DJ MÄRKTE EUROPA/London schließt belastet von Astrazeneca knapp behauptet
DOW JONES--Der Aktienhandel in Europa hat sich am 1. Mai im Wesentlichen auf den Handelsplatz London beschränkt, wo der der werktätigen Bevölkerung gewidmete Feiertag immer auf den ersten Montag nach dem 1. Mai fällt - zum Wochenauftakt bleibt die britische Börse damit geschlossen. In einem dünnen Handel schloss der FTSE-100 mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 10.364 Punkte - in der Folge stagnierte der Stoxx-50 bei 5.071 Zählern. Laut Jefferies war die Geopolitik dabei ausnahmsweise nicht der Haupttreiber. Der Fokus lag vielmehr auf Unternehmensgewinnen und den Entscheidungen von Bank of England und Europäischer Zentralbank, die sich im Hinblick auf Zinserhöhungen vorsichtiger als erwartet am Vortag gezeigt hatten.
Positiv wurden die US-Konjunktusdaten am Nachmittag aufgenommen - der FTSE-100 reduzierte seine Abgaben deutlich. Das Wachstum der Aktivität in der US-Industrie hat sich laut einer Umfrage von S&P Global im April gegenüber dem Vormonat deutlicher als veranschlagt verstärkt, wie die Zweitveröffentlichung offenbarte. Der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe im gleichen Monat stagnierte zwar, blieb damit aber klar im Wachstum anzeigenden Bereich.
Die Ölpreise blieben auf hohem Niveau, da die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran feststeckten. Der Iran warnte die USA vor militärischen Aktionen, nachdem Berichte über mögliche neue US-Angriffe aufgetaucht waren. Für US-Präsident Donald Trump lief am Freitag die Frist ab, bis zu der er den Krieg entweder beenden oder den Kongress um eine Verlängerung bitten müsste. Analysten zufolge setzt die US-Seeblockade der iranischen Strategie, den Handel über die Straße von Hormus zu stören, massiv zu. Die USA versuchen nun, eine internationale Koalition zu bilden, um den Schiffsverkehr wieder in Gang zu bringen.
Belastet wurde der FTSE von Indexschwergewicht Astrazeneca. Die Aktie verlor 3,1 Prozent, nachdem ein wichtiger Ausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA einem Brustkrebsmedikamentenkandidaten die Unterstützung versagt hatte. Die FDA ist zwar nicht an die Empfehlungen des Ausschusses gebunden, zieht dessen Rat jedoch bei ihrer Entscheidung in Betracht. Natwest sanken um 3,3 Prozent, belastet von einem vorsichtigen Ausblick, der offenbar schwerer wog als ein unerwartet hoher Gewinn im ersten Quartal.
Pearson zogen dagegen um 3,1 Prozent an. Das Unternehmen habe für das erste Quartal positive Geschäftszahlen vorgelegt, urteilten die Citi-Analysten. So wurde der bereinigte Umsatz um 4 Prozent gesteigert. Diageo (+0,7%) profitierten von der Nachricht, dass die US-Administration Zölle auf Scotch Whisky aufheben wird.
Der Aktienkurs von Unilever (+2,6%) spiegelt die Fähigkeit des Konsumgüterkonzerns, die Absatzmengen zu steigern, oder sein umsichtiges Management der Vermögenswerte nicht wider, urteilten die Analysten Nicolas Ceron und Antoine Prevot von der Bank of America.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
May 01, 2026 12:02 ET (16:02 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




