DJ Wacker Chemie: Konzept für Abbau von 1.600 Deutschland-Stellen steht
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Wacker Chemie hat sich mit der Arbeitnehmervertretung in Deutschland auf ein Rahmenkonzept zum sozialverträglichen Abbau von 1.600 Stellen geeinigt. Wie der Spezialchemiekonzern mitteilte, beinhaltet der Rahmenplan den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Die Strukturmaßnahmen sollen bis Ende 2027 umgesetzt sein. Der Plan ist Teil des weltweiten Kosten- und Effizienzprogramms, das 2025 angekündigt wurde, das einen weltweiten Stellenabbau beinhaltet und mit Hilfe dessen der Konzern die Kosten jährlich um 300 Millionen Euro senken will.
In Deutschland erfolgt der Stellenabbau über ein Freiwilligenprogramm mit Altersteilzeitregelungen und Aufhebungsverträgen. Auch leisten alle Deutschland-Beschäftigten bis 2028 einen "temporären Sozialbeitrag", bestehend aus 4 Prozent Arbeitszeit- und Entgeltreduzierung. Daraus ergibt sich laut Mitteilung "der erforderliche finanzielle Spielraum, um betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen".
Im einzelnen sollen am weltweit größten Wacker-Standort in Burghausen 1.300 Arbeitsplätze abgebaut werden, in Nünchritz 200 Stellen, am Unternehmenssitz in München 60 Stellen sowie an weiteren Wacker-Standorten in Deutschland insgesamt 50 Stellen, so der MDAX-Konzern. Dabei haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter auf einen detaillierten Umsetzungsplan geeinigt, der unter anderem die Zusammenlegung von Betrieben in der Produktion, die Flexibilisierung des Schichtsystems und Verlagerungen an internationale Service-Hubs vorsieht.
"An unseren internationalen Standorten haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die uns flexibler, effizienter und schneller machen", sagte Wacker-CEO Christian Hartel. "Nun geht es auch in Deutschland in die Umsetzung."
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May 08, 2026 06:04 ET (10:04 GMT)
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