DJ PTA-News: Erste Group Bank AG: Erste Group erwirtschaftet im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von EUR 879 Mio
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Erste Group Bank AG: Erste Group erwirtschaftet im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von EUR 879 Mio
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Wien (pta000/30.04.2026/07:30 UTC+2)
Finanzzahlen im Vergleich
Gewinn- und Verlustrechnung in EUR Mio Q1 25 Q4 25 Q1 26 1-3 25 1-3 26 Zinsüberschuss 1.872 2.027 2.674 1.872 2.674 Provisionsüberschuss 780 850 965 780 965 Handelsergebnis & Gewinne/Verluste von Finanzinstrumenten FVPL 97 131 229 97 229 Betriebserträge 2.802 3.072 3.939 2.802 3.939 Betriebsaufwendungen -1.345 -1.515 -1.771 -1.345 -1.771 Betriebsergebnis 1.458 1.557 2.167 1.458 2.167 Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten -85 -159 -439 -85 -439 Betriebsergebnis nach Wertberichtigungen 1.372 1.398 1.728 1.372 1.728 Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Periodenergebnis 743 944 879 743 879 Zinsspanne (auf durchschnittliche zinstragende Aktiva) 2,32% 2,46% 2,64% 2,32% 2,64% Kosten-Ertrags-Relation 48,0% 49,3% 45,0% 48,0% 45,0% Wertberichtigungsquote (auf durchschnittliche Kundenkredite, brutto) 0,15% 0,27% 0,68% 0,15% 0,68% Steuerquote 20,5% 20,2% 24,5% 20,5% 24,5% Eigenkapitalverzinsung (ROTE) 15,2% 16,0% 18,1% 15,2% 18,1% Bilanz in EUR Mio Mär 25 Dez 25 Mär 26 Dez 25 Mär 26 Kassenbestand und Guthaben 23.940 27.573 26.850 27.573 26.850 Handels- & Finanzanlagen 79.156 79.522 106.177 79.522 106.177 Kredite und Darlehen an Kreditinstitute 26.770 20.827 26.382 20.827 26.382 Kredite und Darlehen an Kunden 220.069 231.985 275.630 231.985 275.630 Immaterielle Vermögenswerte 1.366 1.413 5.915 1.413 5.915 Andere Aktiva 6.702 7.254 9.073 7.254 9.073 Gesamtaktiva 358.003 368.574 450.027 368.574 450.027 Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 2.094 2.412 4.975 2.412 4.975 Einlagen von Kreditinstituten 16.588 16.919 19.658 16.919 19.658 Einlagen von Kunden 246.149 252.991 314.772 252.991 314.772 Verbriefte Verbindlichkeiten 54.293 54.872 59.891 54.872 59.891 Andere Passiva 7.053 6.715 10.423 6.715 10.423 Gesamtes Eigenkapital 31.826 34.665 40.308 34.665 40.308 Summe der Verbindlichkeiten und Eigenkapital 358.003 368.574 450.027 368.574 450.027 Kredit-Einlagen-Verhältnis 89,4% 91,7% 87,6% 91,7% 87,6% NPL-Quote 2,5% 2,4% 2,4% 2,4% 2,4% NPL-Deckungsquote (AC Kredite, ohne Sicherheiten) 74,6% 69,7% 67,9% 69,7% 67,9% Harte Kernkapitalquote (aktuell) 15,9% 19,3% 14,5% 19,3% 14,5%
HIGHLIGHTS
GuV-Zahlen: 1-3 2026 verglichen mit 1-3 2025, Bilanzzahlen: 31. März 2026 verglichen mit 31. Dezember 2025
Die erstmalige Einbeziehung der Erste Bank Polska führte zu signifikanten Veränderungen zahlreicher Positionen.
Der Zinsüberschuss stieg auf EUR 2.674 Mio (+42,8%; EUR 1.872 Mio). Anstiege gab es insbesondere in der Slowakei, Tschechien und Ungarn aufgrund von Kreditwachstum und der geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen, Letztere insbesondere in Österreich. Zusätzlich leistete Polen einen wesentlichen Beitrag von EUR 681 Mio. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich in fast allen Kernmärkten und Provisionskategorien auf EUR 965 Mio (+23,7%; EUR 780 Mio), davon entfielen auf Polen EUR 128 Mio. Das Handelsergebnis erhöhte sich auf EUR 161 Mio (EUR 47 Mio), die Position Gewinne/Verluste aus Finanzinstrumenten, erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert auf EUR 68 Mio (EUR 50 Mio). Die Entwicklung beider Positionen war hauptsächlich auf Bewertungseffekte zurückzuführen. Die Betriebserträge stiegen auf EUR 3.939 Mio (+40,5%; EUR 2.802 Mio), der Anteil von Polen belief sich auf EUR 901 Mio. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf EUR 1.771 Mio (+31,7%; EUR 1.345 Mio), davon entfielen EUR 359 Mio auf Polen. Insgesamt wurden im ersten Quartal Integrationskosten von EUR 30 Mio verbucht. Die Personalaufwendungen stiegen auf EUR 974 Mio (+22,7%; EUR 794 Mio). Dies ist vor allem auf die Konsolidierung des Teilkonzerns Polen (EUR 138 Mio) sowie auf kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Die Sachaufwendungen stiegen auf EUR 556 Mio (+34,1%; EUR 414 Mio), davon entfielen auf Polen EUR 125 Mio. Während sich die in den Sachaufwendungen verbuchten Beiträge in Einlagensicherungssysteme - für 2026 bereits fast gänzlich verbucht - auf EUR 48 Mio (EUR 54 Mio) verringerten, stiegen die IT-Aufwendungen insbesondere aufgrund der Einbeziehung von Polen (EUR 58 Mio) auf EUR 244 Mio (EUR 166 Mio). Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 241 Mio (+77,6%; EUR 136 Mio), der Anteil von Polen belief sich auf EUR 96 Mio. Insgesamt erhöhte sich das Betriebsergebnis auf EUR 2.167 Mio (+48,7%; EUR 1.458 Mio), die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 45,0% (48,0%).
Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten betrug EUR -439 Mio bzw. 68 Basispunkte des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands (EUR -85 Mio bzw. 15 Basispunkte). Der Anstieg war wesentlich durch Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen im Rahmen der Vorschriften des IFRS 9 für die erstmalige Einbeziehung des polnischen Portfolios bedingt (EUR 302 Mio bzw. 47 Basispunkte). Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite blieb mit 2,4% (2,4%) stabil. Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) belief sich auf 67,9% (69,7%).
Der sonstige betriebliche Erfolg belief sich auf EUR -194 Mio (EUR -184 Mio). Die bereits für das gesamte Jahr 2026 erfassten Aufwendungen für jährliche Beitragszahlungen in Abwicklungsfonds verringerten sich auf EUR 13 Mio (EUR 15 Mio). Die Bankenabgaben - derzeit in fünf Kernmärkten zu entrichten - stiegen hingegen an. Im sonstigen betrieblichen Erfolg wurden EUR 251 Mio (EUR 121 Mio) erfasst, davon entfielen EUR 152 Mio (EUR 78 Mio) auf Ungarn (davon EUR 120 Mio Bankensteuer für das gesamte Jahr 2026) und EUR 50 Mio auf Polen. Die Bankensteuer in Österreich belief sich auf EUR 32 Mio (EUR 34 Mio), in Rumänien auf EUR 16 Mio (EUR 10 Mio). Die Bankensteuer in der Slowakei von EUR 16 Mio (EUR 15 Mio) wird in der Position Steuern vom Einkommen verbucht.
Die Steuern vom Einkommen beliefen sich auf EUR 376 Mio (EUR 242 Mio). Das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnende Periodenergebnis erhöhte sich infolge höherer Ergebnisbeiträge der Sparkassen sowie der Einbeziehung des Segments Polen (EUR 17 Mio) auf EUR 279 Mio (EUR 197 Mio). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis stieg auf EUR 879 Mio (+18,2%; EUR 743 Mio).
Das um AT1-Kapital bereinigte gesamte Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 36,8 Mrd (EUR 31,2 Mrd). Nach Vornahme der in der Eigenkapitalverordnung (CRR) festgelegten Abzugsposten und Filter reduzierte sich das Harte Kernkapital (CET1) auf EUR 26,5 Mrd (EUR 28,5 Mrd). Die gesamten regulatorischen Eigenmittel lagen bei EUR 35,8 Mrd (EUR 36,5 Mrd). Der Zwischengewinn des ersten Quartals wurde dabei nicht berücksichtigt. Das Gesamtrisiko (die risikogewichteten Aktiva), das Kredit-, Markt- und operationelles Risiko inkludiert, stieg auf EUR 183,2 Mrd (EUR 147,5 Mrd), was im Wesentlichen auf die Einbeziehung der Erste Bank Polska zurückzuführen ist. Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) sank auf 14,5% (19,3%), die Gesamtkapitalquote auf 19,5% (24,8%). Die Erstkonsolidierung der Erste Bank Polska wirkte sich mit 455 Basispunkten negativ auf die CET1-Quote aus.
Die Bilanzsumme stieg auf EUR 450,0 Mrd (+22,1%; EUR 368,6 Mrd). Auf der Aktivseite verringerten sich Kassenbestand und Guthaben auf EUR 26,8 Mrd (EUR 27,6 Mrd), Kredite an Banken stiegen auf EUR 26,4 Mrd (EUR 20,8 Mrd). Die Kundenkredite stiegen auf EUR 275,6 Mrd (+18,8%; EUR 232,0 Mrd), insbesondere durch das polnische Portfolio in der Höhe von EUR 40,1 Mrd. In den anderen Kernmärkten wurden vor allem in Österreich und Tschechien Anstiege verzeichnet. Passivseitig stiegen die Einlagen von Kreditinstituten auf EUR 19,7 Mrd (EUR 16,9 Mrd), die Kundeneinlagen auf EUR 314,8 Mrd (+24,4%; EUR 253,0 Mrd). Wesentlich für den Anstieg waren neben der erstmaligen Konsolidierung von Polen (EUR 53,8 Mrd) auch Anstiege von Firmenkundeneinlagen in Österreich und Tschechien. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis belief sich auf 87,6% (91,7%).
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