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Um Halbleiterhersteller AMD ist es zuletzt still geworden. Doch jetzt meldet sich das Unternehmen mit spannenden News und die Aktie mit einem aussichtsreichen Setup zurück.
Halbleiterwert AMD mit relativer Stärke
Obwohl die AMD-Aktie dem Sturm am Gesamtmarkt in den vergangenen Wochen getrotzt und sich vergleichsweise gut behauptet hat, ist sie unter dem Radar vieler Anlegerinnen und Anleger geflogen. Das spiegelt auch das sich normalisierende Interesse gegenüber Halbleiter- und KI-Werten wider. Mit einem Minus von rund 4 Prozent seit dem Jahreswechsel handelt das Papier gegenwärtig unauffällig.
Doch am Mittwoch zeichnet sich neues Kaufinteresse ab. Einem Bericht von Nikkei Asia zufolge erhöhen die CPU-Hersteller AMD und Intel ihre Preise um 10 bis 15 Prozent, da die Angebotskrise bei Speicherchips nun zu einem Flaschenhals auch bei herkömmlichen Prozessoren führt. Das spiegeln auch die verlängerten Wartezeiten von bis zu 6 Monaten (nach zuvor 1 bis 2 Wochen) wieder.
Bereits am vergangenen Donnerstag waren Gerüchte über eine mögliche Preiserhöhung von Intel gegenüber CPU-Kunden aufgekommen, da Auftragsfertiger wie Taiwan Semiconductor am Kapazitätslimit sind und ein immer größerer Teil der Kapazitäten für KI-Chips aufgewendet werden, wodurch es zu Engpässen bei anderen Produkten kommt.

AMD und Intel ziehen an, Aufwärtstrend verteidigt
Schon in der US-Vorbörse verteuerten sich die Anteile von AMD mit einem Plus von etwa 2 Prozent spürbar, während sich die Aktie von Mitbewerber Intel sogar um mehr als 3 Prozent steigern konnte - während AMD mit seinen Prozessoren bereits einen Fuß im KI- und Servermarkt hat, ist Intel noch immer stark vom CPU-Geschäft abhängig.
Nachdem sich die AMD-Aktie schon in den vergangenen Tagen geringfügig steigern konnte, hellt sich das zwischenzeitlich angeschlagene Chartbild weiter auf. Nur wenige Kursgewinne mehr und es könnte sogar zu gleich zwei frischen Kaufsignalen gleichzeitig kommen.

Aktie vor gleich zwei Kaufsignalen - bis zu +20 Prozent möglich
Übergeordnet handelt AMD trotz des Doppel-Tops im Bereich von 260 bis 270 US-Dollar in einem Aufwärtstrend. Dieser konnte nach Kursverlusten im Januar und Februar an der 200-Tage-Linie sowie in der Supportzone zwischen 190 und 200 US-Dollar verteidigt werden, was für die Belastbarkeit dieser Unterstützungen und damit auch für die Nachhaltigkeit des Aufwärtstrends spricht.
Wenngleich sich die Aktie in den vergangenen Wochen vorwiegend seitwärts entwickelte, zogen die technischen Indikatoren RSI und MACD bereits wieder an.
Während der Relative-Stärke-Index deutlich über 50 Punkten notiert und damit Rückenwind signalisiert, liegt der Trendstärkeindikator MACD zwar noch unter der Nulllinie, was eigentlich einen intakten Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Er ist aber nur wenig vom Vorzeichenwechsel entfernt und könnte damit schon in Kürze einen neuen (kurzfristigen) Aufwärtstrend der Aktie anzeigen, was ein erstes Kaufsignal darstellen würde.
Für das zweite Kaufsignal könnte der Sprung über die 50-Tage-Linie bei rund 215 US-Dollar liefern. Wird diese überwunden, wäre der Weg in Richtung der bisherigen 52-Wochen-Hochs wieder frei. Hier liegt also ein mittelfristiges Kurspotenzial von rund 20 Prozent vor.
Nachhaltig eintrüben würde sich die charttechnische Ausgangslage dagegen erst für Kurse unterhalb von 185 US-Dollar. In diesem Fall könnte AMD vor einer Korrektur bis in den Bereich der Horizontalunterstützung bei 150 US-Dollar stehen.
Fazit: Starkes Setup, aber mit Ausführungsrisiken
Während die Zeichen charttechnisch immer stärker auf "Kaufen" stehen, ist die Unternehmensbewertung nach wie vor ambitioniert und empfindlich gegenüber Rückschlägen. Das KGVe 2026 liegt bei knapp 31 - bei einem jedoch äußerst attraktiven Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,73.
Solange AMD den Wachstumserwartungen der Analystinnen und Analysten gerecht werden kann, liegen auch von fundamentaler Seite aus Gründen für einen weiter steigenden Aktienkurs vor. Um die beiden unmittelbar bevorstehenden Kaufsignale zu aktivieren, könnte AMD kurzfristig jedoch auch auf die Unterstützung eines sich erholenden Gesamtmarktumfeldes angewiesen sein.
Gastautor: Max Gross
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