LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Forvia Hella sieht sich trotz eines durchwachsenen Jahresstarts auf dem Weg zu seinen Jahreszielen und bestätigt die Prognosen. Im ersten Quartal hatten ein schwächelndes Branchenumfeld und ein schwieriges Beleuchtungsgeschäft dem Unternehmen einen Rückgang des operativen Gewinns eingebrockt. Die Aktie legte am Mittwoch dennoch um fast zwei Prozent zu. Im laufenden Jahr steht allerdings noch ein Kursminus von rund 15 Prozent zu Buche.
Das für die Prognose maßgebliche operative Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 96 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Tochter des französischen Autozulieferers Forvia zur Wochenmitte in Lippstadt mitteilte. Wie bereits seit rund einer Woche bekannt, ging der Erlös wegen des starken Euro um knapp drei Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurück.
Im Lichtbereich sackte der Umsatz deutlich ab, maßgeblich wegen einer schwächeren Produktion in den amerikanischen und europäischen Märkten. Dafür profitierte das Segment Elektronik unter anderem von einer hohen Nachfrage nach Radarsensoren und Komponenten für das Energiemanagement in Europa. Hier legten die Erlöse ein Stück zu, womit die Elektronik das Beleuchtungsgeschäft erstmals als umsatzstärkste und damit größte Sparte des Konzerns ablöste.
Einen Teil des Umsatzrückgangs im Gesamtkonzern konnte Hella mit Kosteneinsparungen auffangen. So wurden unter anderem die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) um fast 15 Prozent auf 178 Millionen Euro gekappt. Unter dem Strich verdiente Hella allerdings etwas mehr - dies liegt vor allem daran, dass Anfang 2026 deutlich weniger Kosten für Struktur- und Prozessverbesserungen anfielen. Diese werden aus dem operativen Ergebnis herausgerechnet.
"Insgesamt entspricht der Start in das neue Jahr unseren Erwartungen", sagte Konzernchef Peter Laier laut Mitteilung. Im weiteren Verlauf des Jahres erwarte er daher eine Verbesserung der Marge, gemessen am operativen Gewinn, und dem Netto Cashflow. Ein Unsicherheitsfaktor bleibe der Krieg im Nahen Osten. Maßnahmen, um etwaige Preissteigerungen in den Lieferketten abzufedern, seien bereits früh eingeleitet worden, so Laier.
Im laufenden Jahr peilt der Manager daher weiterhin einen währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro sowie eine operative Marge zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent an. Der Netto Cashflow soll außerdem mindestens 1,8 Prozent im Verhältnis zum Umsatz betragen./tav/niw/men/stk




