Linz (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat die Leitzinsen erneut unverändert gelassen, doch Ruhe bringt das in den Märkten nicht, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Hintergrund sei vor allem die zunehmende Unsicherheit durch den Iran Krieg, der sowohl Inflation als auch Wachstumsausblick durcheinanderwirbele. Während die Notenbank ihre Prognose für die Inflation 2026 deutlich nach oben gesetzt habe (von 1,9% auf 2,6%), rechne sie gleichzeitig mit schwächerem Wachstum - ein klassisches Stagflationsrisiko, das die geldpolitischen Entscheidungen zusätzlich erschwere. Trotz der Zinspause glaube der Markt nicht an eine dauerhafte Zurückhaltung: An den Terminmärkten würden bereits zwei Zinserhöhungen für 2026 eingepreist, die erste davon schon im Juni. Parallel dazu würden die langfristigen Zinsen anziehen - die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liege inzwischen bei knapp 3%! Zusätzlichen Druck würden die Energiepreise erzeugen. Kurz vor der EZB Pressekonferenz sei die große LNG Anlage Ras Laffan in Katar bombardiert worden, was Gas- und Ölpreise schlagartig nach oben getrieben habe. Brent-Öl sei auf rund 115 Dollar pro Barrel geklettert und liege damit rund 50% über dem Niveau vor Beginn des Konflikts. Für die stark importabhängige Eurozone bedeute das unmittelbaren Inflationsdruck, der der EZB wenig Spielraum lasse. (20.03.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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