DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE LUFTHANSA - Sechs Jahre nachdem Lufthansa wegen der Pandemie vom Staat gerettet werden musste, steht die Airline erneut vor einer Krise. Der Konflikt im Nahen Osten gefährdet unter anderem die Kerosinversorgung. Anders als 2020 will der Vorstand das Umfeld diesmal nutzen, um das renditeschwache Kerngeschäft neu auszurichten. Das zeigt die interne Kommunikation des Topmanagements, die dem Handelsblatt bekannt ist. "Wir haben ein paar Dinge beschleunigt, die in normalen Zeiten länger gedauert hätten. Das ist der Vorteil von Krisen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Montagmittag im internen Townhall-Format "Connect" mit dem gesamten Vorstand und der Belegschaft. Die zentrale Botschaft des Managements: Solange mit den Gewerkschaften bei der Kernmarke Lufthansa Classic keine Reduzierung der Kosten vereinbart werden könne, werde diese schrumpfen. (Handelsblatt)
GOOGLE - Über 560 Google-Mitarbeiter haben einen offenen Brief an CEO Sundar Pichai unterzeichnet, in dem sie ihn drängen, der US-Regierung die Nutzung der KI-Technologie des Unternehmens für geheime Militäroperationen zu verweigern. "Wir wollen sehen, dass KI der Menschheit zugutekommt und nicht auf unmenschliche oder extrem schädliche Weise eingesetzt wird", heißt es in dem Brief, der am Montag an Pichai gesendet wurde. "Dies schließt tödliche autonome Waffen und Massenüberwachung ein, geht aber noch darüber hinaus." Weiter heißt es darin: "Der einzige Weg, um zu garantieren, dass Google nicht mit solchen Schäden in Verbindung gebracht wird, besteht darin, jegliche geheimen Aufträge abzulehnen. Andernfalls könnten solche Einsätze ohne unser Wissen oder die Macht, sie zu stoppen, erfolgen." (Financial Times)
ALDI - Der Discounter Aldi Süd will die Zahl der Stellen in seiner IT-Sparte deutlich reduzieren. Auf einer virtuellen Betriebsversammlung teilte die Geschäftsleitung mit, dass insgesamt 1.250 Stellen gestrichen werden sollen. Der größte Teil davon soll auf die Digitalsparte Aldi DX entfallen. Mehr als 1.000 von derzeit noch knapp 4.000 Stellen sollen dort abgebaut werden, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Kündigungen sind jedoch wohl nicht geplant. Es soll ein Freiwilligenprogramm mit Abfindungen geben. (Handelsblatt)
PALANTIR - Die Bundeswehr schließt einen Einsatz von Software des US-Konzerns Palantir vorläufig aus. "Das sehe ich momentan überhaupt nicht", sagte Vizeadmiral Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Laut Daum erfüllt Palantir bestimmte Voraussetzungen der Bundeswehr nicht. "So sehr wir an der Funktionalität interessiert sind für unseren eigenen Datenbestand", so sei es "unvorstellbar" Palantir-Mitarbeitern Zugriff "auf den nationalen Datenbestand" zu gewähren. (Handelsblatt)
VINTED - Vinted hat einen Aktienverkauf abgeschlossen, der den Online-Marktplatz für Gebrauchtwaren mit 8 Milliarden Euro bewertet. Dieser deutliche Anstieg spiegelt das Wachstum und den Sprung in die Profitabilität des Unternehmens wider. Investoren unter Führung des bisherigen Aktionärs EQT sowie der neuen Investoren Teachers' Venture Growth und Schroders Capital erwarben laut einer Mitteilung im Rahmen eines Sekundärangebots Vinted-Aktien im Wert von rund 880 Millionen Euro. (Financial Times)
BAYWA - Der Agrarhandelskonzern Baywa steht vor einem Schuldenschnitt. "Es ist allen klar, dass es eine Bilanzkorrektur geben wird", erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmens- und Finanzkreisen. Das Volumen könnte bei rund einer Milliarde Euro liegen. Bis Mitte des Jahres sollen sich Kernbanken und Haupteigentümer auf ein neues Sanierungskonzept einigen. Danach müssen die übrigen der mehr als 300 Gläubiger überzeugt werden. Eine Anpassung ist nötig, weil die Energietochter Baywa Re hinter den Erwartungen zurückbleibt. Bis 2028 sollen die Schulden um 4 Milliarden Euro sinken. (Handelsblatt)
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April 28, 2026 00:33 ET (04:33 GMT)
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