich Der Sektor zeigt eine relative Schwäche und wird von Risiken aus dem Private-Credit-Segment beeinflusst. Zurzeit zeichnet sich ab, dass es vermehrt zu Schwierigkeiten kommt, erfolgreiche Exits umzusetzen.

Rechtliche Hinweise

Marketing-Anzeige: Alle hier veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen geben die aktuelle Einschätzung der DJE Kapital AG wieder. Diese können sich jederzeit, ohne vorherige Ankündigung, ändern. Alle getroffenen Angaben sind mit Sorgfalt entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Gewähr und keine Haftung übernommen werden.

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Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

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