DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HENKEL - Der Vorstandschef des Persil- und Pril-Herstellers Henkel, Carsten Knobel, hat Preiserhöhungen infolge des Irankriegs in Aussicht gestellt. "Wenn sich unsere Herstellkosten drastisch erhöhen, müssen wir diese Kosten weitergeben", sagte Knobel dem Handelsblatt. "Ich habe aus der Vergangenheit gelernt: Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten." Der Henkel-Zulieferer BASF hat bereits angekündigt, die Preise für einige Chemikalien, wie zur Waschmittelproduktion, um 30 Prozent zu erhöhen. (Handelsblatt)
AUTODOC - Zur Jahresmitte 2025 hatte Autodoc den Börsengang kurz nach der US-Bombardierung des Irans in letzter Minute abgesagt. Jetzt erwägt der Online-Ersatzteilhändler einen neuen Anlauf für die zweite Jahreshälfte und trifft mit dem Iran-Krieg auf eine ähnliche Situation wie im Vorjahr. Das Unternehmen aus Berlin empfiehlt sich Investoren unterdessen mit anhaltend schnellem Wachstum dank steigender Kundenzahlen und mehr Aufträgen, wie aus der am Dienstag vorgelegten Bilanz hervorgeht. (Börsen-Zeitung)
MEYER-WERFT - Die teilverstaatlichte Meyer-Werft in Papenburg verzeichnet weiterhin hohe Verluste. Wie Bild meldet, wird für das Jahr 2025 ein Defizit von 271 Millionen Euro erwartet. Damit werden sich die Verluste aus den vergangenen drei Jahren auf insgesamt 1,1 Milliarden Euro summieren. Bild beruft sich auf informierte Firmenkreise. Damit dürften die 400 Millionen Euro, die Bund und Land Niedersachsen im Jahr 2024 der Werft als staatliche Stützung zahlen, aufgezehrt sein, hieß es. Wie Bild weiter schreibt, weist ein als "vertraulich" eingestuftes Prüfungsdokument vom Februar 2026 darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage der Werft weiterhin angespannt ist. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte auf Bild-Anfrage, Voraussetzung für einen Ausstieg des Bundes sei eine nachhaltige Stabilisierung und Sanierung der Werft. Erst dann könnten entsprechende Schritte geprüft werden. Ein Sprecher der Meyer-Werft erklärte, das Unternehmen liege bei der bis Ende 2028 geplanten Sanierung weiterhin im Plan. Der Finanzierungsbedarf sei durch Eigen- und Fremdmittel gedeckt. (Bild)
KIK - Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter Kik schließt in diesem Jahr Hunderte Filialen. Die Zahl der Geschäfte sinkt nach eigenen Angaben bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, in Deutschland um 135 auf rund 2.200. In Europa sind rund 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden schon geschlossen. "Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität", sagte Geschäftsführer Christian Kümmel. "Die Formel 'Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden' ist nicht 100-prozentig aufgegangen." In einigen Fällen lägen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. "Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück." Alle verbleibenden Standorte seien profitabel. (FAZ)
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March 25, 2026 01:15 ET (05:15 GMT)
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