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Hoerner Bank: "Von klarer Sicht keine Spur"

10.04.2026 -

Nach einem zunächst freundlichen Jahresauftakt gerieten die internationalen Kapitalmärkte im Verlauf des ersten Quartal 2026 zunehmend unter Druck. Auslöser war insbesondere die Eskalation im Nahen Osten infolge des Kriegsbeginns gegen den Iran Ende Februar. Der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise löste Sorgen vor einem spürbaren Inflationsimpuls und einer konjunkturellen Abschwächung aus. Parallel dazu blieb das wirtschaftliche Umfeld in Europa fragil; die Wachstumserwartungen für Deutschland wurden zuletzt deutlich nach unten angepasst.

Der Aktienmarkt entwickelte sich im Quartalsverlauf entsprechend schwächer als noch zu Jahresbeginn erwartet. In den USA verzeichnete der S&P500 bis Ende März einen Rückgang auf ca. 6.528 Punkte und lag damit ca. 4,6% unter dem Jahresanfangsniveau. Auch in Europa dominierten die Belastungsfaktoren: Der EuroStoxx 50 steuerte auf den ersten Quartalsverlust seit fünf Quartalen zu und verlor im März allein ca. 7%. Der DAX zeigte sich im relativen Vergleich zunächst robuster, korrigierte jedoch nach seinem Jahreshoch im Januar ebenfalls deutlich und notierte zum Quartalsende klar unter diesem Niveau.

Am Rentenmarkt nahm die Volatilität deutlich zu. Der starke Anstieg von Öl- und Gaspreisen führte weltweit zu höheren Inflationserwartungen und ließ insbesondere die Renditen länger laufender Staatsanleihen deutlich steigen. In den USA erhöhte sich die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen im März um nahezu 40 Basispunkte. Auch in Europa gerieten Staatsanleihen stark unter Druck. Die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen wich einer deutlich vorsichtigeren Einschätzung, nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines erneuten Anstiegs der Inflationsrate in Deutschland auf 2,7% im März.

An den Devisenmärkten gewann der US-Dollar im Quartalsverlauf deutlich an Stärke. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Risiken, steigenden Energiepreisen und zunehmenden Rezessionssorgen wurde er seiner Rolle als "sicherer Hafen" gerecht. Der Euro geriet entsprechend unter Abwertungsdruck, nachdem die Gemeinschaftswährung im Vorjahr noch deutlich fester tendiert hatte. Für international diversifizierte Euro-Anleger wirkte die Dollarstärke stabilisierend auf US-Investments.

Der Goldpreis konnte seine Funktion als Absicherungsinstrument in diesem Umfeld grundsätzlich behaupten, wenngleich die teils ausgeprägten Kursschwankungen verdeutlichen, dass auch klassische Sicherheitsanlagen im Zuge eines Energie- und Inflationsschocks zwischenzeitlichen Belastungen unterliegen können.

Insgesamt war das erste Quartal 2026 damit von einer deutlichen Verschlechterung des Marktumfelds geprägt: Aktien und Anleihen standen gleichzeitig unter Druck, während Energiepreise, Währungsbewegungen und geopolitische Entwicklungen die Marktdynamik maßgeblich bestimmten.

Der in den Hoerner Bank Strategien verfolgte antizyklische Investmentansatz signalisierte am Jahresanfang, ein anspruchsvolles Bewertungsniveau an den Aktienmärkten bei gleichzeitig ungewöhnlich niedriger Volatilität sowie engen Risikoaufschlägen im BBB-Unternehmensanleihensegment. Aufgrund dessen wurde in der langfristig- und chancenorientierteren Strategie Hoerner Bank Rendite Global Plus Ende Januar die Aktienquote um ca. 5% auf 60% reduziert und entsprechend Gewinne realisiert.

Die freigewordene und vorhandene Liquidität wurde gezielt in qualitativ hochwertige, liquide Zinspapiere mit kurzer Duration allokiert. Zusätzlich wurden marktneutrale Strategien im Portfolio weiter ausgebaut. Diese liquiden Segmente dienen bewusst als taktische Reserve, um bei entsprechenden Opportunitäten flexibel in renditestärkere Anlageklassen umschichten zu können.

Zu ertragssteigernden Zwecken wurde die stark angestiegene Volatilität an den Aktienmärkten aktiv genutzt, um über Stillhalterstrategien zusätzliche Erträge in Form von Optionsprämien zu generieren.

In einer Welt voller Unsicherheiten bleibt die breite Diversifikation über Anlageklassen, Regionen und Anlagestile hinweg der zentrale Baustein zur Stabilisierung von Portfolios und zur Partizipation an globalen Ertragsquellen. Diesen Ansatz setzten wir in unseren Strategien weiterhin diszipliniert und mit klarem Fokus auf Risiko- und Ertragschancen um.

© 2026 Asset Standard
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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.