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Felix Herrmann (ARAMEA): ARAMEA Quarterly "Q" 02/2026: "It takes two to TACO"

01.04.2026 -

Es ist ziemlich offensichtlich, dass sich Donald Trump mit dem Angriff auf den Iran verzockt hat. Den Zeitpunkt, sich gesichtswahrend aus dem Konflikt zurückzuziehen, haben die USA schon lange verpasst. Da der Gegenwind aus dem eigenen Lager immer größer wird, Trumps Zustimmungswerte bröckeln und mit den "Midterms" im November eine für die MAGA-Bewegung wichtige Wahl ansteht, möchte er den Konflikt lieber heute als morgen hinter sich lassen. Einen Krieg starten kann eine Nation alleine - zur Beendigung braucht es aber nun einmal mindestens zwei Parteien. Die iranischen Revolutionsgarden, die die Führung im Iran übernommen haben und die in Bezug auf den US-Angriff extrem gut vorbereitet wirken, wissen, dass die USA aus der Luft nicht in der Lage sein werden, ihre Angriffskapazität zu 100% auszulöschen. Wenige Prozent reichen jedoch aus, um die Gefahr für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz ausreichend hochzuhalten, sodass der Verkehr zum Erliegen kommt (während es der Iran hinbekommt, seine Öltanker die Meerenge passieren zu lassen). Dass der Iran es mit der Schließung der Straße von Hormuz geschafft hat, den Konflikt zu globalisieren und die Tatsache, dass Trump die Beteiligung der USA am Konflikt für alle erkennbar schnell beenden möchte, gibt dem iranischen Regime im Moment die Oberhand in einem Konflikt, dessen Ausgang Stand heute sehr schwer zu prognostizieren ist.

Auch wenn die These etwas gewagt klingen mag: Aus unserer Sicht spricht mehr dafür, dass der Konflikt schneller als langsamer beendet ist. Zumindest was die Beteiligung der USA angeht. Entweder erleben wir eine rasche Eskalation bzw. Zuspitzung - bspw. den Einsatz von Bodentruppen, die das angereicherte Uran des Iran zerstören - oder aber etwas, was Trump als Deal verkauft, um eine Rechtfertigung für den Rückzug zu haben. In beiden Fällen dürfte der Konflikt zwar keinesfalls in Gänze beendet aber doch in wenigen Wochen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Marktes verschwunden sein.

Die Frage, ob die Aktienmärkte zu sorglos sind, sollte dann auch bald beantwortet sein. Der MSCI World hat durch den Iran-Krieg lediglich einen Drawdown von rund 9,5% erlebt. Das mag zu wenig sein, wenn der Konflikt die Energiemärkte doch längerfristig in Schieflage bringen sollte. Insbesondere, wenn aus Inflations- größere Wachstumssorgen werden. Aber nur so viel: Die Prognosefähigkeit des Marktes sollte nicht unterschätzt werden. Ich denke (es ist auch etwas Hoffnung dabei - zugegeben!), wir werden uns bald wieder stärker über die positiven Auswirkungen des KI-Trends unterhalten, als dass wir die Schiffe zählen, die die Straße von Hormuz passieren.

Klicken Sie hier und lesen Sie den vollständigen Beitrag von Felix Herrmann.

© 2026 Asset Standard
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

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