LAIQON hat sich frühzeitig auf die Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Asset Management ausgerichtet und zählt in diesem Bereich zu den innovativen Anbietern. Die dafür notwendigen Investitionen haben in den vergangenen Jahren jedoch zunächst die Profitabilität belastet und damit auch die Kursentwicklung geprägt.
Inzwischen deutet sich jedoch ein klarer Wechsel in den Zahlen an. Die aufgebauten Strukturen beginnen zu greifen, und die Kombination aus organischem Wachstum, einer größeren Akquisition sowie mehreren Kooperationen mit namhaften Partnern sorgt für eine spürbare Ausweitung der Assetbasis. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Union Investment, Projekte im genossenschaftlichen Sektor - etwa mit der Volksbank Rosenheim - sowie die geplante ETF-Initiative mit Amundi entwickeln sich zu wichtigen Wachstumstreibern.
Die Dynamik zeigt sich auch im laufenden Geschäft: Die Assets under Management wachsen aktuell mit hoher Geschwindigkeit und legen monatlich deutlich zu, während der Vertrieb - vor allem über angeschlossene Banken - zunehmend an Fahrt gewinnt. Damit verbessert sich die Ausgangsbasis für die Ertragsentwicklung erheblich. Für 2026 stellt das Unternehmen daher einen deutlichen Sprung in Aussicht. Bei Erlösen von 53 bis 58 Mio. Euro soll das EBITDA in eine Spanne von 4,5 bis 7,5 Mio. Euro steigen, nachdem zuvor noch operative Verluste angefallen waren.
Der operative Hebel ist dabei klar erkennbar: Da ein Großteil der Infrastruktur bereits aufgebaut ist, dürften zusätzliche Mittelzuflüsse nur unterproportional steigende Kosten verursachen. Entsprechend könnten Skaleneffekte die Ergebnisentwicklung in den kommenden Quartalen deutlich beschleunigen.
Auch charttechnisch hat sich das Bild aufgehellt. Der über mehrere Jahre dominierende Abwärtstrend konnte im Jahr 2025 überwunden werden, seither bewegt sich die Aktie in einer breiten Bodenbildungsphase. Die Struktur mit mehreren Zwischentiefs lässt sich als mögliche inverse Schulter-Kopf-Schulter interpretieren - eine klassische Formation für eine Trendwende. Für eine Bestätigung wäre allerdings ein nachhaltiger Ausbruch über den Bereich von 5,50 Euro erforderlich.
Gelingt dieser Schritt und werden die operativen Fortschritte wie geplant sichtbar, könnte sich daraus weiteres Kurspotenzial ergeben. Entscheidend bleibt jedoch, dass die prognostizierte Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis tatsächlich erreicht wird. Zudem bleibt zu beobachten, ob das aktuell erhöhte Maß an Marktschwankungen das Wachstumstempo kurzfristig beeinflusst.
(aktien-globlal.de, erstellt 18.03.26, 15:24 Uhr, veröffentlicht 18.03.26, 15:36 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
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