DJ Aktien Schweiz schwach - UBS nach Zahlenausweis gesucht
DOW JONES--Mit einem kräftigen Minus hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte den Handel beendet. Vor allem die gestiegenen Ölpreise belasteten das Sentiment. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent kletterte um 5,6 Prozent auf 117,43 Dollar und lag damit nur noch knapp unter dem seit Ausbruch des Iran-Kriegs erreichten Hochs bei rund 120 Dollar. Marktteilnehmer sahen den Anstieg im Zusammenhang mit einem Hinweis von US-Präsident Donald Trump an Verbündete, dass man sich auf eine verlängerte Blockade Irans vorbereite. Damit dürfte auch die wichtige Straße von Hormus weiter gesperrt bleiben.
Zudem warteten Investoren auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen verschiedener Zentralbanken. Am Abend stand zunächst die Zinsentscheidung der US-Notenbank an, am Donnerstag folgen dann die Bank of England (BoE) sowie die Europäische Zentralbank (EZB), wobei insgesamt im Umfeld gestiegener Inflationsdaten und sich dem weiter abschwächenden Wirtschaftswachstum mit keinen Zinsänderungen gerechnet wird.
Der SMI reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 13.032 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursverlierer und vier -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 27,07 (zuvor: 20,26) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten war die Aktie der UBS mit einem Plus von 3,2 Prozent der Tagesgewinner im SMI. Die Bank profitierte im ersten Quartal von einer regen Handelstätigkeit vor dem Hintergrund der gestiegenen Marktvolatilität und davon, dass mehr vermögende Kunden ihr Geld bei der Bank anlegten. Dies beruhigte die Anleger hinsichtlich der Leistung der Bank, die sich dem Ende der Integration der Credit Suisse nähert und versucht, die Auswirkungen der Pläne der Schweiz zur Neugestaltung ihrer Bankenvorschriften abzufedern, wie es hieß.
Dagegen zeigte sich der Großteil der SMI-Werte mit teils deutlicheren Abgaben. So fielen Kühne + Nagel um 3,9 Prozent, Lonza büßten 1,8 Prozent ein und die Aktien der Index-Schwergewichte Nestle, Roche und Novartis reduzierten sich um bis zu 1,4 Prozent.
Die Aktien der Aufzug-Herstellers Schindler schlossen 1,0 Prozent niedriger. Der finnische Konzern Kone übernimmt den deutschen Konkurrenten TK Elevator für fast 24 Milliarden US-Dollar. Durch die Transaktion würde der umsatzstärkste Aufzughersteller der Welt entstehen. Analysten warnten jedoch, dass die Transaktion, die einen Markt mit vier großen Akteuren auf drei konsolidiert, auf regulatorische Hürden stoßen könnte.
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