EQS-News: AUSTRIACARD HOLDINGS AG
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Die Performance im H2 2025 bestätigt unsere Strategie. Für 2026 strebt die Gruppe innovationsgetriebenes Wachstum an. Digital Technologies, Document Lifecycle Management und Identity Solutions treiben eine deutliche Erholung im H2 an, mit einem angepassten EBITDA von +23% vs. H2 2024
23. März 2026 - AUSTRIACARD HOLDINGS AG (ACAG), ein internationaler Konzern für angewandte Technologien mit Hauptsitz in Wien, gibt seine Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 bekannt. Manolis Kontos, Vorstandsvorsitzender und Group CEO, kommentiert: "Im Jahr 2025 sahen wir uns unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber, haben jedoch konsequent unsere Strategie umgesetzt und wichtige Fortschritte bei der Entwicklung von Lösungen erzielt, die für unser zukünftiges Wachstum entscheidend sind. Das erste Halbjahr war im Vergleich zum Vorjahr schwächer, vor allem aufgrund zyklischer und makroökonomischer Faktoren, die den türkischen Zahlungskartenmarkt beeinflussten. Die starke Performance im zweiten Halbjahr 2025 zeigte jedoch deutlich unsere Widerstandsfähigkeit. Unsere Geschäftsbereiche Document Lifecycle Management und Digital Technologies verzeichneten ein robustes Wachstum und meisterten die Herausforderungen erfolgreich. Infolgedessen stiegen unsere Umsätze im zweiten Halbjahr um 20% und das EBITDA um 69% gegenüber der ersten Jahreshälfte. Unser strategischer Fokus liegt darauf, unsere End-to-End-KI-Lösungen für Kunden weiterzuentwickeln und den Unternehmen vollständige Kontrolle über Daten zu bieten, sei es vor Ort oder in einer hybriden Cloud-Umgebung. Gleichzeitig wollen wir unsere starke Marktposition im Bereich Fintech- und Neobank-Zahlungslösungen halten. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir in technologische Autonomie und Datenschutz investieren und sicherstellen, dass jede von uns durchgeführte Initiative auf einer sicheren und sorgfältig kontrollierten Infrastruktur basiert. Im Jahr 2025 haben wir 5% unseres Umsatzes investiert, wodurch unsere Gesamtinvestitionsausgaben auf € 17 Mio. stiegen - ein Niveau, das wir auch künftig beibehalten wollen. Nachhaltigkeit bleibt oberste Priorität, da die Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen weiter steigt. In diesem Zusammenhang entwerfen wir Produkte, die Sicherheit, Innovation und Umweltverantwortung verbinden. Im Jahr 2026 werden wir weiterhin jene Märkte im Fokus behalten, die im Einklang mit unserer strategischen Vision stehen, um Innovation und Wachstum voranzutreiben und gleichzeitig unsere übergeordneten Initiativen im Bereich künstlicher Intelligenz weiter auszubauen. Dieser Ansatz wird unsere Positionierung als End-to-End-Anbieter von angewandter Technologie festigen und Sicherheit sowie Flexibilität in unserem Leistungsangebot gewährleisten. Wir erwarten ein Umsatzwachstum im hohen, einstelligen Prozentbereich, getragen durch unsere vertraglich gesicherte Auftragspipeline sowie eine Margenverbesserung infolge eines vorteilhaften Produktmixes, insbesondere durch Digital Technologies, Card-as-a-Service (CaaS) und unsere proprietäre KI-basierte GaiaB-Appliance. Darüber hinaus werden auch anorganische Wachstumschancen eine Rolle in unserer Wachstumsstrategie spielen, um unsere Fähigkeiten gezielt zu stärken und unsere Marktpräsenz weiter auszubauen. Unser Anspruch, ein zukunftsorientiertes Unternehmen zu werden, motiviert unsere Organisation, durch digitale Wachstumsinitiativen Vertrauen zu schaffen."
KONZERN GESCHÄFTSVERLAUF HIGHLIGHTS[1]
Konzernumsatzerlöse Konzernumsatzerlöse in Höhe von € 360,2 Mio. - Rückgang um 8% gegenüber FY2024 aufgrund der folgenden wesentlichen Faktoren, die bereits in den Ergebnissen der ersten neun Monate 2025 berücksichtigt wurden:
Nach Eliminierung der negativen Auswirkungen sowohl des türkischen Zahlungskartenmarktes als auch der Metallkartenverkäufe an einen Fintech-Kunden in Europa in 2024 (insgesamt € 48 Mio. Umsatzrückgang auf Konzernebene) stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2025 um 4% gegenüber dem Vorjahr, was einem Zuwachs von € 16,0 Mio. entspricht. Die folgenden Bereiche erzielten im Geschäftsjahr 2025 ein solides Umsatzwachstum und bestätigen damit die bislang erfolgreiche Strategie des Managements: Digital Technologies (+25% gegenüber 2024), unterstützt durch großvolumige Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland (+65% gegenüber 2024), welche sich seit Beginn des dritten Quartals 2025 vollständig in der Umsetzungsphase befinden. Document Lifecycle Management (+4% gegenüber 2024), getrieben durch folgende Bereiche:
Identity Solutions (+67% gegenüber 2024), angetrieben durch den zyklischen Austausch der österreichischen e-card sowie durch Geschäftsentwicklungen in mehreren Ländern des MEA-Segments. Im zweiten Halbjahr 2025 (H2) gelang es dem Konzern, die im ersten Halbjahr 2025 (H1) beobachteten Trends vollständig umzukehren: vom Umsatzrückgang von rund € 32 Mio. bzw. -16% gegenüber dem Vorjahreszeitraum in H1 entwickelte sich das Geschäft in H2 2025 hin zu nahezu unveränderten Umsätzen im Jahresvergleich. Wesentliche Wachstumstreiber im zweiten Halbjahr 2025 waren:
Central Eastern Europe & DACH (CEE) Die Umsatzerlöse des Segments gingen im Geschäftsjahr 2025 um 10% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 auf Document Lifecycle Management war mit Umsatzerlösen von € 89,8 Mio. bzw. 44% der gesamten Segmentumsätze der wichtigste Umsatzträger im CEE Segment. Es folgten die Lösungen im Bereich Identity & Payment Solutions mit Umsätzen von € 79,7 Mio. bzw. 39% der Segmentumsätze. Der Bereich Digital Technologies erzielte Umsätze von Western Europe, Nordics, Americas (WEST) Die Umsatzerlöse des Segments gingen im Geschäftsjahr 2025 um 6% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 auf Der genannte Rückgang wurde jedoch weitgehend kompensiert durch eine starke Geschäftsentwicklung mit Kunden in den USA (€ 6,0Mio. Umsatzbeitrag) und im Vereinigten Königreich (€ 7,2Mio. Umsatzbeitrag), vorwiegend aus dem Fintech-Bereich, unterstützt durch Wachstum in den Bereichen Metallkarten, Personalisierungs- sowie Versanddienstleistungen (Fulfilment). Hervorzuheben ist, dass die Umsätze des Konzerns in den USA um 31% gegenüber 2024 auf € 25,3Mio. stiegen und sich die Metallkartenverkäufe in den USA gegenüber 2024 mehr als verdoppelt haben - ein klarer Beleg für die erfolgreiche Strategie des Konzerns, sich auf die wachstumsstarken Segmente Fintech und Neobanken zu konzentrieren. Identity & Payment Solutions blieben mit Umsatzerlösen von € 93,2 Mio. bzw. 76% der gesamten Segmentumsätze der wichtigste Umsatzträger im WEST Segment. Es folgte der Bereich Document Lifecycle Management mit Umsatzerlösen von € 29,2 Mio. bzw. 24 % der Segmentumsätze, welcher gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ein starkes Wachstum von 43% verzeichnete, getragen vom Versand personalisierter Fintech-bezogener Karten (Fulfilment-Services). Im Jahr 2025 setzte der Konzern seine Expansion im WEST-Segment fort und gewann 117 neue Kunden hinzu. Der Auftragsbestand an geplanten Kunden-Onboardings für Q1 2026 bleibt ebenfalls solide. Darüber hinaus wird im Rahmen der weiteren Expansion des Konzerns in den USA voraussichtlich im dritten Quartal 2026 ein zweites Personalisierungszentrum in Salt Lake City, Utah, den Betrieb aufnehmen und damit die Kapazitäten, Fähigkeiten und Marktdurchdringung weiter ausbauen, um zukünftiges Wachstum zu unterstützen. Insgesamt ist die Strategie des Konzerns für das WEST-Segment auf die Entwicklung modernster Produkte und umfassender Lösungen (z.B. Card-as-a-Service) ausgerichtet, die es uns ermöglichen werden, gezielt in das schnell wachsende Segment der Fintechs/Neobanken sowie bei Tier-2-Banken vorzudringen. Türkiye, Middle East and Africa (MEA) Die Umsatzerlöse des Segments gingen im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 22 % auf € 61,6 Mio. zurück. Diese Entwicklung war maßgeblich durch die Normalisierung des türkischen Zahlungskartenmarktes belastet, die einen negativen Effekt von € 23 Mio. auf die Segmentumsätze hatte. Ursächlich hierfür waren anhaltende makroökonomische Volatilität und Unsicherheit, zyklische Effekte sowie der Abbau hoher Kundenlagerbestände nach mehreren Jahren starken Wachstums. Trotz der genannten Herausforderungen blieb unser solider Marktanteil in der Türkei unverändert. Darüber hinaus konnten wir im zweiten Halbjahr 2025 erste Anzeichen einer moderaten Markterholung beobachten, erkennbar am Anstieg der Personalisierungsumsätze um 26% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Der vorgenannte Umsatzrückgang wurde teilweise durch Umsatzwachstum in den Bereichen Identity Solutions (+128% gegenüber 2024) sowie Document Lifecycle Management (+15% gegenüber 2024) kompensiert. Das Wachstum in diesen Bereichen wurde durch die Lieferung von Identitätskarten in verschiedene Länder des MEA-Segments sowie durch die Produktion und Lieferung hochsicherer Wahlunterlagen für ein ostafrikanisches Land im vierten Quartal 2025 angetrieben. Hervorzuheben ist, dass der Konzern im Jahr 2025 mehrere Bürgeridentitätsprojekte (u.a. Arbeitserlaubniskarten, Führerscheine und nationale ID-Karten) in verschiedenen Ländern des MEA-Segments zugesprochen bekam und zudem hochsichere Dokumentendruckaufträge (nationale Prüfungen und Wahlunterlagen) für afrikanische Märkte durchführte. Darüber hinaus erlangte der Konzern Ende 2025 die Card Chip Profile-Zertifizierung der Saudi Central Bank (SAMA) für das mada-Debitkartensystem - das nationale Zahlungssystem Saudi-Arabiens mit über 35 Millionen im Umlauf befindlichen Karten. Dieser Meilenstein stärkt die Geschäftsstrategie des Konzerns im MEA-Segment und ermöglicht eine Erweiterung der Kundenbasis auf Banken und Finanzinstitute im Königreich Saudi-Arabien (KSA). Identity & Payment Solutions blieben der wichtigste Umsatzträger des Segments (€ 39,2Mio. bzw. 64% des MEA-Segmentumsatzes), gefolgt von Document Lifecycle Management (€ 22,0Mio. bzw. 36%). Insgesamt liegt der strategische Fokus des Konzerns im MEA-Segment darauf, den Ergebnisbeitrag des Segments durch gezielte Initiativen und Chancen im Bereich Document Lifecycle Management zu diversifizieren (z.B. hochsichere, personalisierte nationale Prüfungsunterlagen mit Rückverfolgbarkeitsservices, hochsichere Wahlzettel und Unterstützungsmaterialien für Wahlen) sowie durch ganzheitliche Bürgeridentitätslösungen, die bereits eine wiederkehrende Umsatzbasis schaffen, um den Umsatz- und EBITDA-Beitrag im MEA-Segment weiter auszubauen. Eine ausführliche geografische Segmentanalyse des Konzerns finden Sie in den Anhängen auf den Seiten 16-18 und 25-26.
Identity & Payment Die Umsatzerlöse gingen gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 um 19% auf € 186,0 Mio. zurück. Dies ist in erster Linie auf die Normalisierung des türkischen Zahlungskartenmarktes zurückzuführen (insgesamt € -22 Mio. Auswirkung auf die Konzernumsätze 2025, bedingt durch einen Rückgang der Kartenauslieferungen um 20%) sowie auf den ungünstigen Basiseffekt aus dem Geschäftsjahr 2024 im Zusammenhang mit Metallkartenverkäufen an einen großen Fintech-Kunden in Europa (Auswirung € -26 Mio. auf die Konzernumsätze). Diese beiden Faktoren wurden bereits in den 9M-2025-Ergebnissen kommuniziert.
Nichtsdestotrotz wurde der vorgenannte Umsatzrückgang teilweise durch folgende Faktoren kompensiert:
Document Lifecycle Management Die Umsatzerlöse verzeichneten gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg um 3% auf € 140,0 Mio., hauptsächlich getrieben durch folgende Bereiche:
Digital Technologies Die Umsatzerlöse verzeichneten einen soliden Anstieg von 25% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 auf € 34,1 Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das starke Umsatzwachstum (+65% gegenüber 2024) aus vertraglich vereinbarten, großvolumigen Digitalisierungsprojekten im öffentlichen Sektor in Griechenland zurückzuführen (insgesamt € 18,4 Mio. Umsatz). Bis dato wurden dem Konzern - sowohl direkt als auch indirekt - Digitalisierungsprojekte des griechischen öffentlichen Sektors im Gesamtvolumen von rund € 71 Mio. zugesprochen. Davon wurden kumuliert rund € 35 Mio. (seit 2023 bis Ende Dezember 2025) vereinnahmt bzw. ergebniswirksam erfasst, während der verbleibende Betrag von rund € 36 Mio. ab Q1 2026 ertragswirksam werden wird. Darüber hinaus und auf Grundlage der in den Vorjahren getätigten Investitionen in Forschung und Entwicklung, die auf die Skalierung unseres Angebots an digitalen Dienstleistungen abzielen, erzielten wir zudem deutliche Fortschritte bei der Einführung unserer Card-as-a-Service-Lösung (CaaS) für Challenger-Banken/Fintechs in WEST sowie bei der Sicherung von Dokumentendigitalisierungsprojekten im MEA-Segment. Die Umsätze für die beiden Bereiche haben sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 mehr als verdoppelt, wenn auch von einer sehr niedrigen Ausgangsbasis. Ein wichtiges strategisches Highlight für den Konzern war die im Oktober 2025 bekanntgegebene Zusammenarbeit mit Dell Technologies, einem weltweit führenden Technologieunternehmen, zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung der proprietären GaiaB Appliance. Die GaiaB Appliance ist eine hochentwickelte generative KI-Lösung zur Automatisierung von Geschäftsprozessen und operativen Abläufen, die vorintegriert mit Dell-PowerEdge-Servern ausgeliefert wird und vollständig in On-Premise- bzw. Private-Cloud-Umgebungen betrieben werden kann. Diese Kooperation unterstreicht die strategische Weiterentwicklung des Konzerns hin zu einem großskaligen Anbieter angewandter Technologien und hebt unsere international anerkannte Expertise im Bereich Agentic AI deutlich hervor.
Bruttogewinn I: Der ausgewiesene Rückgang um 2% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ist größtenteils auf den genannten Konzernumsatzrückgang in Höhe von € 32 Mio. zurückzuführen, der die vorteilhaftere Umsatzstruktur mit einem höheren Anteil dienstleistungsbezogener Umsätze ohne verbundene Materialkosten mehr als kompensierte (die Material- und Versandkosten sanken um € 28 Mio. bzw. -13% gegenüber 2024). Die Bruttomarge I ist um mehr als drei Prozentpunkte auf 49,5% gestiegen. Dies ist auf den höheren Anteil margenstarker Dienstleistungen und Lösungen zurückzuführen (z.B. Personalisierungs- und Fulfilment-Services) sowie auf den geringeren Beitrag der Metallkartenverkäufe im Vergleich zu 2024, die relativ höhere Materialkosten verursachen. Hervorzuheben ist, dass alle drei geografischen Segmente eine Ausweitung der Bruttomarge I verzeichneten (MEA: +14 Prozentpunkte, WEST: +4 Prozentpunkte, CEE: +0,4 Prozentpunkte). Eine detaillierte Analyse der geografischen Segmente befindet sich im Anhang auf den Seiten 16-18 und 25-26. Bruttogewinn II: Der gemeldete Rückgang um 8% gegenüber 2024 ist zurückzuführen auf:
Die Bruttomarge II blieb mit 24,1% gegenüber dem Vorjahr unverändert, was den vorteilhaften Umsatzmix mit einem höheren Anteil dienstleistungsbezogener Umsätze und Lösungen widerspiegelt.
Die Konzern-OPEX (ohne Abschreibungen und Wertminderungen) erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 nur geringfügig um 1%. Unser konsequenter Fokus auf die Verbesserung der betrieblichen Effizienz führte zu einer Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten um 5% im Vergleich zu 2024. Besonders deutlich zeigen sich die Effizienzmaßnahmen im CEE-Segment (-10% gegenüber 2024) sowie - in geringerem Ausmaß - in WEST und MEA (in beiden Segmenten nahezu unverändert, trotz stark wachsender Geschäfte). Zudem spiegeln die höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) unsere kontinuierlichen Investitionen in technologische Kompetenzen wider, die das zukünftige Geschäftswachstum unterstützen sollen - insbesondere im Bereich Digital Technologies. Die F&E-Strategie des Konzerns konzentriert sich auf die Beschleunigung von Innovationen in den Bereichen sichere Identifikation, Payment- und digitale Lösungen, die allesamt zentrale Bausteine des technologiegetriebenen Wachstumsmodells des Konzerns darstellen. Ein weiterer bedeutender Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns war die Markteinführung der GaiaB Appliance, die unsere Transformation zu einem großskaligen Anbieter angewandter Technologien zusätzlich unterstreicht.
Angepasstes Konzern-EBITDA: Der ausgewiesene Rückgang um 7% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang in Höhe von € 32 Mio. zurückzuführen, der die erzielten Kosteneinsparungen sowohl bei den Umsatzkosten (€ -24 Mio.) als auch den Verwaltungs- und Vertriebskosten (€ -2 Mio.) mehr als kompensierte. Die angepasste EBITDA-Marge verbesserte sich um rund 0,2 Prozentpunkte auf 14,4% aus, getragen durch einen vorteilhafteren Umsatzmix (höherer Anteil margenstarker Dienstleistungen und Lösungen) sowie durch weiterhin konsequent fortgesetzte Maßnahmen zur Optimierung der Kosten. Angepasstes Konzern-EBIT: Der ausgewiesene Rückgang um 13% gegenüber GJ 2024 spiegelt sowohl den Rückgang des angepassten EBITDA als auch höhere Abschreibungen in Folge der Investitions- und M&A-Aktivitäten der Gruppe im Jahr 2024 wider. Die angepasste-EBIT-Marge verringerte sich um rund 0,6 Prozentpunkte auf 9,1%, belastet durch den Anstieg der Abschreibungen.
Sondereffekte: geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit (a) den Managementbeteiligungsprogrammen (SOP) infolge einer niedrigeren Anzahl anspruchsberechtigter Teilnehmer sowie (b) der Hyperinflation (IAS29). Diese positiven Effekte wurden teilweise durch höhere Fremdwährungsverluste ausgeglichen, insbesondere im Zusammenhang mit der Abwertung des rumänischen RON sowie des US Dollars gegenüber dem Euro.
Konzernergebnis: niedrigere Nettofinanzaufwendungen (-7% gegenüber 2024, exclusive als Sondereffekte erfasste Finanzaufwendungen), bedingt durch gesunkene Basiszinssätze sowie einen geringeren durchschnittlichen Verschuldungsgrad, konnten den zuvor genannten Rückgang des Konzern-EBITs lediglich geringfügig kompensieren. Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Zinsumfelds sanken die durchschnittlichen (gewichteten) Finanzierungskosten der Gruppe auf 5,6% gegenüber 6,1% im Geschäftsjahr 2024. Die effektive Steuerquote des Konzerns basierend auf dem angepassten Ergebnis vor Steuern (exklusive nicht steuerlich abzugsfähiger Aufwendungen für Management-beteiligungsprogramme sowie Bewertungseffekte) lag im Geschäftsjahr 2025 bei 20,9% gegenüber 21,9% im Geschäftsjahr 2024. Dies ist im Wesentlichen auf einen höheren steuerpflichtigen Ergebnisanteil aus Ländern mit niedrigeren Körperschaftsteuersätzen zurückzuführen. Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025: Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 22. Juni 2026 eine Dividendenausschüttung von € 0,10 je Aktie vorschlagen. Der Nachweisstichtag sowie der Zahltag für die vorgeschlagene Dividende sind im Finanzkalender 2026 enthalten, der am 24. Oktober 2025 veröffentlicht wurde.
KONZERN VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2025 auf € 327,8 Mio.
Working Capital: Der Anstieg in Höhe von € 3 Mio.gegenüber 2024 auf € 74.2 Mio. ist vor allem zurückzuführen auf:
Die vorgenannten Effekte überkompensierten die positiven Auswirkungen unserer fortgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Zahlungseingänge von Kunden (Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen) sowie zur Optimierung des Bestandsmanagements (Abbau der Vorräte). Insgesamt ist der Anstieg des Nettoumlaufvermögens in Prozent des Umsatzes - basierend auf den oben genannten Einflussfaktoren - in erster Linie auf den Zeitpunkt der Projektabrechnungen (d.h. erhöhtes im Projektvollzug gebundenes Kapital) sowie auf Umsatzmix-Effekte zurückzuführen und nicht auf eine strukturelle Schwächung des zugrunde liegenden Working-Capital-Managements. Hervorzuheben ist, dass der Konzern bis zur Jahresmitte 2025 die Neuverhandlung seiner vertraglichen Einkaufsverpflichtungen mit den wichtigsten Chip-Lieferanten erfolgreich abschließen konnte, was zu geringeren Abnahmeverpflichtungen sowie zu verbesserten Einkaufspreisen für die Zukunft führte. Die positiven Effekte dieser Maßnahmen - zusammen mit der Umwandlung der Vertragsvermögenswerte in Forderungen und Zahlungseingänge nach Projektabschluss - werden voraussichtlich im Jahr 2026 wirksam werden. Dies wird eine weitere Normalisierung des Working-Capital-Bedarfs ermöglichen und letztlich zu einer verbesserten operativen Cashflow-Generierung führen. Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf € 191,8 Mio. und lagen damit um
Die Nettoverschuldung der Gruppe verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 um € 14,0 Mio. auf Der Verschuldungsgrad der Gruppe (Nettoverschuldung im Verhältnis zum angepassten EBITDA) blieb auf einem gesunden Niveau von 1,6x und verbesserte sich damit leicht gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 (1,7x). Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2025 auf € 135,9 Mio. und erhöhte sich damit um 9% gegenüber dem 31. Dezember 2024. Das im Berichtszeitraum erwirtschaftete Nettoergebnis wurde dabei teilweise kompensiert durch:
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 deutlich auf 41,5% (31. Dezember 2024: 37,6%) und spiegelt damit eine spürbare Verbesserung der Kapitalstruktur und der Bilanzstabilität der Gruppe wider, gestützt durch die erwirtschafteten Gewinnrücklagen und ein diszipliniertes Bilanzmanagement. Diese stärkere Eigenkapitalbasis reduziert das finanzielle Risiko, erhöht die Verlusttragfähigkeit und schafft zusätzliche Flexibilität zur Finanzierung von Wachstum bei gleichzeitig solide gehaltenen Verschuldungskennzahlen.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit führte im Geschäftsjahr 2025 zu einem Nettozufluss von € 39,7 Mio. und erhöhte sich damit um 17% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den deutlich geringeren Aufbau des Working Capitals zurückzuführen. Wie bereits erwähnt (siehe Kommentar zum Nettoumlaufvermögen), wurden unsere fortgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der wesentlichen Bestandteile des operativen Working Capitals (Vorräte und Zahlungseingänge von Kunden) mehr als ausgeglichen durch den deutlichen Anstieg der Vertragsvermögenswerte. Dieser ist auf die laufende Umsetzung der vertraglich vereinbarten Digitalisierungsprojekte des griechischen öffentlichen Sektors zurückzuführen, die erst nach Projektabschluss fakturiert werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies einen Nettoabfluss von € 12,1 Mio. aus und lag damit um 20% unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf M&A-Aktivitäten im Jahr 2024 sowie auf den Verkauf von zwei nicht gewerblich genutzten Immobilien im Rahmen der laufenden Initiativen zur Straffung der operativen Strukturen zurückzuführen, der 2025 einen Mittelzufluss von € 1,8 Mio. generierte. Insgesamt umfassten die wichtigsten Investitionstätigkeiten des Konzerns im Geschäftsjahr 2025 folgende Bereiche:
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Nettoabfluss von € 23,3 Mio. Dieser resultierte im Wesentlichen aus:
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Central Eastern Europe & DACH (CEE)
Western Europe, Nordics, Americas (WEST)
Türkiye / Middle East and Africa (MEA)
Die Pressemitteilung der Finanzergebnisse 2025 ist auf der Webseite des Unternehmens verfügbar: https://www.austriacard.com/investor-relations-ac/financial-reporting-ac/
Telefonkonferenz Finanzergebnisse 2025 Das Management der AUSTRIACARD HOLDINGS AG wird eine Telefonkonferenz und einen Live-Webcast veranstalten, um die Finanzergebnisse des Geschäftsjahres 2025 zu präsentieren.
ÜBER AUSTRIACARD HOLDINGS AG AUSTRIACARD HOLDINGS AG ist ein Unternehmen, das auf mehr als 130 Jahre Erfahrung und Innovation in den Bereichen Informationsmanagement, Druck und Kommunikation zurückgreift, um Kundenerlebnisse zu schaffen, die von Transparenz und Sicherheit geprägt sind. Das Unternehmen bietet ein komplementäres Produkt- und Dienstleistungsportfolio in den Bereichen Zahlungslösungen, Identifikation, Smart Cards, Personalisierung, Digitalisierung und sicheres Datenmanagement. ACAG beschäftigt international 2.400 Mitarbeiter und ist an der Wiener und Athener Börse unter dem Symbol ACAG notiert.
Ansprechpartner: Dimitris Haralabopoulos, Group IR Director E-Mail:investors@austriacard.com Tel (AT): +43 1 61065 357 Tel (GR): +30 210 669 78 60 Website:www.austriacard.com Symbol: ACAG ISIN: AT0000A325L0 Börse(n): Wiener Börse (Prime Market), Athener Börse (Main Market)
ANHANG A. PRIMÄRE FINANZBERICHTE
B. GESCHÄFTSSEGMENTE
[1] Diese Darstellung basiert auf der von der Konzernleitung überwachten Geschäftsentwicklung mit einem separaten Ausweis von Sondereffekten, die u.a. Effekte aus Managementbeteiligungsprogrammen, Fremdwährungen und andere bewertungsbezogene Effekte unterhalb des angepassten Gewinn (Verlust) vor Steuern beinhalten. Ab dem Jahr 2025 enthält die Managementberichterstattung auch Effekte aus der Hyperinflations-bilanzierung in Bezug auf die in der Türkei ansässige Gesellschaft in allen Positionen, sodass die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst wurden. Alle hierin dargestellten Beträge und Prozetsätze sind gerundet; daher können Summen aufgrund von Rundungsdifferenzen geringfügig abweichen. [2] Diese Darstellung basiert auf der von der Konzernleitung überwachten Geschäftsentwicklung mit einem separaten Ausweis von Sondereffekten, die u.a. Effekte aus Managementbeteiligungsprogrammen, Fremdwährungen und andere bewertungsbezogene Effekte unterhalb des angepassten Gewinn (Verlust) vor Steuern beinhalten. Ab dem Jahr 2025 enthält die Managementberichterstattung auch Effekte aus der Hyperinflations-bilanzierung in Bezug auf die in der Türkei ansässige Gesellschaft in allen Positionen, sodass die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst wurden. 23.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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