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Claus Walter (Freiburger Vermögensmanagement): Teures Timing - Besser nicht auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten

April 2026 - Geld in diesen schwierigen Zeiten in Aktien anlegen, das ist sicher falsch, oder? Die Antwort wird viele überraschen: Wahrscheinlich ist es sogar die beste Option und langfristig weniger riskant als Abwarten.

Günstig einkaufen, teuer verkaufen - so simpel ist im Prinzip die Erfolgsformel an der Börse. Aber sind Aktien momentan teuer oder günstig? Ist das Umfeld von gestörten Handelsströmen, immer neuen sicherheitspolitischen Trump-Überraschungen und gerade so richtig anziehenden Preisen an Tankstelle und Supermarkt nicht genau der falsche Moment, um an der Börse einzusteigen? Ganz abgesehen von ganz grundsätzlichen Fragen wie den Zweifeln am Geldsystem vor dem Hintergrund ausufernder Staatsverschuldungen oder einem möglichen Aktiencrash durch eventuell platzende KI-Monetarisierungsträume? Ohne Frage befinden wir uns in herausfordernden Zeiten und erleben gerade geopolitisch und technologisch eine aufregende Phase des Wandels - inklusive des Risikos für schwankende Kurse an den Märkten. Aber so verständlich die Frage ist, ob nun der richtige Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg ist, ist dies eigentlich die falsche Frage. Denn sie lässt sich nur im Nachhinein sicher beantworten und niemand - auch kein noch so erfahrener Anlageprofi - hat eine Glaskugel, mit der sich die Kursentwicklung vorhersagen lässt. Aber wir wissen aus der Erfahrung, dass das Timing eher eine Nebenrolle spielt, wenn es eine breit aufgestellte Anlagestrategie gibt und der Investmenthorizont ausreichend bemessen ist. Dagegen lässt sich sicher berechnen, wie viel Kaufkraft Vermögen in Inflationszeiten verliert, wenn es aus Sicherheitsgründen unverzinst auf dem Girokonto liegt. Und wir reden hier nicht von Peanuts: Liegt die Geldentwertung nahe des Stabilitätsziels der EZB bei 2 Prozent, können für einen Euro in 20 Jahren nur noch Waren und Dienstleistungen im heutigen Wert von 67 Cent gekauft werden, bei 4 Prozent Inflation wären es 46 Cent. Anders ausgedrückt entspricht das einem Kaufkraftverlust von mehr als 30 beziehungsweise über 50 Prozent. Langfristig ist es das größte Risiko, nicht zu investieren.

Kursschwankungen? Auf Dauer eher unwichtig.Aber Aktien sind doch riskant? Das stimmt, und theoretisch kann jeder Einzelwert einen Totalverlust einbringen. Wer sich aber breit aufstellt, nicht nur auf Papiere eines Unternehmens setzt und vor allem eine langfristige Strategie hat, macht einen kompletten Investmentmisserfolg sehr unwahrscheinlich. Denn ein Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt: Selbst wirklich schwierige Phasen wie Kriege, die Zweifel am Finanzsystem nach der Lehman-Pleite oder die Coronapandemie zwangen die Märkte nicht dauerhaft in die Knie. Ja, es ging zum Teil kräftig nach unten. Wer aber genug Zeit mitbrachte, erreichte oft schon nach wenigen Monaten oder im schlimmsten Fall nach einigen Jahren wieder das ursprüngliche Kursniveau. Beispielhaft zeigen das auch die Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts, das sich den Verlauf des heimischen Standardwerteindex DAX angesehen hat: In den vergangenen 50 Jahren gab es hier so manche Schwankung, und wer zum denkbar schlechtesten Jahreswechsel einstieg, musste ein Minus von bis zu fast 44 Prozent in den ersten zwölf Monaten aushalten. Wer allerdings die Zeit mitbrachte, die Entwicklung der nächsten zwei Jahrzehnte mitzunehmen, konnte sich selbst im ungünstigsten Fall am Ende über eine Jahresrendite von 3,3 Prozent freuen. Der Durchschnitt landete bei über 8,4 Prozent plus per annum. Es gibt nicht viele Börsenweisheiten, die mehr Wahrheit enthalten als der Spruch: "Time in the market beats timing the market."

Staffelstart statt Timing-PanneDenn trotz aller Hochs und Tiefs an den Börsen, war es bisher langfristig fast immer erfolgreicher, investiert zu sein, als auf den richtigen Moment zu warten. Oder anders formuliert: Wer bei der Geldanlage immer nur an der Seitenlinie steht, schießt sicher keine Tore. Das heißt nicht, dass das momentane Umfeld gar keine Rolle spielt. Um ein ungünstigstes Timing zu vermeiden, kann ein Investment zum Beispiel in Tranchen geteilt und dann zeitlich gestaffelt umgesetzt werden. Es kann im Einzelfall auch sinnvoll sein, etwa Entwicklungen in einer Branche oder einer Region zu beobachten, abzuwarten oder auch mal bewusst aus manchen Bereichen rechtzeitig auszusteigen. Aber eines ist sehr sicher: Wer aus Angst vor KI-Blase, Ölpreisschock, Staatsverschuldung und Co. Geld auf dem Girokonto anhäuft und nichts damit tut, wird sein Vermögen nicht vor Kaufkraftverlusten schützen können. Zweifellos ist es sinnvoll, eine gewisse Reserve schnell verfügbar zu positionieren, und wir nutzen für unsere Kunden auch längerfristige festverzinsliche Möglichkeiten, um Schwankungen zu reduzieren. Aber eine Beteiligung am Produktivkapital über Aktien war bisher einer der erfolgreichsten Wege, Kapital langfristig real rentabel anzulegen. Daran dürfte sich auch in Zukunft wenig ändern, auch wenn gerade im Weißen Haus mal wieder amerikanisches Roulette mit der Geopolitik gespielt wird oder das Inflationsgespenst aufzuleben scheint. Die Anpassungsfähigkeit der unternehmerischen Kräfte bietet die beste Möglichkeit, solche Schwierigkeiten zu überwinden und kann als chancenreicher Anlagebaustein helfen, Vermögen auch in schwierigen Zeiten zu erhalten. Einen falschen Zeitpunkt, das zu nutzen, gibt es nicht.

© 2026 Asset Standard
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.