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Auch Novo Nordisk hat von der jüngsten Erholung des Gesamtmarktes profitieren können, doch die Gewinne könnten für eine charttechnische Wende zu wenig sein.
Novo Nordisk: Diese Erholung ist zu wenig!
Zwar ist die steile Erholungsrallye der Aktienmärkte in den vergangenen 2 Tagen ins Stocken geraten, doch die Bilanz vieler Indizes ist nach einem zweiwöchigen Bullensturm beeindruckend. In Japan, Südkorea und den USA notieren die Märkte sogar bereits wieder auf Allzeithochs - frische Kaufsignale inklusive!
Auf ein solches hoffen weiterhin die Anlegerinnen und Anleger von Novo Nordisk, nachdem sich auch diese Aktie zuletzt spürbar von ihren Mehrjahrestiefs erholen konnte. Doch daraus könnte mit Blick in den Chart nichts werden, denn schon an der ersten für eine Trendwende nötigen Hürde drohen die Käuferinnen und Käufer mit ihren Bemühungen zu scheitern.

Scheitern schon an der ersten wichtigen Hürde?
Übergeordnet handelt die Novo-Nordisk-Aktie trotz der jüngsten Erholung unverändert in einem Abwärtstrend. Hierfür ist die Notierung unterhalb der 50-Tage-Linie - von der gar nicht erst eingezeichneten 200-Tage-Linie bei rund 328 Dänischen Kronen (DKK; 43,89 Euro) ganz zu schweigen - kennzeichnend.
Zwar gab es in den vergangenen 9 Monaten immer wieder Bodenbildungsbemühungen, zuletzt im Bereich von 230 DKK (30,78 Euro) von wo aus es zur Erholung der vergangenen Tage genommen ist, doch waren diese mit Blick auf eine mögliche Trendwende nicht erfolgreich. Dieses Schicksal droht der Aktie jetzt erneut.

Diese Ausgangslage lässt nichts Gutes erwarten
Der Grund für diese Vermutung ist, dass die Erholung an der 50-Tage-Linie zum Erliegen gekommen ist. Angesichts eines überkauften Relative-Stärke-Index (RSI) fehlte es der Aktie am hierfür nötigen Schwung. Jetzt ist die Trendstärke bereits wieder im Rückwärtsgang, was die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Ausbruch von Tag zu Tag sinken lässt.
Der Trendstärkeindikator MACD konnte sich zwischenzeitlich zwar über die Nulllinie verbessern und damit zumindest einen kurzfristigen Aufwärtstrend der Aktie anzeigen, doch nach den jüngsten Kursverlusten droht er bereits wieder abzutauchen. Der RSI ist unterdessen bereits wieder in der Nähe neutraler Notierungen angekommen.
Das ist insgesamt nicht das Umfeld, aus dem heraus ein nachhaltiger Anstiegsversuch zu erwarten ist. Am Mittwoch steht außerdem die bei 250 DKK (33,45 Euro) liegende Unterstützung unter Druck. Das macht einen Pullback bis 230 DKK immer wahrscheinlicher. Hier müssen Anlegerinnen und Anleger auf einen Dreifachboden hoffen, da es mit neuen Mehrjahrestiefs ansonsten zu einem Verkaufssignal kommen würde.
Fazit: Schwäche dürfte anhalten, Aktie nach wie vor kein Kauf
Nach einer kurzen Erholung steht die Aktie von Novo Nordisk bereits wieder unter Druck. Nicht nur droht der Anstieg über die 50-Tage-Linie und damit ein erstes Kaufsignal zu scheitern, es könnte mit 250 DKK bereits eine erst kürzlich zurückeroberte Unterstützung fallen, was das Chartbild erneut eintrüben wird. Anlegerinnen und Anleger sollten sich daher von den Anteilen fernhalten.
Optisch wirkt das Unternehmen mit einem KGVe von 11,7 und einer Dividendenrendite von 4,4 Prozent zwar günstig, es bestehen jedoch große Unsicherheiten darüber, ob die erwarteten Gewinne angesichts sinkender Margen tatsächlich realisiert werden können. Was die Dividende betrifft: Es gibt eine ausreichend große Menge an Dividendenwerten, die vergleichbare oder sogar noch höhere Ausschüttungen bieten - bei einem gleichzeitigen Aufwärtstrend der Aktie.
Gastautor: Max Gross

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