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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/DAX weiter seitwärts - Alstom brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX weiter seitwärts - Alstom brechen ein

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der DAX legt um 0,2 Prozent auf 24.200 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 0,2 Prozent auf 5.942 Punkte. Damit hält die Seitwärtsbewegung weiter an. Die Rekordlaune an der Wall Street schwappt nicht auf Europa über, dort notierten der breite S&P-500 wie der Nasdaq-Composite zuletzt auf Rekordhochs. Stützend wirkt sich die anhaltende Ruhe im Nahost-Konflikt aus.

Nach Aussage von US-Präsident Donald Trump könnten die USA an diesem Wochenende weitere Gespräche mit dem Iran führen. "Vielleicht am Wochenende", sagte er vor Reportern auf die Frage nach potenziellen Verhandlungen. "Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu machen", fügte Trump hinzu. Zudem hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einem zehntägigen Waffenstillstand mit dem Libanon zugestimmt, um Friedensgespräche zu ermöglichen.

Die extrem verhaltenen Kursbewegungen in Europa erklären Händler mit Zweifeln an der angeblichen Fortschritten bei Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran. "Es gibt nur Behauptungen dazu von Trump", sagt ein Händler. Auch UBS-Chef-Volkswirt Paul Donovan hebt das hervor: Trump behaupte, ein Friedens-Deal sähe "sehr gut" aus und der Iran stimme US-Bedingungen zu, ohne dafür irgendwelche Beweise zu liefern. "Die Märkte sind unwillig, solche Behauptungen einzupreisen, angesichts der Abwesenheit von Bestätigungen durch andere Quellen", so Donovan.

Weniger US-Zinssenkungen wegen Inflation

Die US-Regierung fordert seit Monaten Zinssenkungen von der US-Notenbank. In dieser Woche sagten zwei Personen mit engen Verbindungen zum Weißen Haus, dass ein Abwarten durchaus sinnvoll sei. Fed-Gouverneur Stephen Miran erklärte auf einem Wirtschaftsforum, er überdenke seine Zinssenkungsprognose für das Jahr. Er reduziere seine Prognose von vier auf möglicherweise drei Senkungen. Zudem räumte er ein, dass die Inflationslage schon vor Beginn des Krieges mit dem Iran komplizierter geworden sei.

Zuvor war auch US-Finanzminister Scott Bessent leicht von seiner Haltung zur Geldpolitik abgerückt. Zinssenkungen sollten letztendlich kommen, sagte Bessent. Ein Abwarten auf Klarheit in der Iran-Situation sei jedoch sinnvoll. Er deutete auch an, dass der Markt auf Kevin Warsh für den nächsten Zinszyklus warten könnte. Bei den 10-jährigen US-Renditen ging es bis auf 4,32 Prozent nach oben.

Keine großen Auswirkungen auf die Kursentwicklung am Freitag erwarten Händler vom Kleinen Verfalltag der April-Optionen an der Eurex. Am Berichtstag schüttet Mercedes-Benz eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro je Aktie an die Aktionäre aus.

Berichtssaison liefert Impulse

In Paris verliert die Aktie von Alstom 27,2 Prozent. Die Franzosen hatten am Vorabend einen enttäuschenden Ausblick abgeliefert. Die Analysten der Deutschen Bank reduzierten darauf das Kursziel auf 23 nach 31 Euro und senkten die Aktien auf "Hold" von "Buy". Alstom hat praktisch alle Prognosen wie zu Margen und Cashflow unter die bisher kursierenden Zahlen gesenkt. Dies teste die Geduld der Investoren, unterstrichen die Deutsche Bank-Analysten.

Für die Aktie von Delivery Hero geht es um 2,7 Prozent nach oben. Hier hat Delivery-Hero-Großaktionär Prosus seinen Anteil an dem Lieferkonzern um 4,5 Prozent reduziert und diesen an den US-Technologiekonzern Uber verkauft. Damit erfüllt Prosus einen Teil der Zusagen gegenüber der EU vergangenes Jahr im Zuge des Erwerbs von Just Eat Takeaway.com.

Drägerwerk sind nach den guten Zahlen zum ersten Quartal etwas leichter in den Handel gestartet und verlieren 0,8 Prozent. Der scharfe Erholungstrend der Aktie seit vergangenem Jahr dürfte jedoch weiterlaufen, die Erholung werde mit solchen Zahlen auch fundamental gerechtfertigt. Die EBIT-Marge habe sich auf 2,4 Prozent verbessert, der Umsatz legte um 3,5 Prozent zu und das Plus in den Auftragseingängen deute einen weiteren Anstieg an, heißt es.

Als unter den Erwartungen werden die Zahlen von Ericsson im Handel aufgenommen. Insgesamt seien die Daten des schwedischen Netzwerkausrüsters in Ordnung, jedoch sei das Geschäft in Nordamerika unter Erwartung verlaufen und die Kosten für den Chip-Einkauf kräftig gestiegen. Die Aktie notiert 1,9 Prozent im Minus.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.942,29  +0,2    9,01    5.933,28      2,6 
Stoxx-50    5.102,97  +0,1    7,16    5.095,81      3,8 
DAX      24.200,13  +0,2   45,66    24.154,47      -1,2 
MDAX      31.006,28  +0,2   67,93    27.039,42      1,3 
TecDAX     3.676,71  +0,7   23,65    3.091,28      1,5 
SDAX      18.075,36  +0,5   97,09    13.062,07      5,2 
CAC       8.288,25  +0,3   25,55    8.262,70      1,7 
SMI      13.217,95  +0,3   44,78    13.173,17      -0,4 
ATX       5.870,48  +0,1    5,01    5.865,47      10,2 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:40 Uhr 
EUR/USD      1,1776  -0,0  -0,0005     1,1781     1,1775 
EUR/JPY      187,69  +0,1   0,2100     187,48    187,4300 
EUR/CHF      0,9226  -0,0  -0,0004     0,9230     0,9228 
EUR/GBP      0,8711  +0,0   0,0003     0,8708     0,8702 
USD/JPY      159,35  +0,1   0,1700     159,18    159,1600 
GBP/USD      1,3515  -0,1  -0,0009     1,3524     1,3526 
USD/CNY      6,8296  +0,1   0,0088     6,8208     6,8208 
USD/CNH      6,8286  +0,1   0,0076     6,8210     6,8227 
AUS/USD      0,7163  +0,0   0,0003      0,716     0,7161 
Bitcoin/USD  74.971,90  -0,4  -264,52    75.236,42   74.423,60 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     93,81  -0,9   -0,88      94,69 
Brent/ICE     98,55  -0,9   -0,84      99,39 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.784,52  -0,1   -3,26    4.787,78 
Silber       78,73  +0,4    0,32      78,41 
Platin     2.078,85  -0,3   -7,06    2.085,91 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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April 17, 2026 03:56 ET (07:56 GMT)

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