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XETRA-SCHLUSS/DAX wenig verändert - Erleichterung über SAP-Zahlen

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX wenig verändert - Erleichterung über SAP-Zahlen

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag wenig verändert ins Wochenende verabschiedet. Die unverändert angespannte Lage im Iran-Krieg und die weiter gesperrte Straße von Hormus mit in der Folge weiter hohen Ölpreisen sorgten für Zurückhaltung. Nur zwischenzeitlich hatten die Kurse mit Aufschlägen auf Berichte reagiert, laut denen Irans Außenminister Abbas Araghchi am Freitag zu einer Reise nach Pakistan, Oman und Russland aufbrechen werde. Die Hoffnung war, dass dies Bewegung in die stockenden Verhandlungen des Iran mit den USA bringen könnte.

Am Ende des Tages lag der DAX bei 24.129 Punkten, 0,1 Prozent unter dem Vortagesschluss. Gestützt wurde er vom Plus des Schwergewichts SAP von 4,7 Prozent. Der MDAX gab dagegen um 2 Prozent kräftig nach, auch der SDAX schloss schwächer.

Ein schwacher Ifo-Index war nicht dazu angetan, die Stimmung zu verbessern. Der wichtige deutsche Geschäftsklimaindex sank vor dem Hintergrund des Krieges im Iran im April stärker als erwartet - auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. "Die Irankrise trifft die deutsche Wirtschaft hart", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Volkswirte der Commerzbank sprachen gar von einem Einbruch, der unmissverständlich zeige, wie sehr der Energiepreisschock die deutsche Wirtschaft treffe.

Immerhin sorgten die wie üblich mit großer Spannung erwarteten Quartalszahlen von SAP für Erleichterung. Sie fielen besser als erwartet aus. Nachdem die SAP-Aktie am Vortag noch um gut 6 Prozent abgerutscht war im Zuge einer neuerlichen breiten Schwäche bei Aktien aus dem Bereich Unternehmenssoftware, ging es mit dem Kurs wieder deutlicher nach oben. Die Aktie liegt dennoch seit Jahresbeginn fast 30 Prozent im Minus, weil am Markt seit einiger Zeit die Sorge grassiert, dass der immer breitere Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) disruptive Wirkungen auf die Branche ausüben könnte. Für den nächsten Impuls könnte nun ein KI-Update des Softwaregiganten auf der Sapphire-Konferenz im Mai sorgen.

Neben SAP wartete Atoss Software mit guten Geschäftszahlen und einem erhöhten Ausblick für die operative Gewinnmarge auf. Der Münchener Spezialist für Personal-Software meldete erneut Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich. Die Aktie verteuerte sich um 3,9 Prozent.

Weiter aufwärts ging es für Infineon, diesmal um 1,5 Prozent. Im Halbleitersektor reiht sich eine positive Unternehmensmeldung derzeit an die nächste. Nach ASM International, TSMC und Texas Instruments wartete nun Intel mit starken Zahlen und einem positiven Ausblick auf. Im TecDAX gewannen Aixtron 0,3 und Suss Microtec 0,8 Prozent.

Siemens Energy legten um 2,6 Prozent zu. Der Energieanbieter verzeichnete in seinem zweiten Quartal eine starke Nachfrage insbesondere im Bereich Netztechnik und erzielte ein kräftiges Wachstum beim Auftragseingang. Dazu hob Siemens Energy die Jahresprognose für Umsatz, Ergebnis und Cashflow an und rechnet unter anderem mit einem bereinigten Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent statt wie bisher von 11 bis 13 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um rund 55 Prozent gestiegen.

Auf der Verliererseite fanden sich einmal mehr die offenbar zu weit gelaufenen Rüstungsaktien. Im DAX waren Rheinmetall mit einem Minus von 6,2 Prozent das Schlusslicht. Die Aktie notiert damit auf einem Jahrestief. Im MDAX traf es Hensoldt mit einem Abschlag von 6,9 und Renk mit 5,3 Prozent. TKMS verbilligten sich ebenfalls um 5,3 Prozent,

Die zuletzt auffallend schwachen MTU Aero waren weiter auf Talfahrt. Sie büßten 3,7 Prozent ein, diesmal gedrückt von einer Verkaufsempfehlung der UBS. Die Analysten sind überzeugt, dass die hohen Preise der GTF-Triebwerke von MTU nicht zu halten sein werden.

Die Aktie von Jungheinrich wurde nach schwachen Ertragszahlen mit einem Minus von 14,8 Prozent abgestraft. Das operative Ergebnis halbierte sich nahezu zum Jahresauftakt wegen einer Reihe von Belastungen und Sondereffekten auf 56,5 Millionen Euro. Im Sog ging es für das Papier des Wettbewerbers Kion um 6,4 Prozent nach unten.

Index      zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       24.129  -0,1    -1,4 
DAX-Future    24.265  0,1    -1,5 
XDAX       24.133  0,1    -1,8 
MDAX       30.250  -2,0    -0,9 
TecDAX      3.664  0,4    1,3 
SDAX       17.727  -0,9    3,2 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future 125,62     2 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 24, 2026 11:56 ET (15:56 GMT)

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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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