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Dr. Oliver Stolte (Alpine Trust): Newsletter - April 2026

April 2026 -

Performances

Die offensive Aufstellung des Alpine Multiple Opportunities Fund führte in den vergangenen vier Wochen zu einem leichten Zuwachs von +0,2%. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 beträgt die Wertentwicklung -1,0%.

Status Quo

Nach der Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolas Manduro anfangs Januar und der überraschenden Ernennung von Kevin Warsh als FED-Präsident ab Mai 2026, sorgte US-Präsident Trump zum Anfang des März für den dritten Paukenschlag im Jahr 2026: Der Kriegsangriff der USA und Israel auf den Iran und den Libanon.

Der Krieg führt seitdem zu einem recht volatilen Auf und Ab an den Weltbörsen. Zwischen Kriegsende, Waffenruhe, neuen Bombardements und beiderseits wüsten Drohungen schwankt der Ölpreis intensiv. Dies führt zu spiegelbildlichen Aktienkursbewegungen. Wobei auf Monatsbilanz die Aktienkurse sogar schon wieder leicht im Plus notieren.

Die Edelmetalle konnten mit Verlusten um die -6% in den vergangenen vier Wochen als safe-haven nicht dienen, da sie derzeit primär als kurzfristiger Cash-Ersatz genutzt werden.

Der US-$ notierte sehr stark, exakt bis an seine untere Spanne bei 1,1410 US-$/€ und notierte hiernach wieder bis über 1,17 US-$/€.

Outlook

Ein weiterer Konflikt im Nahen Osten, der die Ölpreise kurzfristig beeinflusst, ist entstanden. Mit dem jüngst vereinbarten Waffenstillstand wird auch dieser Konflikt zeitig in den Hintergrund treten und den Weg frei machen für höhere Aktienkurse im laufenden Jahr - und sicherlich auch in den Jahren 2027 und 2028.

Wir erwarten eine Stabilisierung der Aktienmärkte in den nächsten Tagen und Wochen. Wir befinden uns unverändert in einer überlangen Welle 3, die im Oktober 2022 startete. Inwieweit eine Welle 4 bei diesen politischen Rahmenbedingungen überhaupt noch entstehen wird, oder am Ende es dann eine überlangen Welle 3 bis in die Jahre 2027/28 geben wird (die dann direkt in eine fünf-wellige Abwärtskorrektur führt), vermögen wir aktuell nicht zu sagen. Wir halten dies aber als Plan B für nicht unwahrscheinlich.

Entsprechend haben wir unsere starke Übergewichtung in US-Technologie, gefolgt von China/Asien und einer stark untergewichteten Position Europa unverändert belassen.

Inwieweit die Edelmetalle - und vor allem Silber - wieder in normalere Verhältnisse hinsichtlich Volatilität und grundsätzlicher Wertentwicklung kommen bleibt fraglich. Nach dem zuletzt exponentiellen Anstieg und dann drastischen Abschlag ist die Anlage als safe-haven weiterhin nicht mehr geeignet.

Mit dem Abprallen an der 1,1410 nach oben im März sowie dem Ausbruch über die 1,19 bis auf 1,2076 US-$/€ im Januar ist der grundsätzliche Weg des US-$/€-Paares klar: Das Fenster 1,2345-1,2556 US-$/€ ist das nächste Ziel und wir hoffen, dass es nun zügig erreicht wird.

Wir hatten bei 1,16 US-$/€ - wo möglich - die gehaltenen US-Aktienpositionen durch Euro-hedged Strategien währungsgesichert. Seitdem partizipieren wir in unseren Mandaten ausschließlich an der Entwicklung der Aktienkurse - jedoch ohne Währungseinflüsse.

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass das oben genannten Fenster im 2Q26 erreicht wird, wenn der neue FED-Präsident die Zinsen doch unmittelbar nach seiner Amtsübernahme drastischer senken wird, als jüngst nur noch vermutet. Hiernach sollte der US-$ wieder deutlich fester werden. Etwaig wird dann ein Auflösen der Währungsabsicherung sinnvoll, um an einem wieder festeren US-$ zu partizipieren.

© 2026 Asset Standard
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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