LAIQON hat im vergangenen Jahr die Erlöse um 13 Prozent auf 34,9 Mio. Euro gesteigert und das EBITDA um 1,1 Mio. Euro verbessert, womit der operative Verlust auf -2,9 Mio. Euro reduziert wurde. Diese Entwicklung spiegelt jedoch nur einen Teil der tatsächlichen Dynamik wider, da eine größere Übernahme erst unterjährig berücksichtigt ist. Auf Pro-forma-Basis hätte sich bereits ein Umsatzniveau von rund 44 Mio. Euro ergeben, verbunden mit einem leicht positiven operativen Ergebnis.
Damit wird deutlich, dass das Unternehmen zunehmend in eine Phase eintritt, in der sich die zuvor getätigten Investitionen auszahlen. Insbesondere die Kooperationen mit etablierten Marktpartnern gewinnen an Bedeutung. Sie sorgen für kontinuierliche Mittelzuflüsse in die Assets under Management, die aktuell mit hohem Tempo wachsen und damit die Grundlage für steigende Einnahmen bilden.
Für das laufende Jahr plant LAIQON auf dieser Basis einen weiteren deutlichen Schritt nach vorn. Ausgehend von der pro-forma Vergleichsbasis wird ein Umsatzanstieg zwischen 20 und 31 Prozent angestrebt. Gleichzeitig soll sich das EBITDA um 3,8 bis 6,8 Mio. Euro verbessern, womit der Übergang in eine klar profitable Phase gelingen würde. Unterstützt wird dies durch Skaleneffekte, da zusätzliche Volumina nur noch begrenzte Mehrkosten verursachen.
Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine finanzielle Ausgangslage. Hintergrund sind insbesondere noch ausstehende Kaufpreisverpflichtungen aus früheren Akquisitionen sowie der Kapitalbedarf für weiteres Wachstum. Zur Deckung wurden mehrere Maßnahmen angestoßen, darunter die Ausgabe neuer Aktien und eine Anleiheemission. Bereits gesichert ist ein Mittelzufluss von rund 16 Mio. Euro, während die Platzierung der Anleihe noch läuft. Ergänzend wurde ein Umtauschangebot für bestehende Anleihen initiiert, das zu einer deutlichen Entlastung der zukünftigen Tilgungsstruktur führt. Das Volumen potenziell bis 2030 fälliger Verbindlichkeiten reduziert sich dadurch um mehr als 17 Mio. Euro.
Mit dieser Finanzierung steht eine tragfähige Basis für die nächsten strategischen Schritte zur Verfügung. Im Fokus steht dabei unter anderem der Start eines großen ETF-Projekts mit KI-gestützter Steuerung, das gemeinsam mit dem Partner Amundi umgesetzt werden soll.
Insgesamt erscheinen die gesetzten Ziele erreichbar, auch wenn das aktuell schwankungsanfällige Kapitalmarktumfeld kurzfristig dämpfend wirken könnte. Gelingt es jedoch, im Jahresverlauf das Wachstum der Assets under Management fortzusetzen und die operative Marge sichtbar zu verbessern, dürfte sich auch das Sentiment für die Aktie weiter aufhellen, die zuletzt zumindest eine Stabilisierung erkennen ließ.
(aktien-globlal.de, erstellt 20.04.26, 11:37 Uhr, veröffentlicht 20.04.26, 11:41 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/newssystem/impressum/)
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_laiqon/laiqon_frisches_kapital_stuetzt_wachstumskurs-23648/


