27.03.2026 -
Der Euro hat bis dato kein sonderlich gutes Jahr aufs Parkett gelegt - zumindest, wenn man die Wertentwicklung von EUR/USD als Bemessungsgrundlage heranzieht. Wie es um den Zustand der Gemeinschaftswährung bestellt ist, lässt sich allerdings viel besser einordnen, wenn man die Performance seit Jahresbeginn gegen eine Vielzahl von Währungen betrachtet. Die unterschiedliche Entwicklung der Währungen gegenüber dem Euro seit Jahresbeginn lässt sich im Wesentlichen durch drei Faktoren erklären: Zinsdifferenzen, Rohstoffabhängigkeit und geopolitische bzw. strukturelle Risiken, wobei der Iran-Konflikt bei allen drei Aspekten einen entscheidenden Einfluss hatte.

Auf der starken Seite stehen der australische Dollar (AUD), der brasilianische Real (BRL) und die norwegische Krone (NOK). Alle drei profitieren stark von ihrer Rolle als rohstoffnahe Währungen. Australien ist ein bedeutender Exporteur von Eisenerz und anderen Industriemetallen, Brasilien von Agrarrohstoffen und Energie, Norwegen vor allem von Öl und Gas. In einem Umfeld stabiler oder gestiegener Rohstoffpreise verbessert sich ihre Handelsbilanz, was die Nachfrage nach den jeweiligen Währungen erhöht. Zusätzlich wirken attraktive Zinsen unterstützend: Australien aber vor allem Brasilien bieten höhere Renditen als die Eurozone, was Kapitalzuflüsse begünstigt. Bei Norwegen spielt zudem eine solide fiskalische Lage eine stabilisierende Rolle.
Demgegenüber stehen die schwächeren Währungen: indische Rupie (INR), südkoreanischer Won (KRW) und russischer Rubel (RUB). Indien leidet strukturell unter einem Leistungsbilanzdefizit und ist stark von Energieimporten abhängig. Steigende Ölpreise belasten daher die Währung. Der koreanische Won reagiert sensibel auf die globale Konjunktur und insbesondere auf die Nachfrage nach Halbleitern. Eine schwächere Tech-Nachfrage sowie globale Unsicherheiten drücken auf den KRW.
Der russische Rubel hat vor allem im März 2026 trotz steigender Ölpreise gegenüber dem Euro an Wert verloren. Dies ist primär auf eine Entkopplung des Rubelkurses von den Ölpreisen zurückzuführen, die durch neue Sanktionen, den Stopp von Devisenverkäufen durch die Zentralbank und ein wachsendes Haushaltsdefizit verursacht wurde. Mit Blick nach vorne rechnen wir vor allem mit einer Fortsetzung der starken Wertentwicklung von Emerging-Markets-Währungen gegenüber dem Euro. Drei Gründe sprechen aus unserer Sicht für dieses Segment. Erstens gibt es nach wie vor einen soliden Carry-Vorteil. Zweitens haben die Emerging-Markets-Währungen im März gezeigt, dass sie auch in stürmischen Zeiten - anders als früher - nicht unter die Räder geraten und drittens kann nach Jahren starker Kapitalzuflüsse in US-Anlagen bereits eine moderate Diversifizierung in Richtung Schwellenländer einen bedeutenden Einfluss auf den Markt haben.
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