DJ Tui senkt EBIT-Prognose wegen Iran-Krieg und setzt Umsatzprognose aus
DOW JONES--Der Touristikkonzern Tui hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 wegen des Iran-Krieges gesenkt. Der MDAX-Konzern rechnet mit einem bestenfalls stabilen operativen Ergebnis und setzt die Umsatzprognose vorübergehend aus, bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde nun zwischen 1,1 Milliarden und 1,4 Milliarden Euro erwartet, nach 1,41 Milliarden Euro im Vorjahr, teilte die Tui Group mit. Bisher war ein Anstieg des bereinigten EBIT um 7 bis 10 Prozent erwartet worden, bei einem Umsatzanstieg von 2 bis 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bei Beginn des Iran-Krieges Ende Februar saßen zwei Kreuzfahrtschiffe der Tochter Tui Cruises im Persischen Golf in den Häfen von Abu Dhabi bzw. Doha fest, nachdem der Iran die Straße von Hormus blockier hatte. Sämtliche Reisen dieser Schiffe bis Mitte Mai 2026 wurden abgesagt. Der Konzern teilte mit, er habe nach Ausbruch des Krieges rund 10.000 Gäste zurückgebracht, darunter etwa 5.000 Passagiere der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5. Zudem wurden etwa 1.500 Crewmitglieder ausgeflogen. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten sowie die Unsicherheit über seine Dauer schränke die kurzfristige Visibilität weiterhin ein und führe zu einer erhöhten Zurückhaltung der Kunden.
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April 22, 2026 03:42 ET (07:42 GMT)
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