30.03.2026 - Exchange Traded Funds (ETFs) und andere Indexfonds haben den Zugang zur Börse für Privatanleger deutlich verbessert: Man bekommt mit einem einzigen Investment eine breite Streuung über viele Aktien oder Anleihen, zahlt in der Regel sehr niedrige Gebühren und kann per Sparplan automatisiert investieren. Über Jahre hinweg sind deshalb weltweit Monat für Monat beträchtliche Beträge in ETFs geflossen, sodass die Branche mittlerweile Dutzende Monate bzw. Jahre in Folge Nettomittelzuflüsse verzeichnet. Gleichzeitig zeigen sowohl unsere internen Analysen als auch neuere Forschungsarbeiten, dass dieser Erfolg von passiven Produkten eine Reihe von Nebenwirkungen für Marktstruktur und Kursverhalten mit sich bringt, die nichts mit Unternehmensgewinnen oder der Konjunktur zu tun haben, sondern vor allem mit den "mechanischen" Geldströmen in und aus Indexprodukten. Die beigefügte Publikation gibt einen detaillierten Überblick über diese marktstrukturellen Besonderheiten und zeigt auf, wie die "mechanischen" und bewertungsunabhängigen Geldströme, insbesondere aus automatisierten Sparplänen, zu neuen Marktphänomenen führen. Themen sind u.a.: nicht-fundamentale Kapitalflüsse, V-förmige Markterholungen, strukturelle Marktveränderungen und die Rolle von Target-Date-Fonds. Die Publikation bietet eine Perspektive darauf, wie der wachsende Anteil passiver Strategien die Finanzmärkte zunehmend fragiler macht und welche Risiken entstehen könnten, sollte sich der jahrzehntelange Trend der Kapitalzuflüsse umkehren.
