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EUROPAEISCHE ZENTRALBANK Chart 1 Jahr
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Dr. Felix Schmidt (Berenberg): Kurzkommentar zur Fed- und EZB-Sitzung

27.04.2026-

Zwar nimmt in der Eurozone aufgrund des Iran-Krieges und der damit einhergehenden steigenden Energiepreise der Inflationsdruck zu, doch die EZB zieht es derzeit vor, die Geldpolitik zunächst noch nicht zu straffen. Denn der Inflationsanstieg hält sich noch in Grenzen und die Daten, um die Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft der Eurozone abzuschätzen, sind bisher noch recht dünn. Die Währungshüter aus Frankfurt werden daher in der anstehenden Aprilsitzung den Leitzins unverändert lassen und die Lage dann bei der übernächsten Sitzung am 11. Juni anhand von mehr Daten und aktualisierten Prognosen neu bewerten. Wir rechnen damit, dass sich der Iran-Konflikt bis dahin weiter beruhigt und die Energiepreise weiter sinken werden, sodass ein Eingreifen der EZB nicht mehr nötig sein wird. Sollte der Konflikt jedoch erneut aufflammen und sich der Inflationsdruck ausweiten, wird die EZB möglicherweise doch genötigt sein, den Leitzins anzuheben. Bei der US-Notenbank geht es derweil nicht um eine geldpolitische Straffung, sondern darum, ob der Leitzins weiter gesenkt werden kann. Die Inflationsrate lag jedoch bereits vor dem Iran-Krieg ein gutes Stück über dem Zweiprozentziel der Federal Reserve (Fed) und ist im März noch einmal deutlich auf 3,3 Prozent angestiegen. Bei ihrer Sitzung am Mittwoch wird es daher zu keiner Zinssenkung kommen. Auch für den weiteren Jahresverlauf besteht wenig Spielraum für die Fed, die Geldpolitik weiter zu senken. Denn nicht nur die Energiepreise, sondern auch die Zoll- und Migrationspolitik unter Donald Trump werden den Inflationsdruck in den kommenden Monaten weiter hochhalten. Eine weitere Zinssenkung in der zweiten Jahreshälfte ist zwar noch möglich, aber mit jedem Tag, den der Krieg länger andauert, wird sie unwahrscheinlicher.

© 2026 Asset Standard
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.

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