JPMorgan lieferte am Dienstag den ersten wichtigen Stimmungstest der US-Berichtssaison. Ende April folgt Deutsche Bank. Unsere Analyse zeigt, warum wir trotz Frankfurter Aufholjagd eine klare Präferenz haben. Ein starkes Handelsgeschäft und sprudelnde Erträge haben JPMorgan im ersten Quartal einen Gewinnanstieg von 13% beschert. Die Kreditvorsorge blieb mit 2,5 Mrd. US-Dollar zwar niedrig, belastet wurde die Aktie am Dienstag (14.4.) aber durch einen vorsichtigen Ausblick. Am 30. April folgt die Deutsche Bank mit ihren Q1-Zahlen. Die Frankfurter haben zuletzt bei wichtigen Kennziffern spürbar aufgeholt. Dennoch raten wir beim deutschen Branchenprimus bisher nicht zum Kauf, während wir die New Yorker Universalbank bereits seit Oktober 2020 auf der Kaufliste führen. Der Grund liegt nicht in den jüngsten Quartalszahlen, sondern in der strukturellen Entwicklung dahinter. Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren unter CEO Christian Sewing eine bemerkenswerte Wandlung vollzogen. Der Maßstab dafür sind die zwei Kennziffern, an denen wir die Banken messen: Eigenkapitalrendite (RoTE) und Kostenquote (CIR). Wo Sewing den Hebel ansetzte Unter seinen Vorgängern häuften sich in den Jahren nach der Finanzkrise Regulierungsstrafen, strategische Fehlentscheidungen und Verluste. Als Sewing im April 2018 das Ruder übernahm, folgte 2019 der weitgehende Rückzug aus dem globalen Aktiengeschäft. Das war für die stolzen Frankfurter ein schmerzhafter Schritt, der sich in einer negativen Eigenkapitalrendite von 10,9% (RoTE) und einem Anstieg ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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