PARIS (dpa-AFX) - Der Lebensmittelkonzern Danone hat zum Jahresstart den Rückruf von Babymilch und die negativen Folgen des Iran-Kriegs gut weggesteckt. Der Umsatz sank zwar belastet durch einen starken Euro um zwei Prozent auf gut 6,7 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis ergab sich aber dank gestiegener Verkaufsmengen und höherer Preise ein Plus von 2,7 Prozent, wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit etwas weniger Zuwachs gerechnet.
Regional betrachtet gaben vor allem gute Geschäfte in der Asien-Pazifik-Region den Franzosen Rückenwind. In China griffen die Verbraucher vor allem nach Spezialnahrung, und in Japan liefen milch- und pflanzenbasierte Produkte des Konzerns besonders gut. Besser als im Vorjahr lief es auch in der Region Americas, wobei das US-Geschäft langsam wieder an Dynamik gewinne, hieß es. In Europa lagen die vergleichbaren Umsätze leicht über dem Vorjahr.
Der Jahresstart habe bewiesen, wie stark und relevant insbesondere das auf Gesundheitsprodukte ausgerichtete Portfolio bei Danone inzwischen sei, sagte Konzernchef Antoine de Saint-Affrique laut Mitteilung. Weltweit hätten Proteinprodukte wie Skyr und Kefir, aber auch Wasser wie Evian und Mizone und Lebensmittel mit Gesundheitswirkung ganz oben in der Gunst der Kunden gestanden.
Der Manager hat Danone in den vergangenen Jahren kräftig umgebaut. Dabei trennten sich die Franzosen von schwächeren Geschäftsbereichen und investierten verstärkt in wachstumsstarke Segmente wie proteinreiche Produkte sowie nährstoffangereicherte Spezialnahrung für ältere und kranke Menschen.
Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Danone-Lenker. Für 2026 steht damit weiter ein vergleichbares Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent auf der Agenda./tav/err/stk




