- Bei einer Wahlbeteiligung von 95,38 stimmen die Gewerkschaftsmitglieder mit einer überwältigenden Mehrheit von 95,52 für einen Streik und überwinden damit die letzte rechtliche Hürde nach dem Scheitern der Schlichtung.
- Die Gewerkschaft betont, dass es sich hierbei um einen Kampf gegen strukturelle Probleme in der Unternehmensführung handelt, und verweist auf ungeklärte Vorwürfe wegen unlauterer Arbeitspraktiken sowie ESG-Compliance-Risiken.
- Das Management hielt an einer konzernweiten Lohnrichtlinie fest, anstatt auf Basis der eigenen Performance von Samsung Biologics zu verhandeln, was einen Mangel an eigenständiger Verhandlungsmacht offenlegt.
Die Samsung Biologics Labor Union (Präsident: Jaesung Park), die ungefähr 75 der gesamten Belegschaft repräsentiert, hat heute bekannt gegeben, dass ihre Mitglieder mit überwältigender Mehrheit für einen Streik gestimmt haben. Bei einer Wahlbeteiligung von 95,38 stimmten 95,52 der Mitglieder während des Abstimmungszeitraums vom 24. bis 29. März dafür. Nach der Entscheidung der Incheon Regional Labor Relations Commission, das Schlichtungsverfahren einzustellen, verfügt die Gewerkschaft nun über das rechtliche Mandat für einen Streik.
Die Gewerkschaft wies darauf hin, dass es sich bei dem Streik nicht lediglich um einen Lohnkonflikt handelt. Vielmehr ist er auf schwere strukturelle Bedenken im Zusammenhang mit dem ESG-Management des Unternehmens, mangelnder operativer Autonomie sowie einer passiven Haltung in den Arbeitsbeziehungen zurückzuführen.
In erster Linie hob die Gewerkschaft ungelöste Fragen der Unternehmensführung hervor, wie etwa Vorwürfe unfairer Arbeitspraktiken sowie der unbefugten Nutzung personenbezogener Daten von Mitarbeitenden, über die im November 2025 ausführlich vom südkoreanischen Hauptsender MBC berichtet wurde. Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass die Krise auf das Versäumnis des Managements zurückgeht, sich mit Risiken auseinanderzusetzen, die früher hätten entschärft werden können, und betrachtet dies als erhebliches Compliance-Risiko.
Darüber hinaus bot das Management Lohnkonditionen an, die unter denen des Vorjahres lagen, obwohl der operative Gewinn von Samsung Biologics 56,6 höher als im Vorjahr war. Die Gewerkschaft argumentiert, dass dies einen Mangel an unabhängiger Verhandlungskompetenz offenlegt, da sich das Management starr an die vom Mutterkonzern Samsung Electronics vorgegebene konzernweite Lohnleitlinie von 4,1 hielt und dabei die eigenen Rekordgewinne des Unternehmens außer Acht ließ.
"Ein Streik ist ein verfassungsrechtlich geschütztes und notwendiges Mittel, um das Management an den Verhandlungstisch zu bringen", sagte Jaesung Park, Präsident der Samsung Biologics Labor Union. "In der globalen Branche für Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) bedrohen ungelöste Arbeitskonflikte und Compliance-Probleme unmittelbar die Lieferkette unserer internationalen Kunden. Letztlich zielt unser Streik darauf ab, diese Defizite in der Unternehmensführung zu beheben und ein transparenteres sowie verantwortungsvolleres Unternehmensumfeld zu fördern."
Als mehrheitliche Arbeitnehmervertretung erklärte die Gewerkschaft, dass sie sofern das Management keinen glaubwürdigen und eigenständigen Vorschlag vorlegt stufenweise Streikmaßnahmen einleiten werde. Diese beginnen mit einer Präsenz-Kundgebung am 22. April und könnten möglicherweise zu einem Generalstreik am 1. Mai führen.
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