Mai 2026 -
Auch wenn ein Ende des Iran-Konflikts nicht in Sicht ist, bleiben die Aussichten für US- und Schwellenländeraktien erfreulich. In beiden Segmenten gehen wir zu einer Übergewichtung über.
Asset-Allocation: Die Ruhe nach dem Sturm
Der Sturm auf den globalen Finanzmärkten scheint sich gelegt zu haben - zumindest vorerst. Es herrscht nach wie vor grosse Unsicherheit: Da nicht mit einem baldigen Ende des Kriegs im Iran zu rechnen ist, sitzen Schiffe weiterhin in der Strasse von Hormus fest und die Ölpreise steigen. Die vor einigen Wochen diskutierten Worst-Case-Szenarien sind glücklicherweise nicht eingetreten, und die aktuelle Risikobilanz deutet auf ein günstigeres Investitionsklima hin.
Nachdem sich die Wolken verzogen haben, können sich die Investoren wieder auf die insgesamt positiven Fundamentaldaten konzentrieren: reichlich globale Liquidität, eine starke Gewinnentwicklung bei den Unternehmen, ein stetiges, wenn auch unspektakuläres Wirtschaftswachstum, eine moderate Inflation (wenn auch mit Aufwärtsrisiken) und Bewertungen, die bei vielen Anlageklassen attraktiver sind als noch vor zwei Monaten. All das bestärkt uns darin, risikofreudiger zu investieren, indem wir unser Engagement in Schwellenländeranlagen, US-Aktien und Industriewerten ausbauen.
Wir gehen Risiken jedoch selektiv ein. Wir möchten uns ungern auf eine einzige makroökonomische oder geopolitische Entwicklung stützen. Wir halten daher an unserer insgesamt neutralen Gewichtung in Aktien, Anleihen und Cash fest.
