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Öl bricht über $108 und Wedgemount dreht die Produktion genau jetzt wieder an
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Michael Miranda (MFS): Weiter unsichere Weltlage lässt Kurse fallen

18. bis 24. April 2026

Bis Freitagmittag gaben internationale Aktien nach, da die Weltlage entgegen den Erwartungen wieder unsicherer wurde. Die US-Zehnjahresrendite stieg um 5 Basispunkte auf 4,30%. Durch die erneute Eskalation im Irankrieg verteuerte sich das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate um etwa 11,03 US-Dollar auf 94,86 US-Dollar. Gemessen an Terminkontrakten auf den CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität diese Woche auf 18,8.

Irankrieg

Meerenge bleibt geschlossen

Letzte Woche war eine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe angekündigt worden, aber dann blieb sie doch geschlossen. Am Wochenende machte der Iran einen Rückzieher und begründete das mit der anhaltenden amerikanischen Seeblockade. Die USA brachten ein iranisches Frachtschiff auf, und der Iran beschoss einen Tanker, der die Meerenge passieren wollte. Durch die Eskalation wurde Öl wieder teurer.

Die US-Marine hat die Minenräumung in der Meerenge intensiviert. Laut Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt der Iran das Waffenstillstandsabkommen, wenn er neue Minen verlegt. Präsident Trump erklärte in den sozialen Medien, dass er der US-Marine Angriffe auf alle iranischen Schiffe befohlen habe, die in der Meerenge Minen verlegen. Für dieses Wochenende werden neue Friedensgespräche erwartet.

Konjunktur

Überraschend viele schwebende Hausverkäufe in den USA

Im März sind die schwebenden Hausverkäufe in den USA nicht wie erwartet um 0,5%, sondern um 1,5% gestiegen. Vermutlich lag das am wachsenden Angebot und dem trotz hoher Hypothekenzinsen ausgeprägten Nachfragestau. Dennoch wurden im März schätzungsweise 43% mehr Häuser angeboten als nachgefragt, gegenüber 28% Differenz vor einem Jahr. Nach den Zahlen ist der Wohnimmobilienmarkt zweigeteilt: Manche Objekte wechseln schnell den Besitzer, andere scheinen nahezu unverkäuflich. Das gilt vor allem bei zu hohen Preisforderungen. Obwohl die schwebenden Hausverkäufe zugenommen haben, wurden 12,5% mehr geplante Verkäufe abgesagt als vor einem Jahr - wegen der nach wie vor hohen Preise und der anhaltend unsicheren Wirtschaftslage.

Überraschend hohe US-Einzelhandelsumsätze

Im März stiegen die Einzelhandelsumsätze in den USA nicht wie erwartet um 1,4%, sondern um 1,7%, der stärkste Zuwachs seit mehr als drei Jahren. Ein wesentlicher Grund war der Benzinpreis, der nach Ausbruch des Irankrieges kräftig zulegte. Der Konsum blieb dennoch stabil; bei anderen Gütern legten die Umsätze ebenfalls zu.

Kurz gefasst

In der Woche bis zum 18. April stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosengeld in den USA auf 214.000, etwas über den erwarteten 210.000. Im Vergangenheitsvergleich ist der Arbeitsmarkt aber noch immer stabil.

Im März stiegen Kanadas Verbraucherpreise um 2,4% z.Vj. und 0,9% z.Vm., vor allem, weil Benzin teurer wurde. Der Trimmed-Mean-Kernindex stieg um 2,2% z.Vj. und damit weniger als im Februar. Offensichtlich ist das Preisniveau trotz der teureren Energie insgesamt noch stabil.

Im März stieg Japans Kern-Verbraucherpreisindex um 1,8% z.Vj. Das entsprach den Erwartungen und lag über den 1,6% vom Februar. Es wird erwartet, dass die Notenbank die Leitzinsen auf ihrer Sitzung nächste Woche unverändert lässt.

Meta und Microsoft gaben einen drastischen Stellenabbau bekannt. Meta dürfte 10% Stellen abbauen, Microsoft bietet 7% seiner Mitarbeiter in den USA Abfindungen an, wenn sie den Konzern freiwillig verlassen. Beide Unternehmen wollen mehr in KI investieren.

Softwareaktien waren nach einigen enttäuschenden Gewinnmeldungen diese Woche wieder volatil. Die Umwälzungen durch KI belasten den Sektor weiter. Seit Jahresbeginn zählt er nach wie vor zu den schwächsten am gesamten Aktienmarkt.

Das amerikanische Konsumklima fiel im April auf ein Rekordtief von 49,8 - vermutlich wegen des Irankrieges und der Angst vor einer höheren Inflation. Für die nächsten zwölf Monate erwarten die Verbraucher jetzt eine Teuerung von 4,7%.

Gewinnmeldungen

Bislang haben etwa 28% der S&P-500-Unternehmen die Ergebnisse für das 1. Quartal 2025 vorgelegt. Kombiniert mit Schätzungen für die übrigen 72% sind die Gewinne laut FactSet um etwa 15,1% z.Vj. gestiegen. Die Umsätze haben im Vorjahresvergleich um 10,1% zugelegt.

Nächste Woche

Montag: Arbeitslosenquote und Zinsentscheid in Japan

Dienstag: Verbrauchervertrauen und Hauspreise in den USA

Mittwoch: Offenmarktausschusssitzung der Fed, Baubeginne in den USA, Geschäftsklimaindikatoren im Euroraum, japanische Einzelhandelsumsätze

Donnerstag: BIP und PCE-Kerninflation in den USA, BIP und Verbraucherpreise im Euroraum, Leitzinsentscheid in Großbritannien, kanadisches BIP, EZB-Ratssitzung

Freitag: ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA

Fokussiert und diversifiziert bleiben

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufsabsichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt "Produkte" auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

Die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research.

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Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

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