PARIS (dpa-AFX) - Totalenergies hat im ersten Quartal dank der durch den Nahostkonflikt zuletzt kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer Aktienrückkäufe wieder erhöhen und eine höhere Dividende für das erste Quartal ausschütten. Das Unternehmen plant, im zweiten Quartal eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, wie es am Mittwoch bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2026 mitteilte. Für das erste Quartal hatte das Unternehmen wegen des zuvor niedrigen Ölpreises einen Aktienrückkauf noch in Höhe von 750 Millionen Euro angestrebt. Die Aktie legte im frühen Handel um rund ein Prozent zu.
Energiekonzerne wie Totalenergies mussten zwar mit dem Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar die Öl- und Gasförderung rund um den Persischen Golf einstellen, sie profitieren aber von starken Preisanstiegen bei Rohöl und Kraftstoffen. Auch der britische Konkurrent BP meldete am Dienstag deutlich höhere Gewinne.
Im ersten Quartal legte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden US-Dollar zu, wie Totalenergies in Paris mitteilte. Damit übertraf der Ölkonzern die Erwartungen der Analysten. Von dem Gewinnplus sollen auch die Aktionäre profitieren: Die vierteljährliche Dividende soll um 5,9 Prozent auf 0,90 Euro pro Aktie steigen.
Im Februar hatte Totalenergies angekündigt, in diesem Jahr eigene Aktien im Wert von drei bis sechs Milliarden Euro zurückzukaufen, sofern der Ölpreis bei 60 bis 70 Dollar das Barrel liegt. Seitdem ist der Preis für Brent-Rohöl auf über 100 Dollar gestiegen./mne/stk




